DEPRAG – neuartige Technik aus Amberg

Ende Mai besuchten die Schülerinnen und Schüler der Klasse FT11b im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung die DEPRAG Schulz GmbH u. CO in Amberg. Das Familienunternehmen, welches seit 1923 in Amberg deutsche Präzisionswerkzeuge herstellt, hat neben ihrem Standort in Amberg auch noch Standorte in verschiedenen Ländern, u.a. in Großbritannien, China, Schweden oder Tschechien.

Nach unserer Ankunft führte uns Sabine List, die Ausbildungsleiterin, sogleich in das Ausbildungszentrum, in dem uns u.a. ein kurzer Film über das Familienunternehmen gezeigt wurde. Wir erhielten u.a. einen Überblick über die Geschichte, die Unternehmensführung, die Länder, in welchen die DEPRAG agiert sowie über die Produkte, die hergestellt und vertrieben werden – hierunter fallen beispielsweise Druckluftmotoren, Druckluftwerkzeuge und Turbinen. Außerdem ist die DEPRAG Marktführer in der Schraubtechnik.

Anschließend besichtigten wir die Mechatronik- und Metallwerkstatt in den Ausbildungswerkstätten. Dort wurde uns das Innen- und Außenschleifen und das 5-Achsen-CNC-Fräsen nähergebracht. Besonders auffällig war der denkmalgeschützte Altbau in dem sich die Metallwerkstatt befand. Früher war dort die größte Waffenproduktion Bayerns. Nachdem diese eingestellt worden war, wurde hier das Familienunternehmen DEPRAG gegründet.

Herzlichen Dank für diese tolle Führung und die gute Verpflegung!

Leonhard Berschneider, Leonhard Gmey und Gabriel Luber, FT11b

 

Kommt, wir machen MINT!

Egal, wo wir hinsehen, überall finden wir auf irgendeine Art und Weise diese vier Buchstaben: MINT – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik. Wir finden sie im Display des Handys, bei der Erzeugung von Strom, beim Bauen von Häusern oder Autos, im Umweltschutz, in der Medizin, im Internet, etc.

Die Förderung der Interessen und Fähigkeiten von Jugendlichen im MINT-Bereich ist im Zeitalter von Digitalisierung und Industrie 4.0 daher von großer Bedeutung. Allerdings entscheiden sich nach wie vor zu wenige junge Frauen für technische und naturwissenschaftliche Studiengänge und Berufe. Spezielle Programme und Infoveranstaltungen haben sich folglich zum Ziel gesetzt, das Interesse an den sog. MINT-Berufen und Studiengängen zu fördern und dabei insbesondere auch junge Frauen für naturwissenschaftliche und technische Fächer zu begeistern. Kurzum: genderspezifische Hürden sollen ab- und Brücken in ein MINT-Studium aufgebaut werden.

So auch das MINT-Mädchen-Projekt der OTH Amberg-Weiden, das Ende Mai von Agnes Wörster, künftige Projektverantwortliche für MINT-Mädchen, interessierten Schülerinnen der 11. Klassen an der FOSBOS Amberg vorgestellt wurde. Die Referentin machte dabei deutlich, dass es bei dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt nicht nur um MINT geht, sondern auch darum, dass sich die Schülerinnen mit ihrem Bildungsweg, ihrer beruflichen Zukunft sowie mit sich selbst und ihren Stärken auseinandersetzen. Geplant sind u.a. Empowerment-Workshops, Forschungsworkshops mit Experimenten, Exkursionen, MINT-Tutorien, eine Summer-School und vieles mehr.

Weitere Informationen erhielten die 11. Klässlerinnen von den beiden Schülerinnen Sarah Stachnowski und Jennifer Suchan (FT12b) – aktuell Teilnehmerinnen bei MINT-Mädchen. Sie berichteten mit viel Begeisterung und Leidenschaft von ihrer Zeit an der MINT-Akademie der OTH Amberg-Weiden. Vor allem der Erfahrungsaustausch mit den Studenten („rent a student“), die Möglichkeit andere Schülerinnen kennenzulernen, Forschungsexperimente zu machen oder einfach nur in Mathematik Unterstützung zu bekommen, überzeugte sie. Und so rieten sie allen anwesenden Schülerinnen, sich unbedingt um einen der 50 Plätze in jener MINT-Akademie zu bewerben.

