OTH Amberg und FOSBOS Amberg

Kunststoff - ungebremst auf den Vormarsch ...

Schon in den Neunzigerjahren wurde mehr Kunststoff hergestellt als Stahl. Die Kunststoffproduktion hat sich seit dieser Zeit verdreifacht und sie würde ausreichen, um unseren Erdball mindestens sechsmal mit Folie einzupacken. Der Dokumentarfilm „Planet Plastic“ zeigt, wie Kunststoffe in die entlegensten Gebiete der Erde verteilt werden, in die Wüsten Marokkos oder die Tiefen des Pazifiks. Ob als verrufene Plastiktüten, als Müll auf Deponien und in den Weltmeeren, oder als schädliches Mikroplastik in der Nahrungskette, Kunststoffe kommen immer wieder ins Gerede. Die meisten Kunststoffe werden aus Mineralöl hergestellt und verbrauchen dafür ca. 5 Prozent des weltweit geförderten Öls. Gleichzeitig reduziert der Einsatz von Kunststoffen aber auch den „Energiehunger“ der Menschen durch gut gedämmte Häuser oder einen geringeren Stromverbrauch durch moderne Technologien im Haushalt. Dem Einsatz von Kunststoffen verdanken wir aber nicht nur leichtere und damit sparsamere Autos, auch der Güterverkehr wird „leichter“, wenn beispielsweise Milch nicht in Flaschen, sondern Tüten abgefüllt wird.

Höchste Zeit sich einmal genauer mit dem Werkstoff Kunststoff zu befassen, vielmehr aber mit der Herstellung von Halbzeugen, Bauteilen und Baugruppen. Und so besuchten die Klassen FT11c und FT11d das Kunststofflabor der OTH in Amberg im Rahmen der fachpraktischen Anleitung. Und sicherlich sehen jetzt unsere Schüler die oftmals unsichtbare „Kunststoffwelt“ mit ganz anderen Augen.

So haben wir gelernt, dass der Schraubverschluss der besagten alltäglichen Milchtüte aus einem thermoplastischen Kunststoff im Spritzgussverfahren hergestellt wird. Wieviel Know-How nur in der Produktion eines solchen Bauteils steckt, das konnten die Schüler in vielfältigen Experimenten erfahren. Denn von der Schmelze bis zum ansprechenden Bauteil liegt ein langer beschwerlicher Weg, gepflastert mit Begriffen wie Schussgewicht, Einspritzstrom, Einspritzzeit, Restkühlzeit, Umschaltvolumen, Dosiervolumen, abgerundet im wahrsten Wortsinn von der Wahl des richtigen Nachdrucks, der dem Teil dann den letzten Schliff verleiht. Modelle mussten gewogen und vermessen werden, Formeln und Tabellen mussten gesichtet und studiert werden, um dann erste robuste Daten für das Arbeiten an der Maschine zu ermitteln. Die von der Maschine ausgeworfenen Werkstücke wurden begutachtet, um sie für eine weitere Optimierung des Bauteils nachjustieren zu können. Professor Hummichs Humor sei Dank, dass dieser Weg dann doch nicht allzu steinig wurde.

Besagter Schraubverschluss wird dann mit der Tüte verschweißt. Druck und Temperatur sind hier gefragt, wie uns Professor Jüntgen eindrucksvoll demonstrierte, als er ohne Hilfsmittel handelsübliche Filzstifte miteinander verschweißte. Reibung durch hochfrequente Schwingung - das sogenannte Ultraschallschweißen - konnten unsere Schüler nun intensiv erproben. Dabei haben wir gelernt, dass hierbei nach Möglichkeit keine Schweißraupe wie bei einem Fahrradrahmen entstehen soll und wir haben in Experimenten festgestellt, dass sich nicht alle Werkstoffpaarungen für eine gute und haltbare Schweißverbindung eignen.

Die Milchtüte besteht aus Folie und die Schüler hatten großen Spaß bei der Herstellung von Folien durch Extrusion. Wie verändert sich die produzierte Folie, wenn man die Drehzahl der Förderschnecke verändert? Wird sie dicker oder breiter oder beides? Was bewirkt die Zugabe nur kleinster Menge an Farbpigmenten in das Kunststoffgranulat? Wir haben natürlich auch größere Mengen eingemischt und auch Farbpigmente untereinander gemischt. Die Geduld von Frau Dr. Lobinger war dabei mindestens so groß, wie die am Schluss auf einer Papprolle aufgewickelte Folienbahn lang.

