10 Jahre Zusammenarbeit mit Fiessler Elektronik

Mittlerweile ist es schon gute Tradition, dass Eberhard Weida und Alexander Berchtold am BSZAM über die Sicherheitstechnik der mittelständischen Firma „Fiessler Elektronik“ referieren. Die mittlerweile über 10-jährige Zusammenarbeit mit dem Familienunternehmen aus Esslingen in Baden-Württemberg stellt für beide Seiten eine "Win-win-Situation" dar.

Die Berufsschülerinnen und -schüler der beiden 12. Klassen der Mechatronik sowie die Schüler der Klasse FSMT1 der Staatl. Technikerschule hatten in den letzten Wochen einen Lernzirkel zum Thema Sicherheitstechnik bearbeitet. Bei den meisten Stationen des Lernzirkels kommen auch Sicherheitsgeräte wie Sicherheitstrittmatte mit Schaltgerät, Sicherheitslichtvorhänge mit Blanking- bzw. Mutingfunktion, Sicherheitslaserscanner oder eine Sicherheitssteuerung aus dem Hause Fiessler zum Einsatz. Deshalb konnten die beiden Referenten auf eine fachkundige Zuhörerschaft bei ihren kurzweiligen Vorträgen bauen.

Zu Beginn der Veranstaltung stellte Herr Berchtold das Traditionsunternehmen „Fiessler Elektronik“ vor. Das Familienunternehmen kann auf eine über 60-jährige Erfahrung im Bereich der optoelektronischen Geräte zurückblicken und hat sich zu einem weltweiten Technologieführer im Bereich der Sicherheitslichtschranken entwickelt. Nach einem Exkurs in die Maschinenrichtline 2006/42/EG erläuterte Herr Weida sehr lebensnah, was bei deren Umsetzung im beruflichen Alltag zu beachten ist. Das Hauptaugenmerk wurde aber nach der Vormittagspause auf die neue modulare Sicherheitssteuerung FMSC gelegt. Weil sich nach einer Livedemonstration der dazugehörigen Programmiersoftware kein Schüler traute, selbst Hand an Maus und Tastatur zu legen, musste ein Lehrer ran. So zeigte Herr Prölß, der die Veranstaltung mitinitiierte, noch einmal, wie intuitiv und einfach die Programmiersoftware „FMSC Studio“ mit Drag and Drop zu bedienen ist. Abschließend erläuterte Herr Berchtold anhand von interessanten Referenzbildern, was beim Einsatz von Sicherheitstechnik noch zu beachten ist.

Fazit am Ende der Veranstaltung: Die für alle Seiten gewinnbringende Zusammenarbeit muss auf jeden Fall weitergeführt werden.

Hermann Prölß

 

"Heute bin ich mal der Lehrer!"

Auch in diesem Jahr erhielten drei besonders motivierte Techniker der Klasse FSMT2 der Staatlichen Technikerschule wieder die Gelegenheit, das Klassenzimmer von „der anderen Seite“ kennenzulernen und für zwei Stunden selbst die Rolle des Lehrers bzw. Ausbilders zu übernehmen.

Valentin Hüttl, Simon List und Thomas Munker erklärten sich bereit, einen Lernzirkel zum Thema „Automatische Optische Inspektion in der Elektronikfertigung“ mit drei Stationen in einer Klasse der Berufsschule zu betreuen.

Die 16 Schüler der Klasse ESY12b an der Berufsschule - sie lernen den Ausbildungsberuf des Elektronikers für Geräte und Systeme - durften an den aufgebauten Stationen netzwerkfähige Kameras einrichten, auf dem iPad mit der LensSensorApp (Stemmer Imaging) grundlegende optische Berechnungen durchführen und mit dem Softwaretool Vision Builder (National Instruments) arbeiten. Der Vision Builder wurde in unseren Fall zur Ermittlung der Augenzahl von Würfeln (Objekterkennung) und zum Auslesen von QR-Codes auf Platinen eingesetzt.