Die Nachfragen zeigten, dass sie und Frau Wörster überzeugt hatten und so werden sich wohl auch im kommenden Schuljahr wieder Schülerinnen der FOSBOS Amberg im Rahmen von MINT-Mädchen mit der Frage auseinandersetzen: Wie funktioniert die Welt um uns herum und wie können wir als „Mädchen“ diese mitgestalten? Ein Anliegen, das uns als MINT-freundliche Schule sehr wichtig ist.

Heidi Selch-Witt

 

Zu Besuch bei den Staatsministern Kaniber, Piazolo und Huml

Die beiden Klassen BW12a und BT12a der FOSBOS Amberg besuchten im Rahmen von "Lernort Staatsregierung" das Landwirtschaftsministerium und die Staatskanzlei in München. Ziel dieser Aktion, bei der Schulklassen aus allen bayerischen Regierungsbezirken in die Hauptstadt kommen dürfen, ist, einen Minister und dessen Arbeitsumfeld kennen zu lernen.

Nach einer freundlichen Begrüßung wurden wir über die momentane Lage der Landwirtschaft, beispielsweise über den Unterschied zwischen Haupt- und Nebenerwerb in der Landwirtschaft oder den steigenden Bioanteil in den letzten Jahren informiert. So gibt es in Bayern im Vergleich zum Rest der Bundesrepublik relativ viele Nebenerwerbslandwirte, was als eine Besonderheit der bayerischen Landwirtschaft zu sehen ist. Besonders erfreulich ist, dass der Anteil an biologisch erzeugten Lebensmitteln kontinuierlich steigt, was sowohl für Mensch als auch Natur große Vorteile bringt.

Später ging es ein Stockwerk höher, in das Büro von Staatsministerin Michaela Kaniber. Michaela Kaniber (CSU) ist seit 2013 Mitglied des Bayerischen Landtags und seit März 2018 Bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Der Tagesablauf der Landwirtschaftsinisterin ist streng getaktet, da sie zahlreiche Termine wahrnehmen muss. Neben den regelmäßigen Kabinettssitzungen und Terminen in der Rolle als Staatsministerin steht auch der Besuch von Veranstaltungen an, die Frau Kaniber wahrnimmt, beispielsweise ihr ehrenamtliches Engagement bei der Kinderkrebshilfe TS-BGL e.V.. Als Stimmkreisabgeordnete des Wahlkreises Berchtesgadener Land muss sie diesen regelmäßig besuchen, um sich über die dortigen Entwicklungen zu informieren. Aus diesem Grund hat sie einen persönlichen Fahrer, der sie zu allen Terminen bringt. Diese Zeit ist jedoch nicht zur Erholung gedacht, sondern sie führt während der Fahrt Telefonate und bearbeitet Mails. In der gemeinsamen Diskussion mit der Referentin gewannen wir die Einsicht, dass aufgrund einer solch hohen Arbeitsbelastung, Annehmlichkeiten wie die eines persönlichen Fahrers unerlässlich sind und dass das Berufsziel „Politiker“ zum Teil etwas verklärt in unseren Köpfen verankert war.

Anschließend ging es zurück in den Vortragsraum. Der zweite Vortrag handelte von erneuerbaren Energien und wie deren Gewinnung und Nutzung sich in den letzten Jahren verbessert hat. So erfuhren wir, dass es neben den allgemein bekannten Biogasanlagen viele weitere Möglichkeiten gibt, erneuerbare Ressourcen zu nutzen.

Nach dem Mittagessen machten wir uns auf den Weg zur Staatskanzlei, wo bereits viele andere Klassen aus dem Freistaat anwesend waren. In dem beeindruckenden Kuppelsaal hatten wir die Möglichkeit, mit verschiedenen Ministerinnen und Minstern der Bayerischen Staatsregierung zu diskutieren. Neben der Staatsministerin Michaela Kaniber waren Professor Dr. Michael Piazolo, Staatsminister für Unterricht sowie Melanie Huml, Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, vertreten.