Herr Professor Hummich und seine Mitarbeiter, Herr Professor Jüntgen und Frau Dr. Lobinger, haben uns zwei interessante, lehr- und aufschlussreiche Nachmittage gestaltet. Wir durften „hinlangen“ und das war toll! Wir sagen ein herzliches „Vergelt’s Gott!“ und versprechen, dass wie wiederkommen, soviel ist sicher.

Stefan Boxdorfer

 

OTH Amberg und FOSBOS Amberg

Mathe-Schülertutorium als MINTBrücke

Im Rahmen der Kooperation mit der OTH Amberg-Weiden nahm die FOSBOS Amberg kurz vor den diesjährigen Abschlussprüfungen erstmals am Projekt MINTBrücke teil.

Hierbei erhielten die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen des Technikzweiges in zwei Kursen zu jeweils fünf Einheiten à 90 Minuten zusätzliche Übungsunterstützung im Fach Mathematik.

Rund 50 Schülerinnen und Schüler nahmen das kostenlose Angebot der OTH Amberg-Weiden dankbar an und übten mit ihrem Tutor Julian Bauer, einem Maschinenbau-Studenten an der OTH Amberg, fleißig Geometrie und Analysis für die bevorstehenden Abschlussprüfungen.

„Tutorien sind im Studium weit verbreitet. Hierbei handelt es sich um zusätzliche Übungsstunden zum Vorlesungsstoff, die von Studierenden höherer Semester gehalten werden“, erläutert Dr. Carolin Wagner, Leiterin des Studien- und Career Service an der OTH Amberg-Weiden. Die Idee der Tutorien hat das Team um Carolin Wagner nun auf die Schulen übertragen.

„Studierende aus den Ingenieurstudiengängen der OTH Amberg-Weiden bieten an den Schulen Übungsstunden an, die die Schüler freiwillig besuchen können, um den Mathematikstoff für die Abschlussprüfungen zu wiederholen und das Wissen dazu zu festigen“, so Wagner weiter. Auf diese Weise wird das gemeinsame Lernen unterstützt, die Schülerinnen und Schüler erhalten eine feste Struktur für ihre Mathe-Vorbereitung und erhalten Tipps von Studierenden, die im Studium ebenfalls immer wieder vor der Herausforderung stehen, viel Lernstoff in kurzer Zeit zu begreifen und abrufbar zu machen.

Die Übungsinhalte wurden im Vorfeld mit den jeweiligen Mathematiklehrkräften FOSBOS Amberg abgestimmt, die Kosten wurden über das Hochschulprojekt MINTBrücke finanziert, das im Rahmen des MINTerAKTIV-Projekts auch vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst gefördert wird.

Die Organisation dieser Tutorien hat Nina Weber-Fuchs von der OTH Amberg-Weiden inne, die von der Suche geeigneter Studenten über die Planung der Termine bis hin zur Evaluation der Kurse alles überblickt. „Ich freue mich sehr darüber, dass unser Angebot so positiv angenommen wird und bin mir sicher, dass unsere Studierenden den Schülerinnen und Schülern in der Vorbereitung eine gute Unterstützung sein werden“, so Weber-Fuchs.

Die „MINTBrücke“ zielt darauf ab, jungen Frauen und Männern den Einstieg in ein MINT-Studium zu erleichtern, sie in den ersten Semestern zu unterstützen und somit qualifizierte Nachwuchskräfte für naturwissenschaftlich-mathematisch-technische Berufe auszubilden.

Dabei wird bereits vor Studienbeginn, in der Orientierungsphase des Schulabschlusses angesetzt, um bereits während der Schulkarriere in den MINT-Fächern zusätzlich gestärkt zu werden. Hierbei stehen sowohl die gezielte Förderung begabter Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt, wie auch das vorzeitige Ausgleichen vorhandener Wissenslücken in den MINT-Fächern.

