Zu Besuch an der OTH Amberg: Medientechnik und Medienproduktion

Die Klasse FT11c besuchte vor kurzem im Rahmen der Fachpraktischen Ausbildung die OTH Amberg um u.a. die einzelnen Bereiche des Studiengangs Medienproduktion und Medientechnik genauer kennenzulernen.

Herr Stiegler stellte uns zunächst - bevor er uns in die Labore führte - in einer anschaulichen Präsentation die verschiedenen Studiengänge an der OTH vor.

Die erste Station unserer Besichtigung war das Schalllabor. Der zuständige Professor erklärte uns die Funktionsweise eines Freifeldraumes. Ein Freifeldraum ist ein schallisolierter Raum, aber ohne schallgedämpften Boden. Hierdurch kann ein freies Feld ohne ungewollte Nebengeräusche simuliert werden, einzig die Vibrationen des Bodens ergeben Geräusche, welche für das menschliche Gehör jedoch nicht wahrnehmbar sind. Ein weiteres Highlight des Schalllabors war das Sonic Array, die akustische Kamera. Mithilfe mehrerer Mikrofone und einer hochauflösenden Kamera kann Schall, ähnlich wie bei einer Wärmebildkamera, visualisiert werden. Da wir bereits einige Wochen zuvor das Kunststofflabor besucht hatten, ließen wir diese Station aus.

Nach dem Akustiklabor kamen wir zur Medientechnik und wurden im Studio von „123Campus“, einer Studentensendung, welche des Öfteren auf OTV ausgestrahlt wird, aktiv. So durften wir einen Probedreh machen, um Fernsehtechnik in Aktion zu sehen. Wir waren u.a. an der Kamera und durften Moderatoren sein. Danach schauten wir einigen Studenten beim Schnitt über die Schulter.

Last but not least besichtigten wir noch das Tonstudio; ähnlich wie beim Freifeldraum ist auch das Tonstudio schallisoliert. Zuletzt kamen wir in die Werkstatt des „Running Snail Racing Teams“, einem Team - bestehend aus Studenten - welches in Eigenregie ein E-Rennauto baut um dort seine erlernten Fähigkeiten praktisch anzuwenden. Leider war die Führung dann auch schon wieder vorbei. Herzlichen Dank an die OTH!

Sven Kleinert, Leonard Berka und Marko Gale, FT11c

 

Zeitungsdruck und Porzellanherstellung im Zeitalter von Industrie 4.0

Im Rahmen der fachpraktischen Anleitung hatten wir, die Schülerinnen und Schüler der Klassen FW11a und c, die Möglichkeit, einen Ausflug nach Weiden zu machen und zwei regional bedeutende Unternehmen näher kennenzulernen.

Je nach Interesse besuchte eine Gruppe den Porzellanhersteller BHS tabeltop (früher Bauscher Weiden) und die andere Gruppe das Druckzentrum von Oberpfalz Medien.

Im Druckzentrum Weiden informierte uns Frau Lang ausführlich und vor allem sehr anschaulich über die Entstehung einer Zeitung: beginnend bei der Beschaffung des Papiers, der Farbe, den Druckplatten über die eigentliche Herstellung der Zeitung - den Druck - bis hin zum Versand.

Das Beeindruckendste an der ganzen Führung durch das Druckzentrum war die riesige Druckmaschine. Sie verschlang 25 Prozent von den insgesamt 24 Millionen Euro Investitionskosten für das ganze Druckzentrum. Dieser Koloss erstreckt sich über zwei Stockwerke und braucht allein für die Ausgabe der Sulzbach-Rosenberger Zeitung, die Auflage liegt bei 7.000 Stück, nur (!) 15 Minuten.

Die Leistungsfähigkeit und Hochgeschwindigkeit der Maschine konnten wir selbst miterleben. An Papier wird für die Fertigung einer Tagesausgabe in etwa die Strecke von Weiden nach Nürnberg hin und zurück benötigt. Entsprechend groß sind auch die Papierrollen, die wir im Lager bestaunen durften.

Die andere Gruppe, die die Porzellanfabrik BHS Tabeltop besichtigte, wurde von Herrn Dietz, dem ehemaligen Betriebsleiter, fachmännisch und mit großer Leidenschaft durch das das Produktionswerk in Weiden geführt. Dieses ist nicht nur die Wiege des Gastronomieporzellans, sondern eine der größten Porzellananfertigungen Europas. "Ca. 400 Mitarbeiter arbeiten in der modernsten und hochautomatisiertesten Produktionsstätte für Porzellan weltweit, angefangen bei den ersten Formgebungs-Schritten bis hin zur vollautomatischen Sortieranlage. Bis zu 120.000 Teller und Tassen verlassen täglich das Werk in Richtung Zentrallager in Selb." (Quelle: ww.bhs-tabletop.de/index.php/standort-weiden.html)

Lukas Pürner, FW11c

 

Wer bin ich und wer will ich sein?

Ein Stuhlkreis, ein Flipchart und 14 neugierige Menschen bzw. Schüler/Lehrkräfte, immer nur einer spricht. Die Atmosphäre: Erwartungsvoll, fokussiert und ruhig. Mit Bedacht werden Fragen aus verschiedensten Blickwinkeln und mit allen möglichen Facetten versucht zu beantworten. Neue Fragen tun sich auf.

Wer bin ich und wer will ich sein?
Nach einer kurzen theoretischen Einführung der beiden Referentinnen, Dr. Theres Lehn und Rike Zeus, von der "Akademie Kinder philosophieren" in die Zielsetzung des gemeinsamen Philosophierens und kurzer Vorstellung möglicher Einstiegsvarianten geht es ans Tun. Die Frage liegt in der Mitte aus. Wer den Ball hat, spricht. Wer etwas beitragen möchte, rührt sich. Alle anderen lauschen. Das Setting ist einfach. Die Umsetzung wohltuend in einer Welt, die voll ist von unsachlichen Diskussionen und Bewertungen.

Selbst bevor man sich hier zu Wort meldet, prüft man, ob die anderen das wohl hören wollen, oder ob man es wohl passend formulieren können wird. Diese Bedenken treten bald in den Hintergrund, denn die zurückhaltende Moderation der nachdenkenden Runde ist so vorbildgebend, dass den Teilnehmern schnell klar wird, dass es hier kein „gut und schlecht“, kein „richtig und kein falsch“ gibt. Dass es hier mal nicht darum geht, der Beste zu sein. Das Gespräch speist sich aus den Beiträgen der Anwesenden, scheinbar ohne dass die Kursleiterin viel machen muss. Ihre Haltung ist es, die den Raum eröffnet und trägt. Ihre sorgsame Wortwahl ermöglicht es, seine eigenen Worte fließen zu lassen, den Gedankenstrom zu ordnen und sich gegenseitig aufmerksam zuzuhören. Es hat fast etwas Magisches.

Und?
Es wird deutlich, dass eine solche wertfreie Begegnung entlastet und die Teilnehmer stärkt. Dass es als Lehrer nicht nur darum geht, explizite Unterrichtseinheiten zu gestalten, sondern auch, die Schüler mit kleinen Impulsen einzuladen, eine Haltung einzunehmen, sich zu positionieren in einer schnellen, vielgesichtigen, lauten Welt. Dass wir unseren Schülern eben durch diese Mikroanstöße selbst zum Denken, Zuhören und Fragen anregen können, wenn wir es lernen, dazu einzuladen und es so gelingt, die Lebenskompetenz unserer Schüler im Gespräch hervorzulocken.

Schön, sich vorzustellen, dass auch im eng getakteten Lehreralltag ein Tür-und-Angel-Gespräch unter Kollegen oder auch Fachsitzungen und Konferenzen hierdurch neue Dimensionen und eine gelenkigere, freiere Gesprächskultur ermöglichen.

 
Auszüge des Gesprächsprotokolls vom Flipchart:
 
„Offene Fragen stellen heißt, gemeinsam nach Antworten suchen. Der Lehrer ist nicht der Wissende allein.“

 „Manchmal entstehen in wenigen Minuten echte Begegnungen.“

 „Der Lehrer gibt beim Philosophieren mehr von sich als im normalen Unterricht“

 „Säen, Geduld haben, wann geht der Samen wohl auf?“

 „Schüler fühlen sich wertgeschätzt, wenn sie ihre Gedanken aussprechen dürfen, ohne dass sie bewertet werden."
 
Feedbackstimmen von Teilnehmern:
 
„Mir ist ganz bewusst das Gefühl in Erinnerung geblieben, wie gut es getan hat, einfach in Ruhe zu sitzen, zu hören, und seine Gedanken laufen zu lassen und bei Bedarf auch in Worte zu fassen.“

„Ich möchte das Thema auf jeden Fall weiter verfolgen und möchte unbedingt die Weiterbildung machen.“

„Ich hab mit den Schülern gleich diese Woche philosophiert, zum Thema Freiheit und Sicherheit. Das hat sich spontan ergeben, und ich hab mich einfach getraut ;-) Ich war sehr erstaunt über den Tiefgang, der bei einigen Bemerkungen der Schülern deutlich wurde.“

„Was mir während der SchiLF deutlich wurde, und auch durch die Anwendung im Unterricht, ist, dass die Möglichkeit und das Bedürfnis über bestimmte Themen zu philosophieren zeigt, wie gut wir es hier in Mitteleuropa bzw. in Deutschland haben und dass unsere elementaren Bedürfnisse wohl befriedigt sind. Wenn ich dann auf die tagtäglichen Katastrophenmeldungen schaue, auf die Krisengebiete und -situationen auf dieser Welt, werde ich wieder demütig.“

„Mehr davon, das brauchen wir.“

„Es ist erstaunlich, wie schnell man so eine offene Haltung im geschützten Rahmen einnehmen kann. Das ins Leben mitnehmen, ja.“

Kerstin Klug

 

JUS-IT – Internet statt alte Akten

Modernisierung, Industrie 4.0 oder auch Breitbandausbau. Diese Begriffe sind unmittelbar miteinander verbunden. Die Industrie versucht effizienter und erfolgreicher zu werden. Aber hier endet die Modernisierung nicht, sondern auch bei den Behörden wird auf modernere Technik gesetzt.

Das IT-Servicezentrum der bayerischen Justiz ist ein Beispiel für diese Wandlung. Aber welche Rolle spielt dieses Zentrum? Durch die Behördenverlagerung wurde das Hauptzentrum der IT der bayerischen Justiz(Jus-IT) mit insgesamt 44 Mitarbeitern nach Amberg verlegt. Bis Ende 2025 ist das Ziel, alleine in Amberg 64 Arbeitsplätze in der IT-Abteilung zu besetzen.

Diese Zentrum hat drei große Hauptgebiete: Entwicklung, Wartung und Support. Die Entwicklung konzentriert sich auf die in der Justiz benötigten Programme wie forumSTAR und web.sta. Aber auch die Webentwicklung ist ein wichtiger Faktor. Webseiten werden mittels html, php, java und css erstellt, Programme werden in C# geschrieben.