Im Anschluss an eine kurzen Begrüßungsrede tauschten sich die Anwesenden mit Frau Kaniber offen über aktuelle Themen aus. Darunter waren unter anderem das Volksbegehren zur Rettung der Bienen sowie die „Fridays for Future“-Bewegung. In der gemeinsamen Diskussion mit der Staatsministerin entstand der Konsens, dass für die Rettung der Natur- und Artenvielfalt sowohl von Seiten der Politik als auch von Seiten der Bevölkerung vieles verändert werden muss. Ein weiteres Thema waren die öffentlichen Verkehrsmittel. Die Politik muss es beispielsweise ermöglichen, dass die Mehrheit in Bayern öffentliche Verkehrsmittel nutzen kann, indem die Kosten gesenkt werden. Im Gegenzug muss dieses Angebot von der Bevölkerung auch genutzt werden. Dass solche Veränderungen aber sehr langwierige und schwere Prozesse sind, machte uns Frau Kaniber durch ganz persönliche Erfahrungen deutlich. Unterschiedlicher Meinung war man bei dem Thema „Fridays for Future“. Frau Kaniber, selbst Mutter zweier Töchter, lobte zwar den Einsatz der Jugend für den Klimaschutz, kritisierte jedoch die Art und Weise der Umsetzung wie beispielsweise die Demonstrationen während der Schulzeit. Auch wenn wir in manchen Punkten nicht mit der Staatsministerin übereinstimmten, war es eine bereichernde Erfahrung, in solch eine intensive Diskussion mit Frau Kaniber zu treten.

Herzlichen Dank für den spannenden und informativen Tag!

Chiara Reiter

 

Ein Rennteam zum Anfassen!

Das Running-Snail-Racing-Team der OTH Amberg-Weiden zeigte vergangene Woche den Schülerinnen und Schülern im Technikzweig der FOSBOS sowie der Staatl. Technikerschule die spannende und vielseitige Arbeitsweise eines Rennteams.

Die beiden engagierten Vertreter des Racing-Teams begeisterten die jungen Zuhörerinnen und Zuhörer mit zahlreichen Bild- und Filmausschnitten aus der vergangenen Rennsaison. Darüber hinaus verstanden Sie es, dem Publikum mit Detailwissen aus dem Bereich der Fahrzeug- und Aerodynamik die einzelnen Phasen der Entwicklung ihrer „Schnecke“ näherzubringen. Vor allem das Sponsoring hat für das gesamte Rennteam einen hohen Stellenwert.

Besonderes Interesse galt insbesondere den jährlich stattfindenden Wettbewerben und den Platzierungen, die das Team bislang erreicht hat.

Abschließend wurden die Schülerinnen und Schüler noch eingeladen, sich als zukünftige Studenten der OTH Amberg-Weiden, dem Team von Running-Snail anzuschließen und so mit ihrem Wissen und Engagement den Rennwagen jede Saison noch weiter voranzubringen und zu verbessern.

Es gilt schließlich: Nach dem Rennen ist vor dem Rennen.

                                                                                                       Margit Liegl

 

Abitur und dann? - Rom, Berlin oder doch lieber Paris?

Bildquelle; u.a. auch für Startseite; Internet: Angebote der Berufsberatung

Vor kurzem fand für alle 11. Klassen der FOSBOS Amberg eine Informationsveranstaltung zum Thema „Abitur und dann?“ statt.

Silke Gresser von der Agentur für Arbeit ließ die Schülerinnen und Schüler dafür zunächst nach „Rom, Berlin oder Paris“ reisen. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich überlegen, ob sie verschiedenen Statements zustimmen würden und sich damit eine kleine „Ansichtskarte“ der Stadt abholen. Am Ende konnte jede/r selbst ermitteln, ob Uni (Berlin), FH (Rom) oder Ausbildung (Paris) eher ihren bzw. seinen Vorstellungen entsprach.

Anschließend referierte Frau Gresser noch einmal ausführlich darüber, wo nun der Unterschied zwischen Uni und FH liegt. Manche Studiengänge kann man nur an einer Universität studieren. Bei vielen Studiengängen hat man aber tatsächlich die Wahl. Am Beispiel der Uni und FH Würzburg zeigte sie den Unterschied noch einmal genau auf.