Mario Schultheiß

 

OTH Weiden und FOSBOS Amberg

Ein Tag auf dem Campus

Vor kurzem machten sich alle Klassen des Wirtschafts- und Technikzweiges auf den Weg zur OTH in Weiden.

Alle waren gespant, einen Einblick in den Studentenablauf zu bekommen. Zur Begrüßung erhielten wir von den OTH-Guides eine kurze Einweisung und Unterlagen zu den verschiedenen Studiengängen der OTH. Danach durften wir uns auf dem Campus selbstständig bewegen und unseren Tagesablauf frei gestalten.

Uns wurde ein vielfältiges Programm zur Verfügung gestellt. Meine Gruppe hat sich für die zwei Vorträge über die Studiengänge Betriebswirtschaft, Handels- und Dienstmanagement sowie Wirtschaftsingenieurwesen entschieden. Der erste Vortrag hat uns sehr gut gefallen und wir können uns jetzt auf jeden Fall ein Studium in dieser Richtung vorstellen. Durch den zweiten Vortrag ist uns bewusst geworden, dass man, wenn man die Richtung Wirtschaftsingenieurwesen einschlägt, Mathe gut beherrschen muss. In den Laboren hatten wir dann die Möglichkeit, die Experimente und Versuche von Professoren zu beobachten und teilweise sogar mitzumachen. Spannend war hier vor allem die Medizintechnik, ein sehr spannender, interessanter und vor allem für die Zukunft wichtiger Berufszweig. Zum Abschluss wurden wir im Vortrag "Survival Guide" noch über das Studentenleben informiert.

Chantal Übler, FW11c

 

OTH Amberg und FOSBOS Amberg

Dokufilm „lebens(t)raum"

150 Schülerinnen und Schüler aus 8 Klassen kamen Ende Juli zusammen, um den Dokumentationsfilm „lebens(t)raum“ zu sehen, der im Rahmen des Projektes „Integration.kreativ“ unter der Leitung von Frau Prof. Nailja Luth entstanden ist.

Der preisgekrönte Film ist die Abschlussarbeit dreier Medientechnikstudenten der OTH Amberg-Weiden. Frau Prof. Nailja Luth führte eingangs kurz in den Film ein. Er porträtiert den Fluchtweg und die Lebensumstände von vier unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Zwei hiervon sind derzeit noch Schüler des BSZAM.

Der direkte Bezug zur Lebenswelt der Jugendlichen und der eigenen Schule, verbunden mit der hervorragenden Qualität des Films schaffte eine interessierte Atmosphäre. Gekonnt waren nicht nur der Schnitt, der Ton, die graphische Darstellung der Fluchtwege und der Situation in den Herkunftsländern. Gekonnt waren auch die Porträts, in denen die jungen Flüchtlinge zu Wort kamen. Hier wurde mit leisen Tönen vermittelt, was die Menschen, die zu uns gekommen sind, erlebt haben und was sie heute beschäftigt. Man sieht die jungen Menschen auch miteinander im Umfeld der Hochschule, wo die Studenten den Flüchtlingen Fertigkeiten vermitteln, die sie selbst im Studium erwerben, beim gemeinsamen Picknick im Grünen, beim Tanzen auf Festen. Man hört, dass durch die Begegnung im Projekt dauerhafte Freundschaften entstanden sind. Der Film entlässt den Zuschauer ohne Forderungen, ohne zu manipulieren, er regt zum Überdenken eigener Einstellungen an, ohne zu belasten.

Ebenfalls gekonnt war die Moderation der anschließenden Diskussion durch die drei Medientechnikstudenten, in der die Schüler mit ihren Meinungen und Eindrücken zu Wort kommen durften. Das Anliegen der studentischen Filmemacher und ihrer Professorin, die jungen Zuschauer zu hören und zu verstehen, was sie im Zusammenhang mit der Flüchtlingssituation im Land beschäftigt, war deutlich zu spüren. Auch wenn nur wenige Schüler mangels persönlicher Berührung mit den Menschen aus fremden Ländern auch eine persönliche Meinung haben, klingt etwas nach, ist ein Anfang gemacht.