Bildverarbeitungssysteme sind die Augen in Industrie-4.0-Anlagen und sind aus vielen Produktionslinien der Elektronikfertigung nicht mehr wegzudenken. Unsere Berufsschüler erhielten durch den Lernzirkel einen kleinen Einblick in ein Teilgebiet von Industrie-4.0, mit dem sich die Technikerschüler der Klasse FSMT2 im Rahmen ihrer Ausbildung ein Schuljahr lang intensiv auseinandersetzen dürfen.

An dieser Stelle wieder ein herzliches Dankeschön an unsere drei Absolventen der Fachschule, welche diese Aufgabe souverän gemeistert haben!

Florian Koller

 

Ersthelferausbildung - Update

Die Ersthelferausbildung muss alle zwei Jahre mit einem Fortbildungskurs aufgefrischt werden. So schreibt es der für Schulen zuständige Kommunale Unfallversicherungsverband vor. Nachdem die Elektroabteilung im Jahr 2016 im Januar einen Ersthelferkurs absolviert hatte, war es dieses Jahr wieder an der Zeit, ein „Update“ durchzuführen.

Doch dieses Mal hat man den Kurs für alle interessierten Lehrer des BSZAM angeboten. Der pädagogische Halbtag war dieses Jahr der Lehrergesundheit gewidmet. Da bot es sich an, den Termin des Erste-Hilfe-Kurses auf diesen Tag zu legen.

Mit der Firma Rescue-Train aus Nabburg hat man einen kompetenten Partner für die Fortbildung gefunden. Der Chef persönlich, Herr Marco Frischholz, war wegen der gebuchten 20 Teilnehmer zusammen mit seiner Frau angereist. So war gewährleistet, dass alle Teilnehmer unter Anleitung die stabile Seitenlage, die Herzdruckmassage usw. durchführen konnten.

Alle Teilnehmer bekamen zudem noch eine Einweisung in den Defibrillator, der in der Aula zur Verfügung steht. Wir bedanken uns recht herzlich bei der Firma Rescue-Train für den kurzweiligen und professionellen Kurs.

Johannes Bodensteiner, Sicherheitsbeauftragter in den Werkstätten

 

Auf dem Weg zur Schule 4.0

In Amberg hat sich die Firma Siemens auf diesem Gebiet bereits einen Namen gemacht. Nun wird auch das Berufliche Schulzentrum zu einer "Modellschule Wirtschaft 4.0", um den mehr als 3000 Schülern vernetzte Produktionsstätten anbieten zu können. 

Der Begriff "Industrie 4.0" steht für die sogenannte vierte industrielle Revolution, die eine intelligente und flexible, an den Wünschen und Bedürfnissen der Kunden ausgerichtete Produktion zum Inhalt hat. Die Grundlage dafür bilden digitale Systeme, die untereinander, aber auch mit Menschen vernetzt sind und kommunizieren können.

Schritt in die Zukunft

Das Berufliche Schulzentrum erhält auf dem Weg zur Modellschule Unterstützung durch das Förderprogramm "Industrie 4.0" des Bayerischen Kultusministeriums, um das sich die Einrichtung mit einem ausgefeilten Konzept beworben und den Zuschlag erhalten hat. Der Leiter des Beruflichen Schulzentrums, Martin Wurdack, sowie das verantwortliche Organisationsteam um Rainer Graf (Mechatronik) und Michael Kaulbach (Metalltechnik) freute sich gemeinsam mit OB Michael Cerny über diese Nachricht, die für Cerny laut Pressemeldung einen wichtigen Schritt in ihrer technologischen Weiterentwicklung bedeutet.

Nur noch Cham hat in der Oberpfalz den Zuschlag für die Teilnahme an dem Projekt erhalten. Dieses wird vom Bayerischen Kultusministerium mit 50 Prozent der Gesamtsumme von 225 000 Euro gefördert. Der Zweckverband der Berufsschulen Amberg-Sulzbach trägt die andere Hälfte der Kosten für diese Maßnahme, mit der das Schulzentrum eine eigene "Smart Factory" aufbauen will. Dazu arbeitet die Schule unter anderem mit der städtischen Wirtschaftsschule, der Berufsober- und der Technikerschule sowie mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule intensiv zusammen - und bei Letzterer nicht nur mit den Amberger Studienzweigen Elektrotechnik und Maschinenbau.