Welche Voraussetzungen benötigt werden, wenn man an einer Universität oder einer FH in Bayern studieren möchte, wurde ebenfalls erläutert. In vielen anderen Bundesländern sieht dies ganz anders aus - in Brandenburg beispielsweise kann man mit Fachhochschulreife alle Studiengänge an einer Universität studieren.

Ergänzend wurden der Aufbau und die Vorteile eines dualen Studiums aufgezeigt. Eine weitere Möglichkeit, die die Schülerinnen und Schüler nicht übersehen sollten, ist die Ausbildung bzw. das Studium im öffentlichen Dienst. Hierzu kann man sich auf der Internetseite des bayerischen Landespersonalausschusses anmelden.

Am Ende der Informationsveranstaltung bot Frau Gresser den Jugendlichen an, jederzeit einen individuellen Termin mit ihr vereinbaren zu können - vor allem mit dem Ziel, eine den persönlichen Interessen entsprechende Ausbildungsstelle oder einen geeigneten Studienplatz zu finden.

An dieser Selle herzlichen Dank an Frau Gresser für die produktive Zusammenarbeit! Ich freue mich sehr, dass unsere Schülerinnen und Schüler diese Unterstützung jederzeit einfordern dürfen!

Isolde Trepesch

 

klasse(n)publikum an der FOSBOS Amberg

Auch im Schuljahr 2018/2019 fanden sich wieder 10 Schülerinnen und Schüler, die an dem besonderen Abonnement des Stadttheaters Amberg teilnahmen und sich von September bis März zu sechs kurzweiligen Vorstellungen trafen.

Zu Beginn gab es mit „Willkommen bei den Hartmanns“ eine Komödie, die einigen schon durch den gleichnamigen Kinofilm bekannt war. Weiter ging es mit „Hexenjagd“ von Arthur Miller, das die Jugendlichen – sowohl durch die Thematik als auch durch die schauspielerische Darbietung – sehr beeindruckte. Mit „Heilig Abend“ von Kehlmann folgte ein zeitgenössisches Stück, das sich mit aktuellen Fragen beschäftigt, und uns sehr zum Nachdenken anregte.

Während ein Teil der Schülerinnen und Schüler Kehlmanns Stück zum Höhepunkt des Abos auserkoren hat, wählten einige das etwas andere klassische Konzert „Concerto Scherzetto“ zur besten Darbietung. In diesem szenisch-theatralen Konzert wurden klassische Stücke auf urkomische Weise dargeboten und das gesamte Publikum zeigte sich begeistert.

Nachdem mit „König Richard III“ von Shakespeare noch ein Klassiker auf dem Programm stand, endete das diesjährige Abo mit der Aufführung von „Auerhaus“ – einem Schauspiel nach dem Bestseller von Bov Bjerg, in dem sechs Freunde in den 80er Jahren zusammen ins Auerhaus ziehen, um ihren Freund Frieder von einem weiteren Suizidversuch abzuhalten.

Insgesamt waren alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer von den ausgewählten Stücken sehr angetan und freuen sich – sofern es die weitere Schulzugehörigkeit zulässt – auf ein neues Abo im kommenden Schuljahr.

Alexandra Ries

 

Was macht eigentlich das Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung?

Als Technikerklasse ist es sicherlich auch einmal interessant, zu erfahren, was das Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung alles macht. Und so besuchten wir im Rahmen der Fachpraktischen Ausbildung in der 11. Klasse an der FOSBOS Amberg das sogenannte Vermessungsamt in Amberg.

Zunächst erhielten wir allgemeine Informationen über die Arbeit des Innendienstes. Darüber hinaus wurde uns das Programm für Gebäudeeinmessungen vorgestellt, mit dem zu Demonstrationszwecken eine vollständige Zeichnung eines Beispielhauses gefertigt wurde. Außerdem erhielten wir einen Einblick in die alte Methode: handgezeichnete Karten, nur mit Umrissen in großen Formaten.