Im Nachgang sagte eine Schülerin der WGH10: „Da bekommt man das Gefühl, man sollte auch was machen. Nächstes Jahr bekommen wir im Betrieb zwei neue Auszubildende, die geflohen sind.“ Vielleicht inspiriert so eine Präsentation, in der junge Menschen bei gemeinsamen Aktivitäten von der Kamera begleitet wurden dazu, selbst auf Menschen zuzugehen, die weniger günstige Startbedingungen in ihr eigenes Erwachsenenleben haben als sie selbst.

Kerstin Klug

 

OTH Amberg und FOSBOS Amberg

Vom TV- und Tonstudio bis zur Müllsortierung

Vor kurzem besichtigten wir, die Klasse FT11a, im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung die Labore an der OTH Amberg.

Nach der herzlichen Begrüßung durch Herrn Stiegler und einer kurzen Info zum Studium an der OTH, führte uns dieser in die Labore der verschiedenen Fakultäten.

Unsere erste Station war das Medienlabor. Dort wurde uns von Prof. Dr.-Ing. Klaus Grüger und dem ehemaligen FOS-Schüler Florian Haupt – der nun Laboringenieur ist - das Labor gezeigt. Wir durften hinter die Kulissen eines komplett eingerichteten TV- sowie Tonstudios blicken. Einige von uns spielten sogar den „Wettermann“. Dabei fiel auf, dass es gar nicht so leicht ist, auf die richtigen Städte in einer virtuellen Weltkarte zu zeigen.

Im Akustiklabor erklärte uns Dipl.-Ing. Jürgen Schafberger, welche Eigenschaften und Kräfte der Schall besitzt. Das alles wurde uns in einem freischwebenden, schalldichten und abgetrennten Raum gezeigt.

Prof. Dipl.-Ing. Joachim Hummich erläuterte uns anschließend das Spritzgussverfahren und andere Techniken zur Kunststoffverarbeitung. Er übergab uns sogar einige selbst produzierte Geschenke.

Auch die Innovationen der Automobilbranche konnten uns anhand des Audi A2 und einiger anderer Autoteile sehr anschaulich vermittelt werden.

Unsere letzte Station an der OTH war das Labor zur Sortierung von Müll. Dort wurde uns von Herrn Stiegler eine etwas kleinere, aber genauso gut funktionierende Müllsortierungsanlage erläutert. Ähnliche Maschinen kommen auch in der Industrie zum Einsatz.

Rückblickend ist zu sagen, dass es ein sehr gelungener und interessanter Tag war.

Hannes Müller, Philipp Reindl und Max Künstler, FT11a

 

OTH Amberg und FOSBOS Amberg

Wer unterstützt Daniel Düsentrieb? Patentingenieure

Bei der Digitalisierung der industriellen Prozesse entstehen in den Unternehmen neuartige Lösungsverfahren, die als Erfindungen eine Monopolstellung ermöglichen. Die zukünftigen Bachelorabsolventen des Studiengangs Patentingenieurwesen in Amberg begleiten in ihren Unternehmen diesen Prozess der Patentsicherung und der ökonomischen Verwertung.

Zur Erkundung dieser Möglichkeiten ermöglichten Prof. Dr. Koch und Prof. Dr. Tiefel den Schülerinnen und Schülern der Klassen FW11a und FW11c mit ihrer Lehrkraft, Herrn G. Fischer, eine Exkursion an die OTH Amberg.

Eindrucksvoll präsentierte Prof. Dr. Tiefel technologische Veränderungen, die die Sicherung von Patenten, Marken- und Schutzrechten hervorrufen.

Prodekan Prof. Dr. Koch ging auf die Fragen zum Ablauf dieses OTH-Studiums ein. Neben den inhaltlichen Aspekten und der zeitlichen Struktur des Bachelorstudiums erläuterte ein Kommilitone des 7.Semesters aus der Perspektive eines Studierenden. Hervorzuheben ist der intensive Theorie-Praxis-Bezug des Studiums, der durch Lehrbeauftragte unterstützt und zusätzlich durch Praktikumsbetriebe gefördert wird. Letztere bieten teilweise zusätzliche Stipendien zur finanziellen Unterstützung der Studenten an.