Die Wartung konzentriert sich auf die Instandhaltung, das Schließen von Sicherheitslücken sowie auf Anpassungen am System aufgrund neuer Gesetze und Verordnungen, wie beispielsweise für die EU-DSGVO. Dort werden auch die Formulare für die Programme angepasst und wenn nötig, erweitert oder erneuert.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Support. Der Support kümmert sich um die Probleme der Justiz-Angestellten im Bereich IT. Er ist in mehrere Ebenen aufgeteilt. So gibt es einen first-level-Support, welcher grundlegende Probleme lösen kann. Sollte diese Abteilung nicht ausreichende Kenntnisse besitzen, kann der Sachverhalt per Ticketsystem zum second- und thirdlevel-Support weitergegeben werden. Zudem können sie sich auf den betroffenen Computer “hochschalten“ und dessen Steuerung übernehmen.

Neben diesen Aufgaben wurden wir auch über die Karrierechancen bei der Bayerischen Justiz auf dem Fachgebiet Informatik informiert. So wurde uns der Ausbildungsberuf „Fachinformatiker“ vorgestellt. Des Weiteren erhielten wir Informationen zum dualen Studiengang für „Diplom-Verwaltungsinformatiker“.

Jürgen Wittmann und Phillip Pietsch, FW11d

 

Siemens Healthineers - Gesundheit, Ingenieur und Revolutionär

Siemens Healthineers ist ein Unternehmen, das seit kurzem an der Börse notiert ist und das wir, die Klassen FW11a und c, im Rahmen der Fachpraktischen Ausbildung am Standort in Kemnath besuchen durften.

Bis vor nicht allzu langer Zeit lautete der Name noch Siemens Healthcare. Seitdem dieser Unternehmensteil jedoch aus Siemens ausgegliedert wurde und auf dem Aktienmarkt ist, hat er den Namen Healthineers. Die Namensgebung ist nicht dem Zufall überlassen. Das Wort Healthineers ist sehr durchdacht und setzt sich aus folgenden drei Bestandteilen zusammen: health (Gesundheit), engineer (Ingenieur) und pioneer (Revolutionär).

Das Unternehmen entwickelt hauptsächlich Röntgengeräte und betreibt große Forschung in der Medizintechnik. Zudem findet man in nahezu jedem OP-Saal ein Gerät von Siemens Healthineers. Einen ersten Einblick in die Welt von Healthineers und deren Produkte erhielten wir in einer kurzen Präsentation.

Geräte für Mammographie, Computertomographie, Fluroskopie, Ultraschall etc. gehören zu den Hauptprodukten. Neben der Produktion all dieser technischen Geräte wurde uns erklärt, dass Siemens Healthineers sehr viel Forschung in der Medizintechnik betreibt und beispielsweise die „Mobile C-Arms“ entwickeln konnte. Durch diese C-förmigen Geräte sind Knochen nicht nur in 2D, sondern auch in 3D erkennbar. Man kann sich vorstellen, welch ein Meilenstein allein dieses Gerät in der Medizin sein muss.

Nach der kurzen Einführung wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Herr Völkl begleitete uns in den ersten Bereich des Unternehmens: die Vor-Produktion. Hier konnte man einige Maschinen zum Zerspanen von Metall begutachten. Zerspanen ist im Grunde die Bearbeitung von Metall. Es werden bis zu 3,40 Meter lange Metallstücke in Form gebracht und Löcher, sowie alle anderen nötigen Formvorlagen eingefräst. Während des Rundgangs stießen wir immer wieder auf große röhrenförmige Metallstücke, woraufhin uns Herr Völkl erklärte, dass diese Bestandteile von sogenannten CTs (= Computertomographen) sind. Auf unserem weiteren Weg durften wir noch die Schweißerei und ein besonderes Messgerät sehen, welches die Messgenauigkeit einer Haardicke besitzt und unter einer besonderen Schutzatmosphäre arbeitet.

Im weiteren Rundgang wurde mir immer mehr bewusst, welch eine verantwortungsvolle und genaue Arbeit die Mitarbeiter hier leisten müssen, da Menschenleben an deren Maschinen hängen.

Nach der Vor-Produktion durften wir die eigentliche Montage erkunden. Im Gegensatz zur Vor-Produktion herrscht dort kein Schichtbetrieb. Hier werden die einzelnen Teile der Produktion weitgehend zusammengesetzt. In Kemnath werden die Geräte nicht komplett hergestellt, sondern lediglich die Einzelteile, die dann an andere Werke oder auch Krankenhäuser zur Fertigstellung geliefert werden.

Bei der Rundfühung ist mir zudem aufgefallen, dass die Halle nicht in tristen schwarz-weiß Tönen gehalten war, wie man es sonst von Unternehmen kennt, sondern in farbenfrohen Blumenmustern, ausgewählt durch eine Farbpsychologin. Des Weiteren werden den Mitarbeitern spezielle Trainingsgeräte, besonders für die Rückenschule bereitgestellt. Dadurch kann man direkt nach der Arbeit Verspannungen lösen und Krankheiten vorbeugen. Mich persönlich hat diese fürsorgliche Maßnahme sehr angesprochen.

Als wir in die Abteilung der Urologie und Fluroskopie gelangten, lernten wir das System „Shopfloor Management“ kennen. Zum Verständnis: die Mitarbeiter einer Abteilung treffen sich täglich an einem bestimmten Ort und besprechen den Stand der Projekte. Es wird unter anderem über die Kriterien Qualität und Sicherheit jedes einzelnen Produkts diskutiert. Das wird bewusst im Stehen gemacht, da das Sitzen zur Gemütlichkeit verleitet und so die Besprechungen in die Länge zieht. Bei Problemen werden rote, handgeschriebene Karteikarten an die jeweilige Pinnwand befestigt und daraufhin bearbeitet. Dieses System halte ich für sehr sinnvoll, so kann man das gearbeitete nochmal reflektieren und mögliche Fehler für die Zukunft vermeiden.

Zusammenfassend fand ich die Betriebsexkursion als sehr lehrreich. Einen so detaillierten Einblick mit Führung wird man nur selten erlangen können. Des Weiteren war ich begeistert von den verschiedenen Wegen, wie den Angestellten die Arbeit durch Ergonomie, diverse Aktivitäten und intensive Zusammenarbeit so angenehm wie möglich gestaltet werden soll.

Vanessa Kiener, FW11c

 

Suchthilfe - "Damit die Zukunft nicht vorbeirauscht!"

Ende Mai besuchte die Klasse FS11c die Suchthilfe Integra in Etzelwang. In den vorherigen Unterrichtsstunden hatten wir uns bereits auf diesen Besuch vorbereitet, indem wir über die Einrichtung recherchierten und uns über Suchtprobleme wie Alkohol und Drogen informierten.

Als wir in der Einrichtung in Etzelwang ankamen, hatten wir zuerst etwas Zeit, um uns im Gemeinschaftsraum einzufinden und unsere ersten Eindrücke zu verarbeiten. Dann gab uns Herr Geis, der Leiter der Einrichtung, allgemeine Informationen über die Suchthilfe Integra und beantwortete alle Fragen, die zwischendurch von uns gestellt wurden. So erzählte er uns, wie viele Plätze es für die Klienten gibt und welche Berufsbilder in der Einrichtung zu finden sind.

Außerdem berichtete er einiges über Drogen: wie sie beispielsweise auf die Menschen wirken und diese verändern. Schließlich hatten wir die Möglichkeit, mit zwei Betroffenen zu reden und ihnen Fragen zu ihrer Sucht und ihrem Weg bis hin zum betreuten Wohnen zu stellen. Einer der Betroffenen erzählte uns, dass durch seine Drogensucht seine beiden Kinder zu Pflegeeltern gegeben werden mussten. Zum Ende des Aufenthalts zeigten uns die Bewohner dann noch die Einrichtung selbst sowie ihre Zimmer und führten uns durch die Werkstatt und die Kantine.

Lea Gehring, FS11c

 

Technik und der Dienst am Menschen

Die Klasse FT11c besuchte vor kurzem das Klinikum Amberg um einige Technikbereiche nicht nur im Unterricht, sondern auch in der Praxis kennenzulernen.

Bei der Führung wurde uns die Technik gezeigt, die hinter einer Klimaanlage, einer Heizung, einem Notstrom oder einer Wasseraufbereitung steckt. Die Erste Station war die Wasseraufbereitung. Es wurde uns erklärt, wie das Wasser gefiltert und erhitzt wird, um die richtige Wasserhärte zu erreichen und die Anzahl der Bakterien zu senken. Das aufbereitete Wasser wird daraufhin in Tanks von jeweils mindestens 800 Litern Fassungsvermögen gespeichert. Es kommt dann zum Einsatz, wenn man bei kranken und alten Menschen beispielsweise Infektionen vorbeugen möchte.

Bei frischen Temperaturen um den Gefrierpunkt braucht das riesige Klinikum natürlich auch ein leistungsstarkes Blockheizkraftwerk (BHKW). Das Prinzip ist das gleiche wie bei der Heizung zu Hause, nur der Maßstab ist um einiges größer. Die Heizungsanlage erstreckt sich über mehrere der vielen Gebäudekomplexe und liefert im Keller versteckt Wärme für alle Patienten. Das Gegenteil ist im Sommer der Fall. Wenn der Asphalt langsam zu schmelzen beginnt, braucht man eine Klimaanlage um die Luft kühl zu halten. Die Anlage ist im Winter logischerweise abgeschaltet.

Das Highlight unserer Führung bekamen wir viele Treppenstufen später im obersten Stockwerk des Gebäudes zu sehen: Die Helikopterlandeplattform. Ganz zu schweigen von der Aussicht auf die Umgebung bot die Plattform selbst einen atemberaubenden Anblick. Beim Bau musste man durch die einzelnen Stockwerke hindurch die stützenden Pfeiler aufstellen, da das Dach die Last eines tonnenschweren Helikopters nicht auch noch getragen hätte. So stützt sich das Konstrukt auf dem Fundament des Krankenhauses selbst, damit im Notfall schwerverletzte Opfer schnellstmöglich medizinisch versorgt werden können. Auch eine Heizung und Enteisungskanonen gibt es, um dem Helikopter selbst bei widrigen Bedingungen eine sichere Landung zu ermöglichen.

Einige Treppenstufen weiter unten, im Keller, kamen wir zum Notstromaggregat - ingesamt gibt es drei. Bei einem Strom-Blackout sollen sie die wichtigen elektrischen Geräte weiterbetreiben. In einem solchen Szenario dauert es sieben Sekunden bis die Generatoren anlaufen. Damit dies so schnell möglich ist, haben sie eine Art Standheizung, welche die 12-Zylinder in Bereitschaft halten. Sieben Sekunden können allerdings bei einer Operation fatal sein, deshalb werden diese sieben Sekunden mit Hilfe von Akkumulatoren überbrückt, um lebenserhaltende Geräte weiterbetreiben zu können.

Zum Ende hin besuchten wir noch die hauseigene Werkstatt, welche sich um die Instandhaltung und Reparatur des Klinikums kümmert. Auch die Zentrale für das BHKW steht dort; mit ihr kann man sämtliche Funktionen überwachen und regulieren.

Am Ende angekommen, hatten wir viel gelernt, vor allem wie viel nicht nur die Ärzte, sondern auch die technischen Angestellten leisten um Leben zu retten.

Marko Gale, FT11c

 

Kunststoff - ungebremst auf den Vormarsch ...