Im Anschluss daran zeigten uns die Außendienstmitarbeiter ihre Arbeit. Jedem Auto sind stets ein Ingenieur und mindestens ein Gehilfe zugeteilt. Die Ausstattung der Fahrzeuge ist hochmodern und so technisch wie nie. Es sind ein Tachymeter, ein GNSS-Gerät (GPS-Gerät), ein Computer, Laser, Objektive und vieles mehr mit an Bord. Das Haus, das zuvor am PC gezeichnet worden war, konnte nun draußen von uns vermessen werden und wir lernten so die Vielfalt der Geräte kennen.

Zum Schluss wurde uns noch der für jeden zugängige „BayernAtlas“ vorgestellt. Dort können Karten von Bayern abgerufen werden, die mit verschiedenen Filtern ausgestattet sind und so sieht man, je nach Bedarf, Karten für Wanderungen, Geschichtliches, nach Umwelteinflüssen oder nach Grundstücken unterteilt.

Benedikt Finster, Leo Dawidowski, Tobias Huisjen und Isabella Lay, FT11a

 

Wie lässt sich Mathematik begreifbar machen?

Im Rahmen des Chemie- und Mathematikunterrichts besuchten die Klassen FS11a und FS11b der FOSBOS Amberg gemeinsam mit ihren Lehrern, Herr Schönberger und Frau Krammer, das Deutsche Museum in München.

Dort angekommen, bekamen wir genügend Zeit, um uns selbstständig umzuschauen und uns zu informieren. Neben künstlich hergestellten Blitzen, nachgebauten Bergbaustollen oder dem Planetarium, gibt es auch das Mathematische-Kabinett.

Hier hatten wir die Möglichkeit, uns über verschiedene Mathematiker, komplizierte Formen und Simulationen sowie mathematische Probleme und deren Lösungen zu erkundigen. In der Abteilung werden unterschiedliche Aspekte der Mathematik besprochen. Die Kombinatorik, die Raumanschauung und das „Komplexe“. Wir konnten algebraische Flächen selbst erstellen, mathematische Rätsel lösen und dreidimensionale Objekte kennenlernen. Zu diesen und weiteren Themen bereiten wir in den kommenden Wochen Präsentationen.

Zuletzt besuchten wir noch die Innenstadt Münchens. Am Viktualienmarkt angekommen, bestiegen einige den 15 Stockwerke hohen „Alten Peter“, um auf dessen Aussichtsplattform in 56 Metern Höhe einen wunderschönen Ausblick über Bayerns Hauptstadt zu genießen.

Nach vielen interessanten Einblicken und einem wirklich gelungenen Ausflug erreichten wir - mathemtisch nun viel klüger - wieder die FOSBOS Amberg.

Louisa-Marie Kempf, FS11a

 

Nein zu Alkohol und Drogen im Straßenverkehr!

Die Verkehrserziehungswoche am BSZ Amberg klärt seit vielen Jahren über die Gefahren im Straßenverkehr auf.

Wie schon in den letzten Jahren haben uns dabei die Referenten Günter Geiler von der Fachhochschule-Polizei in Sulzbach-Rosenberg und Michael Werner von der Freiwilligen Feuerwehr Amberg besucht und Vorträge zum Thema „Alkohol und Drogen im Straßenverkehr“ gehalten.

Während Herr Geiler unsere Schülerinnen und Schüler über den gesetzlichen Rahmen und die rechtlichen Konsequenzen des alkoholisierten Fahrens aufklärte, berichtete Herr Werner vor allem über seine persönlichen Erfahrungen als Feuerwehrmann von Unfällen aufgrund von Alkohol am Steuer.

Beide Referenten schafften es, die Schülerinnen und Schüler für dieses wichtige Thema wichtigen zu sensibilisieren und beantworteten geduldig die zahlreichen Fragen.

Uns als Schule ist es vor allem wichtig, einen kleinen, aber vielleicht auch wertvollen Beitrag zur Sicherheit unserer jungen Fahranfängerinnen und -anfänger geleistet zu haben!

Herzlichen Dank an dieser Stelle auch an unsere beiden Partner, Herrn Geiler und Herrn Werner.

Gergely Atal

 

„Helikoptergeld“, Negativzinsen und Bargeldabschaffung

Wie in den vergangenen Jahren auch fanden dieses Schuljahr wieder zwei Vorträge der Deutschen Bundesbank an der FOSBOS Amberg statt. Als Referent konnte der Leiter der Bundesbankfiliale Regensburg gewonnen werden. Bundesbankdirektor Reinhard Pfaffel informierte die Oberstufenschülerinnen und -schüler in einer zwei-stündigen Präsentation mit anschließender Fragerunde zum Thema: „Die Geldpolitik in bewegten Zeiten: Chancen und Risiken“.