Die Schülerinnen und Schüler der beiden Wirtschaftsklassen zeigten sich bei den anschließenden Führungen durch die Labore der OTH von den technischen Möglichkeiten beeindruckt. Der praxisnahe Studiengang mit der Verknüpfung technischer und wirtschaftlich-rechtlicher Inhalte stieß bei einigen der künftigen Studenten auf großes Interesse, nicht zuletzt ob der offensichtlich hervorragenden Anstellungsperspektiven und des attraktiven Einstiegsgehalts. Wir wünschen allen die bestmögliche Entscheidung für die Wahl des richtigen Studienganges.

Gerd Fischer

 

OTH Weiden und FOSBOS Amberg

Campus-Luft: Tag der Schulen an der OTH Amberg-Weiden

Die OTH (Ostbayerische Technische Hochschule) Amberg-Weiden ist eine staatliche Fachhochschule, die 1994 gegründet wurde. Die Fachhochschule hat jeweils einen Standort in Amberg und in Weiden. Präsidentin der OTH Amberg-Weiden ist Prof. Dr. Andrea Klug. An der OTH in Weiden zählen Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen sowie Handels- und Dienstleistungsmanagement zu den gefragtesten Studiengängen, in Amberg hingegen Maschinenbau sowie Medienproduktion und -technik.

An der OTH Amberg-Weiden studieren rund 3.500 Studenten, die von 84 Professoren und Professorinnen unterrichtet werden. Es gibt 14 Bachelor- und 10 Master-Studiengänge. Des Weiteren bietet die OTH Amberg-Weiden das duale Studium an (OTH Professional), das Beruf und Studium miteinander verbindet.

Die OTH Amberg-Weiden steht in Rankings auf den vordersten Plätzen. Beispielsweise haben mehrere Professoren den Preis für herausragende Lehre an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften erhalten. Außerdem gehört die OTH Weiden seit 2008 im CHE-Ranking zu den Spitzengruppen in den Bereichen Betriebswirtschaft sowie Handels- und Dienstleistungsmanagement. Das gilt auch für die Elektro- und Informationstechnik, den Maschinenbau und die Umwelttechnik.

Am Tag der Schulen hatten wir die Möglichkeit, uns über die einzelnen Studiengänge zu informieren und mit den Professorinnen bzw. Professoren zu sprechen. Außerdem konnten wir uns den Campus und die Vorlesungssäle näher anschauen.

Ein Studium an der Fakultät Betriebswirtschaft dauert sieben Semester. Pro Semester hat der Student sechs Prüfungen abzulegen. Nach dem Studium kann man den Bachelor in Betriebswirtschaft, Handels- und Dienstleistungsmanagement sowie im Wirtschaftsingenieurwesen machen. Nach dem Bachelor folgt der Master in Human Resource Management, Marketing Management, Wirtschaft und Recht.

Laut Prof. Krämer ist an der Fachhochschule der Kontakt zwischen dem Lehrpersonal und den Studenten enger als an der Universität. So sitzen in einem Vorlesungssaal an einer Uni in Betriebswirtschaft beispielsweise 300 oder mehr Studenten. Dabei könnte man laut Prof. Krämer „untergehen“ bzw. nicht wahrgenommen werden. Dies geschieht nicht an einer Fachhochschule, da meistens maximal 100 Studenten an einer Vorlesung teilnehmen und dadurch jeder, der Fragen hat, auch zu Wort kommen kann.

Des Weiteren ist der Praxisbezug einer Fachhochschule höher als an einer Universität. An einer Universität lernen die Studenten meistens nur die Theorie im Bereich Betriebswirtschaft. Anders ist es an Fachhochschulen, wo die Studenten Praktika in einem Unternehmen absolvieren müssen.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die begleitenden Lehrkräfte, die es uns ermöglichten, einen Blick hinter die Kulissen einer Fachhochschule zu werfen und Campus-Luft zu schnuppern!

Marina Norkin, FW11a

 

OTH Amberg und FOSBOS Amberg

Besuch der OTH Amberg - Praxis der Thermodynamik

Im Rahmen einer Kooperationsveranstaltung mit dem Lehrstuhl für Verbrennungsmotoren an der OTH-Amberg erhielten die Schülerinnen und Schüler der Klasse BT12b der FOS/BOS Amberg einen ersten Eindruck in die Praxis der Thermodynamik.