Schon in den Neunzigerjahren wurde mehr Kunststoff hergestellt als Stahl. Die Kunststoffproduktion hat sich seit dieser Zeit verdreifacht und sie würde ausreichen, um unseren Erdball mindestens sechsmal mit Folie einzupacken. Der Dokumentarfilm „Planet Plastic“ zeigt, wie Kunststoffe in die entlegensten Gebiete der Erde verteilt werden, in die Wüsten Marokkos oder die Tiefen des Pazifiks. Ob als verrufene Plastiktüten, als Müll auf Deponien und in den Weltmeeren, oder als schädliches Mikroplastik in der Nahrungskette, Kunststoffe kommen immer wieder ins Gerede. Die meisten Kunststoffe werden aus Mineralöl hergestellt und verbrauchen dafür ca. 5 Prozent des weltweit geförderten Öls. Gleichzeitig reduziert der Einsatz von Kunststoffen aber auch den „Energiehunger“ der Menschen durch gut gedämmte Häuser oder einen geringeren Stromverbrauch durch moderne Technologien im Haushalt. Dem Einsatz von Kunststoffen verdanken wir aber nicht nur leichtere und damit sparsamere Autos, auch der Güterverkehr wird „leichter“, wenn beispielsweise Milch nicht in Flaschen, sondern Tüten abgefüllt wird.

Höchste Zeit sich einmal genauer mit dem Werkstoff Kunststoff zu befassen, vielmehr aber mit der Herstellung von Halbzeugen, Bauteilen und Baugruppen. Und so besuchten die Klassen FT11c und FT11d das Kunststofflabor der OTH in Amberg im Rahmen der fachpraktischen Anleitung. Und sicherlich sehen jetzt unsere Schüler die oftmals unsichtbare „Kunststoffwelt“ mit ganz anderen Augen.

So haben wir gelernt, dass der Schraubverschluss der besagten alltäglichen Milchtüte aus einem thermoplastischen Kunststoff im Spritzgussverfahren hergestellt wird. Wieviel Know-How nur in der Produktion eines solchen Bauteils steckt, das konnten die Schüler in vielfältigen Experimenten erfahren. Denn von der Schmelze bis zum ansprechenden Bauteil liegt ein langer beschwerlicher Weg, gepflastert mit Begriffen wie Schussgewicht, Einspritzstrom, Einspritzzeit, Restkühlzeit, Umschaltvolumen, Dosiervolumen, abgerundet im wahrsten Wortsinn von der Wahl des richtigen Nachdrucks, der dem Teil dann den letzten Schliff verleiht. Modelle mussten gewogen und vermessen werden, Formeln und Tabellen mussten gesichtet und studiert werden, um dann erste robuste Daten für das Arbeiten an der Maschine zu ermitteln. Die von der Maschine ausgeworfenen Werkstücke wurden begutachtet, um sie für eine weitere Optimierung des Bauteils nachjustieren zu können. Professor Hummichs Humor sei Dank, dass dieser Weg dann doch nicht allzu steinig wurde.

Besagter Schraubverschluss wird dann mit der Tüte verschweißt. Druck und Temperatur sind hier gefragt, wie uns Professor Jüntgen eindrucksvoll demonstrierte, als er ohne Hilfsmittel handelsübliche Filzstifte miteinander verschweißte. Reibung durch hochfrequente Schwingung - das sogenannte Ultraschallschweißen - konnten unsere Schüler nun intensiv erproben. Dabei haben wir gelernt, dass hierbei nach Möglichkeit keine Schweißraupe wie bei einem Fahrradrahmen entstehen soll und wir haben in Experimenten festgestellt, dass sich nicht alle Werkstoffpaarungen für eine gute und haltbare Schweißverbindung eignen.

Die Milchtüte besteht aus Folie und die Schüler hatten großen Spaß bei der Herstellung von Folien durch Extrusion. Wie verändert sich die produzierte Folie, wenn man die Drehzahl der Förderschnecke verändert? Wird sie dicker oder breiter oder beides? Was bewirkt die Zugabe nur kleinster Menge an Farbpigmenten in das Kunststoffgranulat? Wir haben natürlich auch größere Mengen eingemischt und auch Farbpigmente untereinander gemischt. Die Geduld von Frau Dr. Lobinger war dabei mindestens so groß, wie die am Schluss auf einer Papprolle aufgewickelte Folienbahn lang.

Herr Professor Hummich und seine Mitarbeiter, Herr Professor Jüntgen und Frau Dr. Lobinger, haben uns zwei interessante, lehr- und aufschlussreiche Nachmittage gestaltet. Wir durften „hinlangen“ und das war toll! Wir sagen ein herzliches „Vergelt’s Gott!“ und versprechen, dass wie wiederkommen, soviel ist sicher.

Stefan Boxdorfer

 

„Amberg goes green!“FOSBOS-Schüler wirken bei Werbespotdreh mit

Ein Klassenzimmer, insgesamt 15 Schüler der Friedrich-Arnold-Wirtschaftsschule und der FOSBOS Amberg, ein TV-Produzent und ein grüner Becher, um den sich dabei alles dreht – das ist der Startschuss für das Werbespot-Projekt „To go green“, das die Stadt Amberg gemeinsam mit dem Stadtmarketingverein aus der Taufe gehoben haben.

Initialzündung für den Filmdreh war die Europäische Woche der Abfallvermeidung (EWAV) unter dem Motto „Gib Dingen ein zweites Leben“. Dieses passte perfekt zur „To go green“-Aktion der Stadt Amberg, die im Vorfeld bei den Amberger Schulen angefragt hatte, ob sie sich mit ihren Schülern u.a. im Rahmen eines Filmprojektes daran beteiligen möchten.

Und so stellten sich insgesamt sieben Schülerinnen aus den Klassen FS13, FW12a und FW12b der FOSBOS Amberg spontan, voller Enthusiasmus und Kreativität bereit, an einem Werbespot für den „To go green“-Becher mitzuwirken. Dass der Spot sogar im Amberger Kino gezeigt werden soll, gab einen zusätzlichen Motivationsschub.

„Wir wollten einen jungen frechen Spot schaffen, der unser Pfandsystem erklärt und Lust darauf macht, es selber einmal auszuprobieren. Deshalb haben wir die Schüler mit ins Boot geholt und waren gleich begeistert von ihrem Engagement“, freut sich Simone Schlage vom Stadtmarketingverein.

Unter Anleitung von Produzent Thomas Faupel im Auftrag von Oberpfalz TV erstellten die Schülerinnen und Schüler der beiden Schulen an insgesamt drei Vormittagen ein Drehbuch. Sie waren so begeistert von dem Projekt, dass sie sich sogar in den Herbstferien trafen. In dem Drehbuch sollten vor allem die wesentlichen Merkmale und Vorteile des grünen Bechers hervorgehoben werden.

An einem weiteren Tag durften die Drehbuchautoren dann auch noch ihre Schauspielkünste unter Beweis stellen. Die Geschichte musste ja in bewegte Bilder umgewandelt werden. Und so entstand in den insgesamt vier Monaten mit dem Vorstellen des Bechers, einem ersten Brainstorming, dem Filmdreh bis hin zum Schnitt ein informativer Dreißig-Sekunden-Spot, der zeigt: „Amberg goes green!“

Den fertigen Werbespot und alle weiteren Informationen zum Amberger „To go green“-Pfandsystem finden Sie unter www.togogreen.de.

Heidi Selch-Witt

 

Warm- und Kaltrohrfertigung

Ende April besuchte die Klasse FT11d das Rohrwerk Maxhütte in Sulzbach-Rosenberg. Das Werk wurde 1952 gegründet und seitdem produzieren 450 Mitarbeiter mehr als 60.000 Tonnen Stahlrohre pro Jahr.

Familie Aicher ist zu 100 Prozent Inhaber des Rohrwerkes. Seit mehr als sechs Jahrzehnten können die Kunden auf die höchste Qualität des zweitgrößten Arbeitsgebers aus Sulzbach-Rosenberg bauen. Das Werk stellt "nahtlose" Rohre her, welche weltweit für ihre hohe Qualität bekannt sind. So beliefert der Rohrproduzierer internationale Automobilkonzerne, aber auch den Industrie- und Energiesektor. Des Weiteren ist die Maxhütte das einzige Unternehmen in Europa, das die Rohre auf Wunsch der Kunden sofort verzinken kann.

Während unserer Führung durften wir die Kaltrohr- und die Warmrohrerzeugung hautnah miterleben. Die glühenden Rohre waren dabei nur wenige Meter von uns entfernt und man spürte förmlich die Hitze der nahtlosen Stahlrohre.

Lukas Lux, Christian Reichert, Antonio Vidos und Jannik Hiltel, FT11d

 

Mathe-Schülertutorium als MINTBrücke

Im Rahmen der Kooperation mit der OTH Amberg-Weiden nahm die FOSBOS Amberg kurz vor den diesjährigen Abschlussprüfungen erstmals am Projekt MINTBrücke teil.

Hierbei erhielten die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen des Technikzweiges in zwei Kursen zu jeweils fünf Einheiten à 90 Minuten zusätzliche Übungsunterstützung im Fach Mathematik.

Rund 50 Schülerinnen und Schüler nahmen das kostenlose Angebot der OTH Amberg-Weiden dankbar an und übten mit ihrem Tutor Julian Bauer, einem Maschinenbau-Studenten an der OTH Amberg, fleißig Geometrie und Analysis für die bevorstehenden Abschlussprüfungen.

„Tutorien sind im Studium weit verbreitet. Hierbei handelt es sich um zusätzliche Übungsstunden zum Vorlesungsstoff, die von Studierenden höherer Semester gehalten werden“, erläutert Dr. Carolin Wagner, Leiterin des Studien- und Career Service an der OTH Amberg-Weiden. Die Idee der Tutorien hat das Team um Carolin Wagner nun auf die Schulen übertragen.

„Studierende aus den Ingenieurstudiengängen der OTH Amberg-Weiden bieten an den Schulen Übungsstunden an, die die Schüler freiwillig besuchen können, um den Mathematikstoff für die Abschlussprüfungen zu wiederholen und das Wissen dazu zu festigen“, so Wagner weiter. Auf diese Weise wird das gemeinsame Lernen unterstützt, die Schülerinnen und Schüler erhalten eine feste Struktur für ihre Mathe-Vorbereitung und erhalten Tipps von Studierenden, die im Studium ebenfalls immer wieder vor der Herausforderung stehen, viel Lernstoff in kurzer Zeit zu begreifen und abrufbar zu machen.

Die Übungsinhalte wurden im Vorfeld mit den jeweiligen Mathematiklehrkräften FOSBOS Amberg abgestimmt, die Kosten wurden über das Hochschulprojekt MINTBrücke finanziert, das im Rahmen des MINTerAKTIV-Projekts auch vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst gefördert wird.

Die Organisation dieser Tutorien hat Nina Weber-Fuchs von der OTH Amberg-Weiden inne, die von der Suche geeigneter Studenten über die Planung der Termine bis hin zur Evaluation der Kurse alles überblickt. „Ich freue mich sehr darüber, dass unser Angebot so positiv angenommen wird und bin mir sicher, dass unsere Studierenden den Schülerinnen und Schülern in der Vorbereitung eine gute Unterstützung sein werden“, so Weber-Fuchs.