"The Ear" als Baustein

"Es ist ebenso geplant, in Zusammenarbeit mit der betriebswirtschaftlichen Fakultät ein Marketingkonzept erstellen zu lassen", berichtet Michael Kaulbach, der die Bewerbung für die Fördermaßnahme vorbereitet hat und das Projekt auch in Zukunft begleitet. Doch bevor es soweit ist, gilt es zunächst einmal eine eigene Fertigungsstraße inklusive eines automatischen Transportrobotersystems zu errichten.

Ein wichtiger Baustein ist das bereits in der Vergangenheit entwickelte Electro-Acoustic-Radiometer-System "The Ear", mit dessen Hilfe die Lautstärke in einem Raum gemessen werden kann und das bereits in mehreren Amberger Kindergärten und Grundschulen eingesetzt wird. Ziel ist es, dieses gezielt den Kundenwünschen anzupassen und weiter zu vertreiben sowie weitere Produkte zu entwickeln. "Das kann freilich nur gemeinsam mit starken Partnern gelingen, wobei wir unter anderem auf Siemens, SAP und Festo zählen können", betont Michael Kaulbach.

Amberger Zeitung vom 14.12.2017
 

"Technik von heute"

 

Am 21.11.2017 standen die Steuerungs- und Informationstechnologie für Logistikunternehmen von der Firma SITLog GmbH und der F.EE-Unternehmensgruppe auf dem Stundenplan der Studierenden der Staatl. Technikerschule und der Berufsschüler aus der Elektroabteilung des BSZAM.

Die beiden Unternehmen sind im Bereich Intralogistik tätig. Darunter versteht man die logistischen Material- und Warenflüsse die sich innerhalb eines Betriebsgeländes abspielen. Die Technikerschule organisiert jedes Schuljahr eine Vortragsreihe unter dem Motto "Technik von heute".

Herr Christian Hausner erläuterte die Entwicklung und Projektion für Logistikanlagen am Beispiel von Projekten der SITLog GmbH. Konkrete Beispiele waren die Erstellung eines vollständigen Logistikzentrums für die Firma Südwolle GmbH und Co. KG und Julius Blum GmbH. Wie uns Herr Hausner darstellte, ist ein wesentlicher Gesichtspunkt der Planung und Projektierung das Testen der Software. Dies geschieht anhand einer virtuellen Umgebung. Dazu verwendet SITLog auch eine Software der Firma F.EE.

Im zweiten Vortrag stellte Herr Udo Stark die F.EE-Unternehmensgruppe vor. Dabei ging er besonders auf die geschichtliche Entwicklung und die Erfolge des Unternehmens ein. F.EE gehört zu den „Hidden Champions“ für Industrieautomation in Bayern. Ein besonderes Highlight ist die Software fe.screen-sim. Mit ihr lässt sich ein vollständiges
Logistiksystem simulieren. Herr Peter Meier führte diese Software vor. Sie verfügt über einen 3D-Viewer. Dieser ermöglicht eine völlig neue Darstellungsform zur Anlagensimulation. Die Programmierer können in einem virtuellen Raum die gesamt Anlage betrachten. Es ist sogar möglich über virtuelle Buttons Interaktionen mit der Anlage vorzunehmen.

Das Interesse der Schülerinnen und Schüler war sehr groß, bei der anschließenden Diskussionsrunde wurden viele Fragen gestellt. Die Schüler konnten sich ein sehr gutes Bild über die Unternehmen machen. Sicherlich wird der eine oder andere eines der beiden Unternehmen als künftigen Arbeitgeber sehen.

Walter Häusler

 

Srdečně vítejte v Amberg!

Am 22.06.2017 besuchten 34 Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule für Maschinenbau - die Strední prumyslová skola strojnická aus Pilsen - mit ihren Lehrkräften Petr Hlávka, Pavel Steininger, Ivana Kurzová und Ivana Harmadyová die Berufsschule Amberg.

Rainer Graf, der Fachbetreuer der Elektroabteilung, erwartete mit seiner Kollegin Mercedes Materak die Gäste. Im Labor für Mechatronik und Robotik begrüßte dann der Schulleiter, OStD Martin Wurdack die Besucher.