Anhand mehrerer Versuche konnten die Schülerinnen und Schüler selbst erleben, was sie bei einem technischen Studium an der OTH erwartet, denn die von ihnen durchgeführten Versuche absolvieren auch – natürlich in einer etwas komplexerer Form - die OTH-Studenten im Grundstudium.

So wurden zum Beispiel Wärmekapazitäten ermittelt und mit Literaturwerten verglichen. Zudem erfassten die Schülerinnen und Schüler die Daten einer Wärmepumpe und erstellten daraus ein Diagramm. Auch ein Versuchsaufbau mit einem Stirling-Motor wurde genauer betrachtet, wobei der Wirkungsgrad des Motors ermittelt wurde.

Die Praxistests wurden von Herr Professor Marco Taschek und seinen Mitarbeitern - darunter auch Studierende – geleitet. Durch die gemeinsame Durchführung der Tests wurden viele praktische Anwendungsmöglichkeiten der Thermodynamik vermittelt, wobei auch Zeit für allgemeine Fragen zum Studium an der OTH blieb. Im Anschluss an die Versuche stand Herr Stiegler für Fragen zum Studium an der OTH, aber auch zum Studium an einer Fachhochschule ganz allgemein zur Verfügung.

Nach der Gesprächsrunde wurden alle Beteiligten zu einem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa eingeladen. So konnten alle gut gestärkt zum letzten Programmpunkt übergehen. Herr Professor Taschek führte die Besuchertruppe durch die Versuchslabore mit mehreren Verbrennungsmotoren.

Ein wirklich gelungener und sehr abwechslungsreicher Kooperationstag an der OTH-Amberg, der hoffentlich im nächsten Schuljahr wiederholt wird.

Simone Schäfer

OTH Amberg und FOSBOS Amberg

„Einmal real-life – Studienfeeling…“

Die 11. Klassen der FOS erkunden im Schuljahr 2015/2016 an der OTH Amberg den einzigen Vollzeit­stu­diengang für Patentingenieure in Deutschland.

Monopole gelten gemeinhin nicht unbedingt als volkswirtschaftlich vorteil­haft, für Bachelorabsolventen des Studienganges Patentingenieur­wesens in Amberg bietet sich indes eine Option für ein berufliches Alleinstel­lungs­merkmal.

Zur Erkundung dieser Möglichkeiten boten Prof. Dr. Koch und Prof. Dr. Tiefel den Schülerinnen und Schülern der 11. Klassen der FOS eine Exkursion an die OTH Amberg an.

Eindrucksvoll präsentierte Prof. Dr. Tiefel eine für den Laien ungeahnte Fülle an rechtlichen Randbedingungen rund um die Gewährung von Paten­ten, Marken- und Schutzrechten, Geschmacksmustern und Urheber­rech­ten. Im Anschluss daran ging Prodekan Prof. Dr. Koch auf alle Fragen zum Ablauf dieses OTH-Studiums ein. Besonders interessant war der Beitrag einer Studentin des 4.Semesters (eine ehemalige FOS-Schülerin des Wirtschaftszweiges), die von ihren Eindrücke aus der Perspektive einer Studierenden berichtete.

Hervorzuheben ist der intensive Theorie-Praxis-Bezug des Studiums, der durch die Lehrbeauftragten unterstützt und durch die Praktikumsbetriebe gefördert wird, die teilweise zusätzliche Stipendien zur finanziellen Unter­stützung der Studenten anbieten.

Die Schülerinnen und Schüler der FOS Amberg zeigten sich bei den an­schließenden Führungen durch die Labore der OTH von den tech­ni­schen Möglichkeiten beeindruckt und diskutierten lebhaft über die Ausgestaltung ihres optimalen Traum­studienganges. „Einmal real-life – Studienfeeling“ zu erleben, bringt mehr als „Internet oder Beratung“, so das ermutigende Resümee einer Schülerin. Wir wünschen viel Erfolg bei der individuellen career choice.

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Gruppenbild vor der OTH Amberg-Weiden

Gerd Fischer