Die „MINTBrücke“ zielt darauf ab, jungen Frauen und Männern den Einstieg in ein MINT-Studium zu erleichtern, sie in den ersten Semestern zu unterstützen und somit qualifizierte Nachwuchskräfte für naturwissenschaftlich-mathematisch-technische Berufe auszubilden.

Dabei wird bereits vor Studienbeginn, in der Orientierungsphase des Schulabschlusses angesetzt, um bereits während der Schulkarriere in den MINT-Fächern zusätzlich gestärkt zu werden. Hierbei stehen sowohl die gezielte Förderung begabter Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt, wie auch das vorzeitige Ausgleichen vorhandener Wissenslücken in den MINT-Fächern.

Mario Schultheiß

 

Netzwerktreffen: Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Fünf Jahre sind mittlerweile ins Land gegangen, seit das BSZAM Mitglied des größten Schulnetzwerks in Deutschland wurde. Gemeinsam mit mehr als 2400 anderen Schulen setzen wir uns als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ dafür ein, dass Gewalt und Angst in der Schulfamilie keine Chance haben, Vorurteile abgebaut und Minderheiten respektiert bzw. integriert werden.

Dieses unbestritten hehre Ziel erfordert von uns allen sicherlich einen tagtäglichen Einsatz im Kleinen. Daneben fanden am BSZAM aber immer auch größere Aktivitäten unter Federführung bzw. Mitwirkung der SMV statt, wie z.B. mehrere Aktionstage, Projekte mit den Flüchtlingsklassen der Berufsschule oder Fußballturniere.

Zum ersten Mal allerdings durften wir in diesem Schuljahr in die Rolle des Gastgebers für ein Netzwerktreffen schlüpfen. So fanden sich zahlreiche Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte als Vertreter ihrer Schulen zu einer Versammlung der Oberpfälzer „Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage“ im BSZAM ein, welche in erster Linie dem gegenseitigen Kennenlernen dienen, sowie Möglichkeiten einer schul- und auch schulartübergreifenden Vernetzung auf regionaler Ebene schaffen sollte.

Das interessante und vielfältige Programm der „SOR-SMC“-Regionalkoordination Oberpfalz schuf hierfür den geeigneten Rahmen.

So bot der gesamte Vormittag mit dem „Markt der Möglichkeiten“ allen Teilnehmern Gelegenheit, ihre jeweiligen „SOR“-Projekte zu präsentieren und auf diese Weise auch voneinander zu lernen.

Im Anschluss an das gemeinsame Mittagessen stand der Nachmittag ganz im Zeichen diverser Workshops. Dabei befassten sich die anwesenden Lehrkräfte mit der Frage, wie Schülerprojekte am besten begleitet und unterstützt werden können, um „SOR-SMC“ als gelebte Praxis dauerhaft sowie sichtbar an der eigenen Schule zu verankern.

Demgegenüber bestand für die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, „Courage-Postkarten“ zu gestalten oder Videoclips gegen Ausgrenzung zu drehen. Im Workshop „Mit Mut und Zivilcourage gegen Rechtsextremismus als Gefahr für Demokratie und Menschenrechte“ wurden die Kennzeichen des Rechtsextremismus, die Unterschiede zum Rechtspopulismus sowie die vom Rechtsextremismus für eine demokratische Gesellschaft ausgehenden Gefahren in den Blick genommen, um die Schülerinnen und Schüler in die Lage zu versetzen, an ihren Schulen Projekte gegen Rassismus und Diskriminierung anzustoßen. Ein mindestens ebenso wichtige Thematik beschäftigte den Arbeitskreis „Homophobie im Kontext Schule, Prävention und was dagegen unternommen werden kann – Beispiele aus der Praxis“. Die Auseinandersetzung mit homophoben Tendenzen an Schulen sowie mit der Frage, was in punkto Toleranz gegenüber Homosexuellen und transidenten Menschen getan werden kann, bildete die Basis für eine Erarbeitung von geeigneten Ideen bzw. Handlungsmöglichkeiten.

Am Ende dieses intensiven Tages blickten die Teilnehmer zufrieden auf ein gewinnbringendes und reibungslos verlaufenes Netzwerktreffen zurück. Auch das BSZAM erntete viel Lob, fühlten sich unsere Gäste doch sehr wohl und bestens versorgt.

In diesem Zusammenhang gebührt ein besonderes Wort des Dankes unserer Kantine für die perfekte Versorgung der Teilnehmer mit Speis und Trank, dem Hausmeisterteam für die Vorbereitung der Räumlichkeiten sowie Frau Lena Flor von der Regionalkoordination Oberpfalz „SOR-SMC“ für die unkomplizierte und professionelle Zusammenarbeit bei der Organisation der Veranstaltung.

Dr. Christoph Wagner

 

Theaterabonnement Klasse(n)publikum

Zum ersten Mal nahmen in diesem Schuljahr Schülerinnen und Schüler der FOSBOS Amberg am Angebot „Klasse(n)publikum“ des Stadttheaters Amberg teil und besuchten im Rahmen dieses Jugendabonnements sechs Vorstellungen.

Die abwechslungsreichen Auftritte reichten von der Zirkus-Show „Scotch & Soda“, über Breakdance „Breakin` Mozart“ bis hin zu hoher Schauspielkunst „Tod eines Handlungsreisenden“ und „Geächtet“.

Besonders begeistert waren die diesjährigen Abonnenten von der ersten Aufführung „Blue Moon“, einer musikalischen Hommage an die verstorbene Billie Holliday. Eine südafrikanische Neuinterpretation des Ballettklassikers „Schwanensee“ führte dazu, dass die Schüler eine andere Sichtweise des Balletts erfahren durften.

Da man meist nicht die Initiative ergreift und ins Theater geht, bietet dieses Abonnement einen guten Anstoß einen Einblick in die Welt des Theaters zu erhalten. Außerdem kann man unbekannte Vorlieben entdecken, die man nicht für möglich gehalten hätte. Daher lässt sich eine Teilnahme an diesem Angebot des Stadttheaters nur empfehlen.   

Janna Pichl FS13

 

Kampfkunst zur Selbstbehauptung

Eine Frau sollte nicht von vornherein vor einem ihr körperlich überlegenen Mann kapitulieren.

Diese Einsicht vermittelte Klaus Inderst, Vorsitzender und Trainer der Kampfkunstschule Amberg, den Schülerinnen der 12. FOS-Klassen im Rahmen des Sportunterrichts.

Der Trainer zeigte Techniken, um aus prekären Situationen herauszukommen. Schwerpunkte waren dabei Griff- und Schlagtechniken. Herr Inderst machte den jungen Frauen auch deutlich, dass Schlagen, Kratzen, Treten, Beißen und Brüllen Möglichkeiten sind, die sie wirksam einsetzen können.

Entscheidend seien die Körpersprache, ein selbstbewusstes Auftreten und die Fähigkeit, die eigene Körperbewegung geschickt zu nutzen. Alles, was einen Angreifer überrascht, verunsichert ihn und bringt ihn vielleicht dazu, sein Vorhaben aufzugeben.

Michaela Schmidbauer
 

Ein Tag auf dem Campus

Vor kurzem machten sich alle Klassen des Wirtschafts- und Technikzweiges auf den Weg zur OTH in Weiden.

Alle waren gespant, einen Einblick in den Studentenablauf zu bekommen. Zur Begrüßung erhielten wir von den OTH-Guides eine kurze Einweisung und Unterlagen zu den verschiedenen Studiengängen der OTH. Danach durften wir uns auf dem Campus selbstständig bewegen und unseren Tagesablauf frei gestalten.

Uns wurde ein vielfältiges Programm zur Verfügung gestellt. Meine Gruppe hat sich für die zwei Vorträge über die Studiengänge Betriebswirtschaft, Handels- und Dienstmanagement sowie Wirtschaftsingenieurwesen entschieden. Der erste Vortrag hat uns sehr gut gefallen und wir können uns jetzt auf jeden Fall ein Studium in dieser Richtung vorstellen. Durch den zweiten Vortrag ist uns bewusst geworden, dass man, wenn man die Richtung Wirtschaftsingenieurwesen einschlägt, Mathe gut beherrschen muss. In den Laboren hatten wir dann die Möglichkeit, die Experimente und Versuche von Professoren zu beobachten und teilweise sogar mitzumachen. Spannend war hier vor allem die Medizintechnik, ein sehr spannender, interessanter und vor allem für die Zukunft wichtiger Berufszweig. Zum Abschluss wurden wir im Vortrag "Survival Guide" noch über das Studentenleben informiert.

Chantal Übler, FW11c

 

Blick hinter die Mauern

Am 06. März 2018 besuchte die Klasse FW11d die Justizvollzugsanstalt Amberg. Den meisten Menschen bleibt – zum Glück - der Blick hinter die dicken Betonmauern des Amberger Gefängnisses verwehrt. Wir hatten jedoch die Chance, im Rahmen einer Führung eindrucksvolle Einblicke in das Leben hinter Gittern zu erhalten.

Nachdem wir aus sicherheitstechnischen Gründen alle Schlüssel, Handys, Geldbörsen usw. in den Schränken im Eingangsbereich verstaut hatten, wurden wir vom Lehrer der Haftanstalt – Herrn Holheimer – in Empfang genommen. Begleitet vom Wachpersonal wurden wir durch den alten und neuen Zellentrakt des Gefängnisses, die Freianlage und die Arbeitsstätten geführt und erfuhren viel Wissenswertes über die Geschichte des Gebäudes, aber natürlich auch über den Alltag der Strafgefangenen.

Das Gefängnisgebäude wurde ursprünglich als Sommerresidenz des Kurfürsten von der Pfalz erbaut. Erst 1786 nahm es als Zucht- und Arbeitshaus seinen Betrieb auf. Eine Vielzahl der Gebäude stammt noch aus dem 17. Jahrhundert, auch wenn eine ganze Reihe von Baumaßnahmen im Laufe der Jahrhunderte das ca. 7 ha große Areal stetig verändert haben.

Die JVA Amberg verfügt über insgesamt 562 Haftplätze, ist jedoch derzeit mit fast 50 Insassen überbelegt. Es gibt 312 Einzelzellen und 250 Gemeinschaftshaftplätze, wobei man auf eine Einzelzelle ca. ein dreiviertel Jahr warten muss.

Zum wohl beeindruckendsten Teil unserer Führung gehörte die Besichtigung der alten Zellen, die mit ein bis acht Strafgefangenen belegt sind. Die Räume wirken trist und kalt, der einzelne Häftling hat vor allem in den Gemeinschaftssälen kaum  Möglichkeiten „zum Rückzug“, eine Privatsphäre existiert quasi nicht. Die Ausstattung ist einfach und bietet keinerlei Bequemlichkeit, die Stockbetten sind am Boden fest verschraubt, Fenster mit Blick auf die „Außenwelt“ gibt es nur selten.

Seit einiger Zeit ist es den Gefangenen erlaubt, Fernsehen zu schauen, sollten diese sich jedoch nicht angemessen verhalten, so wird bereits um 22.30 Uhr der Strom abgestellt, so dass die Zellen lediglich mit einer Notbeleuchtung erhellt werden.