Im Anschluss daran stellte Herr Graf allen Anwesenden das deutsche Schulsystem vor. Hierauf führten die Gastgeber die Besucher - aufgeteilt in zwei Gruppen - durch ihre Schule und zeigten u.a. die Labore und Werkstätten.

Im Labor für Mechatronik und Robotik konnten das Mechatronische System, eine Sortieranlage, die Schachzelle und die Roboterzelle bewundert werden. Im Nachbarraum demonstrierten dann die Technikerschüler der Klasse FSMT1 den Gästen den von Hermann Pröls konzipierten Lernzirkel „Sicherheitstechnik“.

Robert Kölbl aus der Metallabteilung erklärte sich spontan zu einer Führung durch die Schweißwerkstatt bereit und begeisterte alle mit einem kurzen aber fundierten Vortrag über die Geschichte der Metallverarbeitung.

Im CISCO-Labor stellten die Schüler der Klassen ESY11a und ESY11b ihre Arduino-Projekte vor, die Maximilian Friedl in Kooperation mit der Firma Siemens betreut. Florian Koller zeigte den Gästen im Labor für Mikrocontroller anhand von Versuchen und Unterrichtsprojekten die Schwerpunkte der Ausbildung der Elektroniker für Geräte und Systeme auf.

Trotz des sehr sommerlichen Wetters waren die Schüler und Lehrkräfte der Skola strojnická vom Tagesprogramm begeistert und konnten sich bei einem gemeinsamen Mittagessen in unserer Kantine für den anschließenden Stadtbummel stärken.

Herr Graf und Herr Koller begleiteten die vier tschechischen Kollegen beim Rundgang durch die Amberger Altstadt und verabschiedeten am Nachmittag ihre Gäste wieder Richtung Heimat.

Florian Koller

 

SchilF zum Thema "Englisch im gewerblichen Unterricht"

Die Fachschaften Metall- und Elektrotechnik veranstalteten Anfang Juli eine schulinterne Lehrerfortbildung (SCHILF) über das Erasmus+-Projekt „Englisch im gewerblichen Unterricht“.

In unserer globalisierten Welt werden auch die Auszubildenden immer mehr mit englischen Fachbegriffen konfrontiert, sei es in Bedienungsanleitungen oder im persönlichen Umgang mit ausländischen Mitarbeitern und Partnerfirmen. Dabei ist die englische Sprache Grundlage jeglicher Kommunikation.

Dies veranlasste die gewerblichen Abteilungen am BSZAM an einem Erasmus+-Projekt in Dublin teilzunehmen. Im Rahmen dieses Projektes konnten 12 Lehrkräfte in 7 Tagen an einer englischen Schule, bei Firmenbesichtigungen und in ihren Gastfamilien ihre Englisch-Kompetenzen erweitern.

Am Alpha-College Dublin wurden in ganztägigen Sprachkursen Themen des "mechanical engineering" unterrichtet, z. B. cardinal numbers, fractions and decimals, percentages and arithmetic, properties and material testing, specifications, passive for processes.

Auch das irische Bildungssystem und die irische Geschichte wurden vorgestellt.

Einen Einblick in modernes Unternehmertum wurde uns vor Ort bei den Global Players SAP und GOOGLE gegeben.

Dabei wurde uns u.a. aufgezeigt, wie viel Wert in diesen Unternehmen auf freies kreatives Arbeiten gelegt wird und wie damit hohe Motivation und Effektivität erreicht werden können.

Die am Projekt beteiligten Lehrkräfte berichteten in der SchilF über die während ihres Dublin-Aufenthaltes gesammelten Erfahrungen und gaben die gelernten Fähigkeiten an das Kollegium weiter. In den Metallklassen werden künftig einige Fachstunden, die sich anbieten, in Englisch gehalten. Die Azubis sollen Wortschatz, Sprachfunktion und Grammatikbereiche u.a. durch englische Originalunterlagen üben. Die jeweiligen Themen und Methoden werden in die didaktischen Jahrespläne eingefügt.