Ziel des Vollzuges ist es, die Insassen auf die Zeit nach der Haft vorzubereiten, auch wenn viele der Insassen (ca. 80 Prozent aller Häftlinge im Maßregelvollzug) immer wieder im Gefängnis landen. Die Haftanstalt bietet zu diesem Zweck etwa 350 Arbeitsplätze in den Anstaltsbetrieben (Bäckerei, Gärtnerei, Kfz-Betrieb, Landwirtschaft) und in den Unternehmerbetrieben, sog. Produktionsstätten der freien Wirtschaft innerhalb der Anstalt an. Zudem erhalten die Häftlinge die Möglichkeit, ihren Schulabschluss nachzuholen oder eine Aus-, Fort- bzw. Weiterbildung in einer Vielzahl von Berufen zu absolvieren. Viele der Insassen nehmen die Möglichkeit einer sinnvollen beruflichen Beschäftigung dankbar an, um zum einen der Langeweile des Gefängnisalltags zu entfliehen und zum anderen durch ihren Verdienst eine Möglichkeit zu haben, begehrte Produkte wie Kaffee, Zigaretten, Körperpflegemittel und frisches Obst im anstaltseigenen Lebensmittelgeschäft einkaufen zu können.

Ihre Freizeit dürfen die Häftlinge selbst gestalten. Die JVA bietet hierfür eine umfangreich ausgestattete und modern eingerichtete Bibliothek mit ca. 11.000 Büchern aus allen Genres, es gibt unter anderem Mal- und Modellbaukurse und eine große Palette sportlicher Aktivitäten, z.B. Basketball, Fußball und Leichtathletik, die bei den Gefangenen einen hohen Stellenwert genießen.

Daneben ist man bemüht, jeden Gefangenen individuell zu betreuen und bietet Hilfe unterschiedlichster Fachdienste an. Hierzu gehören zum Beispiel eine Drogengruppe, ein soziales Training zur Entlassungsvorbereitung und die Beratung zum Thema Partnerschaft und Ehe.

Überraschend war für uns die Tatsache, dass die Beamten zu ihrem eigenen Schutz, bis auf die Wache auf den drei Türmen der Einrichtung, keine Waffen tragen und ihre Schlüssel nur innerhalb der Gefängnismauern sperren, jedoch die letzten beiden Türen nur von außen zu öffnen sind.

Die Sicherung des Amberger Gefängnisses ist dennoch so wirksam, dass der letzte abgegebene Warnschuss und auch der letzte wenig erfolgreiche Ausbruchsversuch schon viele Jahre zurückliegen.

Nach der zweistündigen, hoch interessanten Führung endete unser Ausflug hinter die Mauern der JVA in der anstaltseigenen Kirche. Dort hatten wir die Möglichkeit, Fragen zu stellen und wurden wieder vollzählig in die schon ein wenig vermisste Freiheit entlassen.

Herzlichen Dank noch einmal an Herrn Holheimer für die hochinteressante und eindrucksvolle Führung!

Annette Heinritz
 

"NUR MIT DIR!"

Im Sozialzweig der FOS ist das Thema Inklusion und Behinderung u.a. in Pädagogik/Psychologie Thema des Lehrplans. Folglich war es für die Klassen FS13 und FS11d eine tolle Möglichkeit, in die Meistersingerhalle nach Nürnberg zu fahren und an einem Tag der Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung teilzunehmen.

Nach einem freundlichen Empfang durch das Team "NUR MIT DIR" begaben sich alle Schülerinnen und Schüler in den Kongresssaal, in dem Vorträge und Live-Erfahrungen geteilt wurden.

So stellten sich zum einen die Bayerische Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung, Irmgard Badura, die selbst durch eine Erblindung eingeschränkt ist, sowie Politiker vor. Auch die Vertreter der Special Olympics Bayern und durch eine Behinderung beeinträchtigte Spitzensportler berichteten auf eindrucksvolle Weise von ihrem Leben mit Behinderung.

Darüber hinaus gab es zahlreiche Angebote und Workshops um sich in die Situation und die Hürden, die Behinderte im alltäglichen Leben zu meistern haben, hineinversetzen zu können. So konnte bei einem Rollstuhlparcours, Improtheater-Workshop oder Fahrradprojekt mitgemacht werden.

Dank der Teilnahme an einem Gebärdensprache-Crashkurs können nun einige von uns ihren Namen in Gebärdensprache äußern. Gegen Ende der Veranstaltung gab es noch eine Diskussionsrunde mit Politikern.

Abschließend ist zu sagen, dass der Tag eine sehr interessante Erfahrung war und uns der Unterrichtsstoff damit um einiges näher - vor allem lebensnäher - gebracht wurde.

Maraike Brockmann und Sophia Kneißl, FS 13

 

Das „Helikoptergeld“ der Deutschen Bundesbank

Die Abschaffung der 500 Euro-Banknoten, der Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB und die Erhöhung der Konsumkaufkraft durch eine bedingungslose 1.000 Euro-Überweisung je Einwohner sind Themen, die nicht nur in den Medien kontrovers erörtert werden, sondern die Schülerinnen und Schüler der FOSBOS Amberg herausforderten, in eine lebhafte Diskussion einzutreten. Dazu stellte sich der Leiter der Bundesbank-Filiale Regensburg, Bundesbankdirektor Reinhold Pfaffel, als Referent zur Verfügung. Als Geldexperte beantwortete er alle kritischen Fragen und interpretierte die aktuellen wirtschaftspolitischen Zeitgeschehnisse kenntnisreich und anschaulich.

An zwei Veranstaltungsterminen informierte der Bundesbankdirektor die Schülerinnen und Schüler zum Thema „Geldpolitik in bewegten Zeiten: Chancen und Risiken“. Neben allen Klassen der FOSBOS Wirtschaft und der FS13 nahmen auch die zukünftigen Steuerfachangestellten der Berufsschule mit ihrer Lehrkraft, Herrn Prietzel teil.

Schwerpunkte des Vortrags waren u.a. die Anstrengungen der EZB, in den konjunkturschwachen Euro-Mitgliedsländern Konsum und Investitionen anzuregen, die Unterlassung der Ausgabe von neuen 500-Euro-Banknoten ab dem Jahr 2020 und die Option der Bargeldhaltung durch die Geschäftsbanken unter dem Eindruck der Negativzinsen (aktueller Einlagenfazilitätssatz der EZB von -0,4 Prozent). Ferner beschäftigte sich der Referent mit den Fragen der Zuhörer zu den Themen „Risiken der höherverzinslichen Wertpapiere“, „Aktienkurs- und Immobilienhausse“ sowie „Quantitative Lockerung“ und fokussierte dabei die Position der Deutschen Bundesbank.

Nicht versäumen wollte es Reinhold Pfaffel, darauf hinzuweisen, dass die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit in der Hand haben, die Geldpolitik der Bundesbank aktiv mitzugestalten. Die Hochschule der Bundesbank bietet dazu einen dualen Studiengang an. Das sechs-semestrige Studium des „Zentralbankwesens/central bankings“ wird durch die Deutsche Bundesbank mit monatlich bis zu 1.565 Euro unterstützt und führt zu einem  Bachelor-Abschluss. Eine Anstellung als Beamter/Beamtin im gehobenen Bankdienst eröffnet weitere attraktive Entwicklungsmöglichkeiten bei der Zentrale der Deutschen Bundesbank bzw. der Europäischen Zentralbank.

Gerd Fischer
 

Regensburger Hochschultage

Ende Februar besuchten alle Klassen des Sozialzweiges an der FOSBOS Amberg die Regensburger Hochschultage.

Die Universität Regensburg, die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg sowie die Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik informierten über die verschiedenen Studienmöglichkeiten in Regensburg.

Es gab zahlreiche Stände zu besichtigen, eine Vielzahl an Informationen zu sammeln und interessante Vorträge zu besuchen. Die Schülerinnen und Schüler machten sich in kleinen Gruppen selbstständig auf die Suche nach Veranstaltungen und den für sie passenden oder evtl. geeigneten Studiengängen.

Die Rückmeldungen waren durchweg positiv, zumal unsere Schülerinnen und Schüler einen ersten Eindruck von einer Hochschule und dem Studentendasein erlangen konnten. Einige berichteten im Nachhinein ganz begeistert von Musikpädagogik oder Astronomie.

Corina Gelke
 

Realize your visions

Wir, die Klasse FT11a, machten uns vor einiger Zeit auf dem Weg nach Nürnberg um die MINT-Messe in der VIP-Lounge des 1. FC Nürnberg zu besuchen. In persönlichen Gesprächen mit jungen Ingenieuren, mit Studenten technischer und naturwissenschaftlicher Fachrichtungen sowie mit Vertretern der Hochschulen erhielten wir die Gelegenheit, uns über den Ablauf des Studiums, die verschiedenen Studienmöglichkeiten und die beruflichen Einsatzgebiete zu informieren.

Neben bekannten Firmen wie Siemens, lernten wir auch nicht so bekannte Firmennamen, deren Produkte und Dienstleistungen kennen. Ein Stand, der uns besonders beeindruckte, war der von SEMIKON Elektronik. Hier wurde uns gezeigt, wie Windräder funktionieren und wie das Innenleben eines Windrades bzw. einer Photovoltaikanlage aussieht.

Darüber hinaus hörten wir uns den Vortrag der Hochschule für angewandte Wissenschaften Fulda an und ließen uns einige der MINT-Studiengänge erklären. Für jeden war etwas dabei, aus jedem Fachbereich: angewandte Informatik, Elektrotechnik, Informationstechnik oder Lebensmitteltechnologie.

Besonders lange unterhielten wir uns auch mit einem Vertreter der Fraunhofer IISB, da eines der Ausstellungsstücke - ein elektrisch betriebenes Motorrad - eine RGB-Beleuchtung hatte. So interessierte uns die Leistung, das Gewicht, die Reichweite und der voraussichtliche Preis der DRIVE-E-Projekte, zu denen auch das ausgestellte Motorrad zählt.

Butz Lena, Edenharter Sophia und Thomas Aures

 

Wie war es eigentlich, zur Nachkriegszeit aufzuwachsen?

Diese Frage wurde den Schülerinnen und Schülern der 11. Klassen vom Amberger Autor Friedrich Brandl beantwortet, der die FOSBOS Amberg besuchte.

Im Gepäck hatte er seine zwei autobiographischen Bücher, in denen er über seine Kindheit und Jugend schreibt, die sich in der Nachkriegszeit in Amberg abgespielt hat. Zu Beginn der Lesung erzählte Friedrich Brandl einiges über sich selbst und seine Bücher, wodurch die Schüler viel über seinen Werdegang als Schriftsteller erfuhren, aber auch, dass er davor als Volksschullehrer tätig war. Nachdem er sich vorgestellt hatte, las der Autor aus seinen zwei Werken vor. Seine Geschichten handelten von seiner Schulzeit in Amberg, seinen Abenteuern im Zeltlager oder auch seiner ersten großen Liebe. Als Friedrich Brandl die Lesung beendete, war noch Zeit für Fragen, welche von den Zuhörern auch genutzt wurde, um noch mehr Informationen über die Bücher zu bekommen. Anschließend hatten die Schülerinnen und Schüler noch Zeit, die Bücher anzuschauen und zu durchstöbern.