Mit dem zugewonnenen Erfahrungsschatz können die Auszubildenden zukünftig besser auf ihre KMK-Zertifikatsprüfungen vorbereitet und sprachliche Barrieren abgebaut werden. Unterstrichen wird das im jeweiligen Abschlusszeugnis, das nach dem europäischen Qualitätsrahmen (EQR) zertifiziert ist.

Bernhard Mikuta und Michael Kaulbach

 

Techniker unterrichten Berufsschüler

Auch in diesem Jahr erhielten wieder drei besonders motivierte Techniker der Klasse FSMT2 der Staatl. Technikerschule die Gelegenheit, das Klassenzimmer von „der anderen Seite“ kennenzulernen und für zwei Stunden selbst in die Rolle des Lehrers bzw. Ausbilders zu schlüpfen.

Tobias Lukas, Sebastian Kindzorra sowie Matthias Urban erklärten sich bereit, einen Lernzirkel zum Thema „Bildverarbeitung in der Elektronikfertigung“ mit drei Stationen in drei Klassenzimmern zu betreuen.

Die 19 Schüler der Klasse ESY12 - Ausbildungsberuf Elektroniker für Geräte und Systeme - durften an den aufgebauten Stationen

  • Industriekameras einrichten und in Betrieb nehmen,
  • hatten die Möglichkeit, auf dem iPad mit einer App von Stemmer Imaging grundlegende optische Berechnungen durchzuführen und
  • konnten eine einfache Bildverarbeitungssoftware von National Instruments zum Auslesen von Data-Matrix sowie Quick-Response Codes konfigurieren.

Bildverarbeitung ist das „Auge“ vieler Produktionslinien und die Berufsschüler erhielten durch den Lernzirkel einen kleinen Einblick in das Fachgebiet, mit dem sich die Technikerschüler der FSMT2 im Rahmen ihrer Ausbildung ein Schuljahr lang intensiv auseinandersetzen dürfen.

An dieser Stelle ein Dankeschön an unsere drei Absolventen der Staatl. Technikerschule, welche diese Aufgabe souverän und mit Engagement gemeistert haben!

Florian Koller

„Wenn ich einmal groß bin, dann werde ich Elektriker!“

Im Rahmen des Heimat- und Sachkundeunterrichts haben sich die Kinder des dritten Schuljahres der Grundschule Freudenberg intensiv mit dem Thema „Strom“ beschäftigt.
Zum Abschluss der Unterrichtsreihe durften sie am Dienstag, dem 07.02.2017, mit ihrer Lehrerin, Frau Gottfried, die Elektroabteilung des Beruflichen Schulzentrums Amberg besuchen.

Herr OStD Martin Wurdack begrüßte die kleinen Schülerinnen und Schüler in der Aula ganz herzlich und übergab sie an die beiden Kollegen der Elektroabteilung, Herrn Johannes Bodensteiner und Herrn Florian Koller. Die beiden Lehrkräfte hatten einen spannenden und handlungsorientierten Vormittag für die Klasse 3a vorbereitet, der es den jungen Schülerinnen und Schülern sehr anschaulich ermöglichte, einmal „Elektro-Luft“ zu schnuppern.

In kleinen Gruppen lernten sie, dass auch Äpfel Power haben können und bauten daraus eine Apfelbatterie. Ein Korkmotor und die Wirkungsweise von Solarzellen standen auch auf dem Stundenplan. Sie durften außerdem ausprobieren, welche Unterschiede Gleichstrom und Wechselstrom bewirken und welche Kräfte in Elektromagneten stecken. Aber auch die Gefahren von Strom wurden nicht vergessen. Mit der Besichtigung einiger automatisierter Anlagen wurde der Besuch abgerundet.

An diesem Schultag wurden die Kinder der Klasse 3a zu richtig kleinen Stromdetektiven, die mit Strom experimentierten und für die durch eine Influenzmaschine der Strom sogar sichtbar wurde. Für den ein oder anderen stand am Ende fest: „Wenn ich einmal groß bin, werde ich Elektriker!“

Vielen Dank an die beiden Organisatoren, für den tollen, lehr- und erlebnisreichen Vormittag! Wir kommen gerne wieder!