Zum Schluss möchten wir uns noch einmal bei Herrn Friedrich Brandl für die tolle Lesung bedanken und auch bei Herrn Lauth, der das Ganze für uns organisiert hat!

 Lea Gehring und Johanna Kneißl, FS11c

 

Ein Turm der Täuschungen und Sinne

Im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung fuhren die Klassen FS11d und FS11c nach Nürnberg zum „Turm der Sinne“.

Dort angekommen betraten wir als Erstes einen Raum mit einem schiefen Boden, der ansonsten eigentlich ganz normal aussah. Wir folgten den Anweisungen unserer Führerin und stellten uns an die Wände des Raumes. Weil der Boden schief war, waren diejenigen, die unten standen, natürlich kleiner als diejenigen, die oben standen. Vorne im Raum war eine Kamera angebracht. Auf dem Bild der Kamera sah es jedoch aus, als wäre der Boden gerade und die einen Schüler extrem groß und die anderen unglaublich klein.

Das lag daran, dass die Kamera den normalen geraden Boden nicht erfasste und somit keinen Vergleichswert hatte, deswegen waren wir auf dem Bild alle größer oder kleiner als sonst. Diese optische Täuschung wird in zahlreichen Filmen verwendet, um Figuren größer oder kleiner wirken zu lassen (z.B. die Hobbits in „Herrn der Ringe“).

Im  Anschluss daran betraten wir einen Raum, in dem es ums Schmecken ging. Wir durften immer wieder kleine Papierstreifen mit Geschmack ablecken. So fanden wir heraus, welche Geschmacksrichtungen in welchem Teil der Zunge am besten zu schmecken waren. Zum Beispiel: Bitter ist ganz vorne und ganz hinten auf der Zunge sehr intensiv zu schmecken, was ein Abwehrmechanismus des Menschen ist, da bittere Dinge oft giftig sind. Deshalb soll man sie gar nicht in den Mund nehmen. Deswegen hinten noch einmal für den Fall, dass man etwas Bitteres schlucken möchte. Man wird noch einmal „gewarnt“.

Auf der nächsten Etage waren weitere optische Täuschungen wie zum Beispiel eine Scheibe mit Loch, die man drehen konnte, darunter war das Alphabet abgebildet. Wenn man die Scheibe schnell genug drehte, konnte man das ganze Alphabet sehen.

Es waren noch viele weitere interessante Experimente zu unserer Sinneswahrnehmung aufgebaut, die uns zum Staunen brachten. Unser Fazit am Ende der Führung lautete, dass man nicht unbedingt immer seinen Sinnen trauen kann und manchmal eine zusätzliche „Überprüfung“ notwendig ist um nicht getäuscht zu werden. (Quelle Bild: tourismus.nuernberg.de/kinder-familien/location/turm-der-sinne)

Paul Wolfsteiner, FS 11d

 

Der Zugsimulator macht es möglich: Wir fahren einen Zug!

Anfang Dezember besuchte die Klasse FT11c der FOSBOS Amberg das Museum der Deutschen Bahn in Nürnberg.

Nach der Anreise mit dem Zug erhielten wir die Möglichkeit, uns frei im DB-Museum zu bewegen und uns die spannenden und interessanten Zug-Objekte anzuschauen. Der sehr realitätsnahe Zugsimulator bereitete uns dabei am meisten Freude. Außerdem gab es einen riesigen Bereich im Obergeschoss, der sich nur mit „Modelleisenbahnen“ beschäftigte; einige Ausstellungsstücke konnte man auch in Aktion sehen.

Neben dem DB-Museum gab es im Außenbereich dann noch eine weitere Ausstellung mit vielen Züge in Originalgröße. Auf der Zugheimfahrt waren wir dann alle richtige Bahnexperten!

Leonard Berka, FT11c

 

Auszeichnung

 

76 Schulen aus ganz Bayern wurden in München als „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet. Davon erhielten 35 Schulen - u.a. auch die FOSBOS Amberg - das erste Mal die Auszeichnung für ihre MINT-Schwerpunktsetzung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik).

Die Ehrung der Schulen in Bayern steht unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz (KMK). Die bundesweiten Partner der Initiative "MINT Zukunft schaffen" zeichnen in Abstimmung mit den Landesarbeitgebervereinigungen und den Bildungswerken der Wirtschaft diejenigen Schulen aus, die bewusst MINT-Schwerpunkte setzen. Die Schulen werden auf Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Bewerbungsprozess.

Die FOSBOS Amberg freut sich daher um so mehr, den hohen Standards des Signets gerecht geworden zu sein. Zumal die Schule seit Jahren - unabhängig von der gegenwärtigen Entwicklung - seinen Schülerinnen und Schülern mit großem Engagement MINT-freundliche Inhalte ganz selbstverständlich vermittelt.

Im Rahmen der Feierlichkeiten äußerten sich die einzelnen Ehrengäste zum Thema MINT wie folgt:

„Unsere Schulen sind von zentraler Bedeutung, wenn es darum geht, junge Menschen für Wissenschaft und Technik zu begeistern. Je früher Talente entdeckt werden, umso gezielter können sie bei ihrer Entfaltung gefördert werden. MINT-freundliche Schulen nehmen sich dieser Aufgabe in beispielhafter Weise an“, betonte Staatssekretär Georg Eisenreich und ergänzte weiter: „Mit diesem Signet ist für Schülerinnen und Schüler, für deren Eltern und auch für Unternehmen sichtbar: MINT-Förderung hat an diesen Schulen einen besonders hohen Stellenwert. Mit ihrem Engagement eröffnen sie ihren Schülerinnen und Schülern bestmögliche Chancen für eine erfolgreiche Zukunft in einem MINT-Beruf oder -Studium. Zugleich leisten sie einen Beitrag zum Fortschritt des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorts Bayern“.

„Die MINT-freundlichen Schulen sind meist digital sehr affin und haben hohes Interesse daran, die für die Digitalisierung notwendige Transformation in der Schule anzustoßen. Die MINT-Projekte und -Schwerpunkte zeigen zudem, dass die MINT-Verantwortlichen an „unseren“ Schulen auch hochengagierte Querdenker sind, die Talentbiotope an ihren Schulen schaffen - Die Kombination von beidem ist mehr als ungewöhnlich, das schaffen manche Vorstandsvorsitzende in Wirtschaftsunternehmen nicht! Das ist die beste Voraussetzung, um auch den nächsten Schritt, den zur digitalen Schule zu gehen“ sagt Thomas Sattelberger, Vorsitzender der BDA/BDI-Initiative „MINT Zukunft schaffen“.

Dr. Christof Prechtl, Stv. Hauptgeschäftsführer, Leiter Abteilung Bildung und Integration, vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., erklärte: „Die bayerische Wirtschaft braucht qualifizierte MINT-Nachwuchskräfte. Deshalb benötigen wir schon in den Schulen Programme, die früh die Begeisterung junger Menschen für Technik fördern. Die MINT freundlichen Schulen haben die MINT-Qualifikation besonders im Blick und engagieren sich für den MINT-Nachwuchs. Das ist aus unserer Sicht genau der richtige Ansatz, um die Begabungen der Jugendlichen früh zu erkennen und zu fördern und ihr Interesse für technische Berufe zu wecken. Denn die Arbeitsmarktchancen in diesem Bereich sind groß. So bietet zum Beispiel ein Arbeitsplatz in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie eine hohe Vergütung und beste Berufsperspektiven. Dies gilt für Lehre und Studium gleichermaßen.“

Kurzbeschreibung von "MINT Zukunft schaffen": Die Initiative will Lernenden und Lehrenden in Schulen und Hochschulen sowie Eltern und Unternehmern die vielfältigen Entwicklungsperspektiven, Zukunftsgestaltungen und Praxisbezüge der MINT-Bildung nahe bringen und eine Multiplikationsplattform für alle bereits erfolgreich arbeitenden MINT-Initiativen in Deutschland sein. MINT Zukunft schaffen wirbt für MINT-Studien, MINT-Berufe und MINT-Ausbildungen und will die Öffentlichkeit über die Dringlichkeit des MINT-Engagements informieren. Vor allem aber will MINT Zukunft schaffen gemeinsam mit seinen Partnern Begeisterung für MINT wecken und über attraktive Berufsmöglichkeiten und Karrierewege in den MINT-Berufen informieren.

Pressestelle MINT Zukunft schaffen

10.000 Deckel gegen Polio

Das BSZAM beteiligte sich an der Aktion des Rotaract Clubs Auerbach/Oberpfalz „Deckel gegen Polio – 500 Deckel für ein 1 Leben ohne Kinderlähmung“ und sammelte innerhalb kürzester Zeit rund 10.000 Plastikdeckel.

Die Schülerinnen und Schüler des BSZAM helfen somit 20 Kinderleben zu retten, denn bereits 500 Deckel reichen aus um die Kosten für eine Schluckimpfung zu finanzieren. Durch die Melinda und Bill Gates Stiftung, die mit Rotary zusammenarbeitet, wird diese Zahl noch verdreifacht.

Kinderlähmung oder Poliomyelitis ist eine hoch ansteckende Krankheit, deren Erreger vornehmlich Kleinkinder unter fünf Jahren befällt. Doch auch Erwachsene können sich infizieren. Das Virus verursacht dauerhafte Lähmungen. Die Infektion verläuft im schwersten Fall tödlich, vor allem dann, wenn die Atemmuskulatur befallen wird. Es gibt keine Heilung gegen Polio. Allerdings kann man vorbeugen: mit einer Schluckimpfung, die gegen Kinderlähmung immunisiert.

Seit 1988 nahm dank massiver Impfkampagnen die Zahl der Erkrankungen von 350.000 pro Jahr auf weniger als 700 Fälle 2011 ab. Nord- und Südamerika wurden 1994 als von Polio befreit erklärt, die Westpazifikregion 2000, Europa 2002.

Nur noch in drei Ländern der Erde - Nigeria, Afghanistan und Pakistan - kommt das Virus frei vor und infiziert nach wie vor Kinder. Doch um alle Kinder auf der Welt dauerhaft schützen zu können, müssen die Impfmaßnahmen zu Ende geführt werden. Derzeit klafft eine Finanzierungslücke von über einer Milliarde Dollar. Eine Rückkehr des Virus wäre katastrophal – für alle Kinder dieser Welt.

Bei der Übergabe der Deckel beschloss die Schulleitung - OStD Martin Wurdack und StD Josef Eckert - gemeinsam mit der SMV und den verantwortlichen Lehrkräften eine dauerhafte Sammelstelle in der Aula des BSZAM einzurichten. Die Rotaracter um Diana Abele, Franziska Streich - beide sind ehemalige Schülerinnen der FOSBOS Amberg - und Lukas Stollner waren über die Idee der nachhaltigen Entwicklung sehr erfreut und sehen diese Aktion als Schritt in eine neuen Partnerschaft bei kommenden Projekten.

Grundsätzlich können die Deckel aus Kunststoff von Getränkeflaschen, Getränkekartons (Milch, Saft usw.), Quetschgetränken und auch das gelbe Überraschungsei (Ü-Ei) ohne weitere Prüfung gesammelt werden. Die maximale Deckelgröße sollte nicht mehr als 4 cm (ca. 1/4 Handfläche) haben. Hintergrund für diese Begrenzung ist, dass die Maschinen für die Granulierung ein passendes Mahlwerk benötigen und bei erhöhten Größenunterschieden das Material nicht mehr verarbeitet werden kann.

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit der Kontaktaufnahme finden Sie auf der Facebook-Seite des Rotaract Auerbach/Oberpfalz oder auf der Seite des Vereins „Deckel drauf e.V.“, der diese Aktion ursprünglich ins Leben gerufen hat.

Diana Abele, ehemalige BOS-Schülerin

 

„Was für ein Mensch willst du sein? Leben lassen.“

Der Nebel lag noch wie ein dunkler Schleier über den Ruinen des Konzentrationslagers in Flossenbürg, als wir an der heutigen Gedenkstätte ankamen. Der Tag war mit einem vollen Programm gefüllt.

Zunächst sahen wir einen Film an, indem sich Überlebende des Holocausts vorstellten und von ihrer Vergangenheit in Flossenbürg erzählten. Sie schilderten von den grausigen Umständen, die ihr tägliches Leben bestimmten und von der Arbeit im Steinbruch, die sie im KZ verrichten mussten. Sie verrieten auch, was ihnen Hoffnung gab, um durchzuhalten. So hielt viele der Gedanke an die Familie am Leben. Einige von ihnen leben noch heute.

Anschließend besuchten wir eine Theateraufführung mit dem Titel „Was für ein Mensch willst du sein? Leben lassen.“, die von Schülern konzipiert wurde. Die Handlung spielte in einem kleinen Ort, in welchem die Anwohner immer mehr nationalsozialistisches Gedankengut entwickelten, angefangen bei der Ausgrenzung jüdischer Gemeindemitglieder bis hin zur Erbauung von Hungerhäusern und der Tötung von Unschuldigen. Im Mittelpunkt des Theaters stand die Euthanasie, also das damals als Gnadentot gerechtfertigte Töten von Menschen mit Behinderung und psychischen Erkrankungen. Zwischen 1939 und 1945 wurden ca. 240.000 Menschen im Deutschen Reich deshalb getötet. Besonders ergreifend ist die Tatsache, dass darunter zahlreiche Kinder waren. Die Schauspieler orientierten sich an realen Opfern, denen ihr Leben genommen wurde. Es wurde hervorgehoben, dass viele Ärzte und Pfleger in Anstalten versuchten, Patienten zu retten indem sie ihnen zur Flucht verhalfen. Auch in den Hungerhäusern, also den Einrichtungen, die einzig dafür erbaut wurden um die Patienten verhungern zu lassen, gab es Köche, die dem Essen verbotenerweise Fett zusetzten um die Betroffenen länger am Leben zu erhalten. Dadurch gefährdeten sie ihr eigenes Leben und das ihrer Angehörigen, setzten aber ein Zeichen.

Anschließend bekamen wir von Herrn Hagn noch eine Führung über das Gelände, wobei wir zahlreiche Informationen über das damalige Tagesgeschehen erlangten. Ein wichtiger Fakt über die Gedenkstätte Flossenbürg ist, dass dort nichts nachkonstruiert wurde, sondern alle Gebäude erhalten wurden. Es ist grausam, sich vor Augen zu führen, was Menschen anderen Menschen antun können und daher umso wichtiger, sich immer wieder in Erinnerung zu rufen, dass so etwas nie wieder passieren darf.

FS13

EU-Politik zum Anfassen

Wie ist der Tagesablauf eines Europa-Abgeordneten? Wie wirkt sich die europäische Politik auf Bayern und die Oberpfalz aus? Im Zuge seines jährlichen Besuchs stellte sich Ismail Ertug, als Mitglied des Europäischen Parlaments und Abgeordneter für die Oberpfalz und Niederbayern, den interessierten Fragen der Schülerinnen und Schüler am BSZAM.

Herr Ertug, MEP, der noch am gleichen Tag mit dem Auto nach Straßburg fuhr, um dort an einer Plenarsitzung des Europäischen Parlaments teilzunehmen, berichtete darüber, wie Politik innerhalb der EU funktioniert. Zudem ließ er die Schülerinnen und Schüler hinter die Kulissen schauen und gab ihnen einen Einblick in seine Tätigkeit als Europapolitiker.

Die Jugendlichen hatten an den Abgeordneten zum Thema „Europa“ eine Fülle an Fragen. Besonders interessant waren die Themen "Austritt Großbritanniens aus der EU", und die Frage, warum die EU mit Brüssel und Straßburg zwei Sitzungsorte des Parlaments hat. Der Europaabgeordnete beantwortete die Fragen mit viel Engagement und erläuterte in sehr schülernaher Weise komplizierte Zusammenhänge und Hintergründe aktueller europäischer Probleme. Politik hautnah eben!

Daniel Hagn

 

Abgeordneter des Landtags im Trichter der Politik

Auf den Abgeordneten des Bayerischen Landtags, Herrn Dr. Harald Schwartz, warteten am 19.12.2017 vier Klassen des BSZAM um mit ihm über aktuelle Fragen zur Politik in Bayern, Deutschland und Europa zu diskutieren.

Seit der Landtagswahl im Herbst 2013 nimmt Dr. Schwartz seine Aufgabe als Abgeordneter des 17. Bayerischen Landtags wahr und gehört damit zu den 180 Mitgliedern.

Sein Tätigkeitsfeld erstreckt sich vom Ausschuss für Wirtschaft und Medien, Infrastruktur, Bau und Verkehr, Energie und Technologie bis hin zum Ausschuss für Eingaben und Beschwerden.

Als Abgeordneter des Landtages wählt er u.a. den Ministerpräsidenten und kontrolliert die Arbeit der Landesregierung. Außerdem stimmt Dr. Schwartz durch Mehrheitsentscheidungen über Gesetze ab, die für Bayern wichtig sind. So entscheidet er beispielsweise auch darüber, wofür die Steuergelder im Land ausgegeben werden.

„Es ist nicht selbstverständlich, dass in Eurer Schule die Heizung geht, genügend Lehrer zur Verfügung stehen und eine technische Ausstattung mit PC, Beamer und Activboard gewährleistet werden kann“, sagte der Abgeordnete. Im Vergleich mit anderen Bundesländern befindet sich Bayern damit auf einem sehr hohen Niveau.

Den Schülerinnen und Schülern wurde zudem vor Augen geführt, dass sie als Bürger, durch die Wahl von Abgeordneten, selbst indirekt an den Diskussionen zur Gesetzgebung teilnehmen und über die Zukunft des Landes mitbestimmen können. Bei näherer Betrachtung der Rahmenbedingungen für die Gesetzgebung auf Landesebene, lernten die Schülerinnen und Schüler jedoch die Widrigkeiten für die Tätigkeit eines Politikers kennen und erfuhren von den „teilweise einengenden“ Gestaltungsmöglichkeiten neuer Gesetze, da diese im Einklang mit dem EU-Recht stehen müssen und Nachrangigkeit zu Gesetzen des Bundes haben. Erschwerend kommt für die Abgeordneten in Bayern noch die sogenannte „Paragraphenbremse“ hinzu, nach welcher lediglich die Abänderung von bereits bestehenden Gesetzen möglich ist bzw. zuerst die Streichung des älteren Gesetzes erfolgen muss, bevor das neue Gesetz verabschiedet werden kann.

Die sich an die Ausführungen von Herrn Dr. Schwartz anschließende Diskussion brachte den Schülerinnen und Schülern einen lebhaften Überblick über die Tagespolitik Bayerns und darüber hinaus.

Daniel Hagn, Niels John und Johannes Mehringer

 

"Writers in the stars"

Wie kann man Literaturklassiker einem jungen Publikum schmackhaft machen – und das auch noch im englischen Original? Das war die schier unmögliche Aufgabe, der sich das Ensemble des Wilde Shamrock Touring Theatre rund um Regisseur Vincent Moran für die diesjährige Tour gestellt hat.

In ihrem neuen Stück „Writers in the Stars“, mit dem sie in zwei Vorstellungen die Schülerinnen und Schüler der 12. und 13. Klassen der FOSBOS Amberg unterhielten, treffen sich literarische Legenden zu einer hitzigen Debatte im Schriftstellerhimmel.

William Shakespeare, Ernest Hemingway, Oscar Wilde, Emily Bronte und Mary Shelley diskutieren darüber, welche beziehungsweise welcher von ihnen denn nun der oder die Beste sei. Das Publikum wird daraufhin auf eine kurzweilige Reise durch die Jahrhunderte genommen und in die Welten von berühmten Theaterstücken und Romanen wie „Romeo and Juliet“, “The Importance of Being Ernest“ oder auch „Frankenstein“ und „Wuthering Heights“ entführt.

Die Klassiker wurden dabei mit einem wie immer minimalistisch anmutenden Bühnenbild und viel Herzblut sowie irischem Humor an das Publikum herangetragen. Obwohl die Schauspieler in diesem rasanten Stück ihr natürliches Sprechtempo nur wenig zügelten, konnten die Schülerinnen und Schüler dem Spektakel problemlos folgen. Sie erhielten mit Hilfe einer Achterbahnfahrt durch weltberühmte englischsprachige Literaturhits einen kurzen, aber bleibenden Eindruck in Plot und Tragik oder Komik des jeweiligen Klassikers. Die letzte Szene des sterbenden Paares Romeo und Julia, zum besseren Verständnis übersetzt in moderne Jugendsprache, war durch die paradoxerweise komische Darbietung ein würdiger und großartiger Abschluss.

Die Entscheidung darüber, wer der beste Schriftsteller aller Zeiten ist, wurde am Ende dem begeisterten Publikum überlassen. Zu guter Letzt heizten die irischen Musiker und Schauspieler den Schülerinnen und Schülern noch einmal kräftig mit einigen bekannten irischen Volksliedern ein, zu denen begeistert mitgeklatscht und –gesungen wurde. 

Wir freuen uns auf einen Besuch im nächsten Schuljahr, der hoffentlich genauso lehrreich und unterhaltsam ist wie dieses Jahr!

Andrea Wittmann und Ann-Kathrin Brands

 

Zu Besuch im Bayerischen Landtag

Anfang November besuchten wir, die Klasse FS12b, zusammen mit unseren Sozialkundelehrern Frau Ries und Herrn Hagn den Bayerischen Landtag in München. Nach einer kurzen Besichtigung der Staatskanzlei und einem Mittagessen im Hofbräukeller bekamen wir eine Einführung in die Geschichte des Maximilianeums und die Tätigkeiten des Bayerischen Landtags.

Im Anschluss daran nahmen wir an einer Plenarsitzung teil, die sich mit der Änderung des Bayerischen Blindengesetzes befasste. Hier konnten wir eine lebhafte Debatte verfolgen und die verschiedenen Standpunkte der einzelnen Parteien nachvollziehen.