Klasse 3a, Grundschule Freudenberg

Asiatische Gäste sind fasziniert

Für das BSZAM ist es eine große Ehre, Delegationen aus fernen Ländern begrüßen zu dürfen. Besonders interessant gestalten sich Besuche aus asiatischen Ländern. So reiste auch in diesem Schuljahr wieder eine 15-köpfige Abordnung des Depart­ment of Information Technology aus dem Shijiazhuang Vocational Technology Institute aus China an.

Der Schulleiter des BSZAM, Martin Wurdack, stellte den Zuhörern zunächst das Baye­rische Schulsystem, natürlich mit dem Hauptaugenmerk auf die berufliche Bildung, vor. Wie gewohnt folgte eine sehr intensive Fragerunde, wobei immer wieder über die Besonderheit des dualen Ausbildungssystems gestaunt wurde.

Im Anschluss daran führte der Abteilungsleiter des Elektrobereichs an der Berufs­schule, Herr Rainer Graf, die Gäste durch die Laborräume der Elektoabteilung. Mit dem Schwerpunkt Industrieautomation und Industrie 4.0 wurden Lehrmittel wie auch Schülerprojekte besprochen. Die Besucher waren von den Innovationen und Lernmöglichkeiten, die die Schüler in der ET-Abteilung zur Verfügung gestellt bekommen, begeistert.

Um die Besonderheit des Besuchs zu unterstreichen, bekamen die Gastgeber je eine gläserne, von innen bemalte Schnupftabakflasche geschenkt. Ein Zeichen besonderer Anerkennung.

Rainer Graf

 

Naturwissenschaft und Glaube – (k)ein Widerspruch?!

Kooperation mit OTH mal anders

Aufgrund einer persönlichen Einladung von Herrn Prof. Peter Wiebe hielt OStR Hermann Prölß vor den Medizin­tech­nik­stu­denten der OTH in Wei­den einen interdisziplinären Vortrag zum Thema „Naturwissenschaft und Glaube“.

Prof. Peter Wiebe und OStR Herrmann Prölß

Nach einer Bildbetrachtung eines Deckenfreskos zum Einstieg, welches vom Referenten bildtechnisch bearbeitet war, startete eine Zeitreise von der Antike bis in unsere Zeit. Dabei wurden Aussagen von berühmten griechischen Philosophen wie Plato: „Die Welt musste einen Ursprung haben. Dieser Ursprung ist der ewige Schöpfer.“ oder Aristoteles: „Gott, der für jedes sterbliche Wesen unsichtbar ist, wird sichtbar in seinen Werken.“ zitiert.

Vertreter des späten Mittelalters waren u. a. Johannes Kepler, Isaac Newton oder Blaise Pascal. Auch der Schlusssatz aus Charles Dar­wins Werk „The origin of species“ wurde angeführt. Ebenso wenig durften Zitate von Vertretern der modernen Physik wie Albert Ein­stein oder Werner Heisenberg fehlen. Hier hob der Referent die Aussage: „Der erste Schluck aus dem Becher der Wissenschaft macht atheistisch. Aber auf dem Grunde des Bechers begegnet uns Gott“ als seinen Lieblingssatz hervor. Weiterhin kam der Nobelpreisträger und Evolutionstheoretiker Manfred Eigen zu Wort: „So wenig die Naturwissenschaften einen Gottesbeweis hergeben, so wenig postulieren sie etwa, dass der Mensch eines Gottes­glaubens nicht bedarf.“ Durch die Zeitreise in der Gegenwart ange­kom­men, folgten Apologeten wie der Informatikprofessor Werner Gitt und der Mathematikprofessor aus Oxford John Lennox.

Auch im eigenen Leben des Vortragenden zeige sich, dass Naturwissen­schaft und Glaube kein Widerspruch sein muss. Dies könne man schon an seinen erfolgreichen Staatsexamen und Lehrbefähigungen in Elektro­tech­nik, Physik, Mathematik und evangelischer Theologie erkennen.

Da Prof. Wiebe zum Semesterende und kurz vor den Abschlussklausuren seinen Studenten auch noch ein kleines Geschenk mitgeben wollte, über­reich­ten er und der Referent jedem Interessierten eine Gideonbibel.