Anschließend durften wir in einer Diskussionsrunde mit Vertretern verschiedener Parteien unsere Fragen stellen. Dr. Harald Schwartz (CSU), Reinhold Strobl (SPD), Jürgen Mistol (Bündnis 90/Die Grünen) und Joachim Hanisch (Freie Wähler) standen unseren Fragen sehr aufgeschlossen gegenüber und es ergab sich eine spannende Auseinandersetzung zu den Themen „mehr direkte Demokratie“, „Ehe für alle“ und „Flüchtlingspolitik“. Außerdem schilderten sie ihr Leben als Abgeordnete sowie die Beweggründe für ihr Engagement bei den jeweiligen Parteien.

Am Ende waren alle Beteiligten der  Meinung, dass es ein sehr interessanter Ausflug war und wir bedanken uns bei Herrn Hagn für die Organisation des politisch spannenden Tages.       

Anna Luschner, FS12b

 

BMW Regensburg: mehr als 2.300 Roboter im Karosseriebau

In der Vorweihnachtszeit besuchten alle vier Wirtschaftsklassen im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung das BMW-Werk in Regensburg-Neutraubling. Nach einem kurzen Intro-Film über die Geschichte und die aktuellen Begebenheiten des Weltkonzerns durften wir in einer zweistündigen Führung die Produktion in Augenschein nehmen.

Der Konzern, der 31 Produktions- und Montagestätten in 14 Ländern betreibt, hat seinen Hauptsitz in München.

Besonders interessant waren dabei die Infos, dass das Regensburger Werk u.a. eine Kindertagesstätte für seine Mitarbeiter anbietet und eine eigene Kantine hat, in welcher jeden Tag etwa 3.000 Essen ausgegeben werden. Für die Mitarbeiter des Unternehmens stehen zudem ein hauseigenes Fitnessstudio sowie Ärzte bereit. Auch eine werkseigene Feuerwehr mit 60 Mitarbeitern ist Bestandteil des Regensburger Werks. Bei Bedarf hilft diese den umliegenden Feuerwehren bei Einsätzen in Regensburg und Umgebung.

Am 17. März 1916 wurde der Grundstein des Unternehmens, das anfangs ausschließlich Flugzeugmotoren herstellte, gelegt. Erst Ende 1920 begann man mit der Produktion von Autos. Heute rollen täglich ca. 14.000 Fahrzeuge vom Band.

Das BMW-Werk in Regensburg gliedert sich in vier Fertigungsbereiche: Presswerk, Karosseriebau, Lackiererei und Montage. Hergestellt werden hier weltweit bekannte Automobilfahrzeuge, wie beispielsweise die Limousine der 1er Reihe, der Gran Tourer der 2er Reihe und das Cabrio der 4er Reihe.

Vielen Dank an alle begleitenden Lehrkräfte für diesen äußerst interessanten Werksbesuch, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird!

Lena Weishaupt, FW11b

 

MoRaBa hautnah

Gemeinsam mit unseren FpA-Betreuern, Herrn Strobel, Herrn Süß und Herrn Kölbl besuchten wir vor kurzem das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen. Wie der Name schon verrät, forschen die ca. 1.800 Angestellten hauptsächlich an Luft- und Raumfahrt, vor Ort sind jedoch auch andere Forschungsbereiche wie Energie, Verkehr, Digitalisierung und Sicherheit vertreten. Der Hauptsitz der DLR ist allerdings nicht in Oberpfaffenhofen – auch wenn dort mehr Arbeitnehmer beschäftigt sind - sondern in Köln.

Wir konnten an verschiedenen Experimenten teilnehmen, z.B. am MoRaBa. MoRaBa ist die Abkürzung für Mobile Raketenbasis. Diese Basis kann zu fast jedem Punkt der Erde befördert werden und von dort aus Raketentests ausführen. Vor allem kleinere Raketen werden damit in einem Parabelflug in die Atmosphäre geschossen, dabei wird eine kurzzeitige Schwerelosigkeit erzeugt, in welcher kleinere Experimente stattfinden.

Nach der theoretischen Einführung gingen wir zum Testgelände. Dort war schon eine kleine Testrakete vorgebereitet, die aus einer Plastikflasche und einem Schaumstoffdeckel bestand. In diese Rakete füllten wir immer unterschiedlich viel Wasser und pumpten 5 Bar Luft zusätzlich in die Flasche. Die Rakete wurde mit einem Fernzünder gestartet, so dass die komprimierte Luft und das Wasser entweichen konnten und die Rakete durch das Rückstoßprinzip fliegen konnte. Auf einem Whiteboard zeichneten wir in ein t-V-Diagramm mit den verschiedenen Zeitergebnissen, abhängig von der Volumenmenge. Die nun entstandene Funktion war eine Parabel, an der man ablesen konnte, welche Wassermenge zum längsten Flug führt. Die perfekte Wassermenge war ungefähr 0,33 Liter.

Im zweiten Experiment durften wir selber ein Auto programmieren, das Aufgrund bestimmter Befehle fahren und Lampen aufleuchten lassen kann. In kleinen Gruppen wurden die Aufgaben, die vom Experimentleiter gestellt wurden, ausgeführt. Einer dieser Aufgaben war, das Auto einer schwarzen Linie zu folgen zu lassen. Durch Trial and Error wurde sich langsam an den richtigen Code angenähert. 

Nach den Experimenten hat unser Führer uns das GSOC (German Space Operations Center) gezeigt und uns ein paar Informationen über die ISS erläutert. Des Weiteren durften wir in eine Weltraumkapsel hineingehen, welche einer der Lebensraume der Astronauten im Weltall ist. Neben der Kapsel befand sich der Flugsimulator, der Repariert wurde und somit nicht in Betrieb war.

Zum Schluss möchten wir noch unsere Meinung zur Exkursion äußern. Der Ausflug war insgesamt Interessant, da man viel Ansehen konnte und selber auch ein Experiment mit seiner Gruppe ausführen durfte. Schade jedoch war, dass wir den Flugsimulator nicht in Aktion sehen durften. Unserer Meinung hätten sie uns mehr selber im GSOC anschauen lassen sollen.

Paul Brandl und Fabian Heindl, FT11b

 

Lernort Staatsregierung

Gleich zu Beginn des Schuljahres fuhr die Klasse FS12c im Zuge des Sozialkundeunterrichts mit den Lehrkräften Frau Heid und Herrn Hagn zum „Lernort Staatsregierung“ nach München. So kamen wir am Vormittag beim bayerischen Justizministerium an. Dort ging es zuerst in den gewaltigen Justizpalast, in dem die Schüler durch die Staatsanwältin Frau Dr. Gernbeck begrüßt und während des Besuchs betreut wurden. Während die Schüler sich mit kostenlosen Getränken und belegten Semmeln stärken konnten, hielt Frau Dr. Gernbeck zuerst ein Einführungsreferat über Allgemeines rund um das Gebäude und das bayerische Justizsystem, unter anderem anhand eines Organigramms des Justizministeriums Bayern.

Anschließend folgte ein Fachreferat zu Fragen aus dem Gebiet des Strafverfahrens und Jugendstrafrechts, gehalten von der Regierungsrätin J. Huber. Anhand eines verständlichen Fallbeispiels schaffte es Frau Huber, ihre Aufgaben und Tätigkeiten gut verständlich zu erläutern und ließ auch keine Fragen seitens der Schüler offen.

Nach einer kurzen Pause folgte ein Gespräch mit dem persönlichen Referenten des Justizministers, Herrn Richter, der für den bayerischen Justizminister, Herrn Prof. Dr. Bausback, Aufgaben im Bereich der Presse ausführt.

Nach diesen vielen unterschiedlichen Eindrücken gab es für die Schüler und Lehrer ein Mittagessen in der Kantine des Justizpalastes. Danach erfolgte eine kurze Besichtigung des „Weiße Rose Saals“ mit Erläuterung der Ausstellung durch Frau Dr. Gernbeck. U.a. über die Prozesse gegen Mitglieder der Studentengruppe „Weiße Rose“ wie z.B. die Geschwister Scholl. Dieser Raum ist eine Nachbildung des Gerichtsaals in dem die Hauptprozesse stattfanden.

Zweiter Anlaufpunkt unseres Ausflugs war nach einem kurzen Spaziergang durch die Stadt die Staatskanzlei, in der wir den Tagungsraum der bayerischen Regierung besichtigen und am Kabinettstisch Platz nehmen durften. Hier erfuhren wir einiges über die Arbeit des bayerischen Ministerpräsidenten und die Minister sowie Allgemeines zur Staatskanzlei.

Im Anschluss hatten wir noch etwas Zeit, München eigenständig zu erkunden, bevor wir dann mit erweitertem Wissen wieder zurück nach Amberg fuhren. Es war für alle ein sehr informativer und interessanter Ausflug. Es ist schön, dass die Lehrer solche Exkursionen organisieren, da somit Politik anschaulicher wird.

Michael Ebner, FS 12c

 

Bergbau- und Industriemuseum im "Ruhrgebiet des Mittelalters"

Mitte Oktober besuchten wir das Bergbau- und Industriemuseum Theuern. Das Museum ist im Schloss Theuern untergebracht und hat einige Außenstellen wie das Hammer- und Polierwerk, welches wir besuchten.

1978 wurde ein Historisches Haus aus dem Bayerischen Wald abgetragen und in Theuern wieder errichtet. Dort sind seitdem das Polierwerk und die Spiegelglasschleife untergebracht. Im Erdgeschoss sind zum einen die Horizontalschleife und das Antriebswerk für die verschiedenen Gerätschaften eingelagert. Das Antriebswerk bekommt den Schwung von einem Wasserrad und leitet diesen dann durch verschiedene Transmissionen zu den jeweiligen Apparaturen. Die Horizontalschleife schliff das Glas, abhängig der gewünschten Güte, ca. 12 bis18 Stunden. Die Frauen der Glasschleifer dosierten danach die Platten noch nach, d.h. sie polierten die Tafeln mit einem Gemisch aus Granat und Wasser.

Im 1. Obergeschoss ist die Polierhalle mit 32 Poliertischen, die sich durch die aus dem Erdgeschoss kommenden Riemen, welche am Antriebswerk angeschlossen waren, in Bewegung setzten.

Im 1. und 2. Obergeschoss befinden sich zusätzlich die Gemächer der Müllner und ihrer Knechte sowie Gesellen. Über die Betreiber wurde damals gesagt, sie wären mit dem Teufel im Bunde, da die Dorfbewohner nicht wussten wie die Technologie, die dort untergebracht ist, funktioniert und die Quelle der Lärmbelastung sich nicht erklären konnten. Deshalb standen solche Mühlen außerhalb der Dörfer.

Direkt neben dem Polierwerk steht das Hammerwerk, welches ebenfalls mit Wasserkraft betrieben wird. Genauso wie die andere Außenstelle wurde die Hammermühle erst im 20. Jahrhundert in Theuern wieder aufgebaut. Ein Wasserrad ist direkt an einem ganzer Baumstamm - mit einem Durchmesser von ca. einem Meter - angesetzt, die so genannte Hammerwelle, diese ist mit Zapfen versetzt. Sie drücken die Hämmer durch Hebel Wirkung nach oben und lösen anschließend den Schlag aus.

Zuletzt gibt es noch eine Schmiede mit Schmiedeofen, Amboss, Blasebälgen usw. Bei verschiedensten Festen/Märkten wird dort heutzutage noch gearbeitet.

Andreas Schwarz, FT11d