Hermann Prölß

 

Ersthelferausbildung der Elektroabteilung

Die Neuregelung der Ersten Hilfe nahm die gesamte Elektroabteilung des BSZAM zum Anlass, die Ersthelferausbildung aufzufrischen bzw. zu ab­sol­vieren. Mit der Durchführung der Maßnahme wurde Christian Neumaier vom Bayerischen Roten Kreuz, Kreisverband Amberg-Sulzbach beauf­tragt.

Im Praxisteil wurden die Erstversorgung einfacher Verletzungen, die stabile Seiten­lage, das richtige Reagieren auf Schockzustände sowie die Herz-Lun­gen-Wiederbe­le­bung geübt. Der richtige Einsatz eines Defibrillators ist gerade bei Stromunfällen unerlässlich. Deshalb war dies auch ein Schwer­punkt in Herrn Neumaiers Ausfüh­rungen. Der vom Förderverein des BSZAM gesponserte Defibrillator wurde genauso in die Ausbildung mit ein­gezogen, wie die neu angeschafften Erste-Hilfe-Koffer, die in den Werk­stätten zur Verfügung stehen.

In den zwei Nachmittagen bekamen alle Absol­venten das gute Gefühl, endlich wieder ange­mes­sen Erste Hilfe leisten zu können. Mit einem kleinen Präsent bedankte sich die Elektroab­tei­lung für die Ausführungen bei Herrn Neumaier.

Die neue Konzeption der Ersten Hilfe ist seit 01.04.2015 in Kraft. Seit dieser Neure­gelung wird für alle Lehrer an weiterführenden Schulen vom Kommunalen Unfallversi­che­rungsverband die Ausbildung zum Ersthelfer übernommen.

Die Stundenzahl zum Erwerb des betrieblichen Ersthelfers wurde von 16 auf 9 Un­ter­richtseinhei­ten reduziert. Dafür muss alle zwei Jahre eine Fortbildung zur Auf­frischung erfolgen, die von vier Unter­richtseinheiten auf acht Un­ter­richts­einhei­ten aufgestockt wurde.

Johannes Bodensteiner,
Sicherheitsbeauftragter für die Werkstätten

 

Chinesische Bildungselite besucht Elektroabteilung

Amberg/Peking: Eine große Ehre wurde dem Beruflichen Schulzentrum Amberg auch in diesem Jahr wieder zu teil. Neben mehreren Universi­täts­leitern namhafer chinesischer Universitäten, wie der Hefei University of Technology, der Huangshan University und der  Beijing University of Technology, wurde die Elektroabteilung des BSZAM von Vertretern meh­rere Provinzregierungen besucht.

Im ersten Teil der Veranstaltung stellte der Schulleiter, OStD Martin Wur­dack das bayerische Bildungssystem vor. Im Gegensatz zu gewohnten Re­sonanzen während des Vortrags, beteiligten sich die Zuhörer sofort und direkt am Inhalt.

Schulleiter Wurdack stellte sein Fachwissen über dieses Thema zur Verfü­gung und half zur Klärung der Zusammenhänge. Hohes Interesse zeigten die Besucher für die Umsetzung des Lehrplans in Lernsituationen und Pro­jektarbeiten im praktischen Unterricht. Der Abteilungsleiter der Elektro­technikabteilung, OStR Rainer Graf führte die Gäste durch die neu reno­vier­ten Laborräume und stellte mit Unterstützung seiner Kollegen exem­pla­rische Versuchsaufbauten vor. Auch hier wurden die präsentierten Lernin­halte eifrig von den Teilnehmern diskutiert und hinterfragt.

Die chinesische Delegation war begeistert von der Struktur und der Um­setzung des Lehrauftrags im BSZAM. Sie betonten, dass die Inhalte ihres Besuchs wesentlich zum Verständnis des bayerischen Bildungssys­tems, insbesondere dem Beruflichen Schulwesen geführt hat.

Organisiert wurde dieser Besuch vom SCE-Projetkleiter der Siemens AG Roland Scheurer. Der gebürtige Amberger organisiert weltweit Schu­lungs­projekte in Cooperation mit der Siemens AG. Desshalb stand am Nach­mittag auch der Besuch des dualen Partners der Berufsschule, das Am­berger Werk der Siemens AG, auf dem Programm.