In einer schulartübergreifenden Kooperation waren insgesamt sieben Klassen der FOSBOS sowie die zukünftigen Steuerfachangestellten der Klasse WST11 mit ihren Lehrkräften, Mario Hefner und Matthias Sammer, eingeladen.

Dem Referenten gelang es, den Schülerinnen und Schülern die zukünftigen Optionen der Europäischen Zentralbank im Rahmen ihrer aktuellen Geldpolitik aufzuzeigen und den Zuhörenden eine Chance anzubieten, an den Prozessen der Geldpolitik in beruflicher Hinsicht teilnehmen zu können, da sich an der OTH Regenburg in Kürze ein neues Studienangebot etablieren wird, um den stetig steigenden Personalbedarf für Bayern zu decken.

Schwerpunkte des Vortrags waren die derzeit in allen Medien präsenten Fragestellungen, insbesondere die der weiteren Entwicklungen der geldpolitischen Maßnahmen des Systems der Europäischen Zentralbanken (ESZB). Kritische Fragen der Zuhörer zu den Themen „Negativzinsen“, „Bargeldabschaffung“ und „Helikoptergeld“ zur Weckung der Konsumfreude der Verbraucher wurden durch den Referenten inhaltlich ausgeleuchtet und zudem die Position der Deutschen Bundesbank verdeutlicht.

Darüber hinaus konnte der Referent der Deutschen Bundesbank ein neuartiges Studienangebot vorstellen, das allen interessierten Absolventinnen und Absolventen der FOSBOS ab Oktober 2019 ein Kooperationsstudium an der OTH Regensburg in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesbank ermöglichen wird. So bietet das Studium der Betriebswirtschaftslehre an der OTH ab dem kommenden Wintersemester einen Bachelor-Abschluss mit vertiefter Praxis in ausgewählten Geschäftsbereichen der Filialen der Deutschen Bundesbank im gesamten Bundesgebiet an. Auf der Internetseite der OTH können weitere Informationen bezogen werden. Bewerbungen bei der Bundesbank sind ebenfalls direkt möglich. Das duale Studienmodell würde die Möglichkeit bieten, Studium und Praxis ideal zu verknüpfen, so dass sowohl ein Verbundstudium (Studium und fachlich passende Ausbildung) als auch ein Studium mit vertiefter Praxis (BWL-Studium mit erweiterten Praxisphasen) möglich werden.

Gerd Fischer, der Organisator der Veranstaltung bedankt sich im Namen der gesamten Schülerschaft und der anwesenden Kollegen bei Bundesbankdirektor Reinhard Pfaffel für die engagierten und vor allem auch interessanten Vorträge.

Gerd Fischer

 

Einblick in die Welt der medbo in Regensburg

Im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung besuchten die Klassen FG11a und FG11b des Gesundheitszweiges die medizinische Einrichtung des Bezirks Oberpfalz (medbo) in Regensburg.

Nach der Begrüßung durch die Schulleitung der BFS für Gesundheits- und Krankenpflege der medbo, Christine Denk, erhielten die Schülerinnen und Schüler von Simone Ostalecki einen kurzen Vortrag zum Aufbau und zur Struktur des Bezirksklinikums für Psychiatrie und Neurologie.

Zugleich wurden die Schülerinnen und Schüler über die Möglichkeiten der Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger bzw. des dualen Bachelorstudiengangs Pflege informiert. Beim gemeinsamen Sezieren von Schweinehälften konnten die FOS-Schülerinnen und -Schüler mit dem Mittelkurs der Berufsfachschule sowohl fachliches Wissen zur Anatomie des Herzens austauschen, als auch persönliche Anliegen zur Berufsausbildung und dem Studium der Pflege loswerden.

Besonders beeindruckt zeigten sich die Jugendlichen von der Führung durch die geschlossene Station des Bezirksklinikums. Den Schilderungen des Stationsleiters und dessen Stellvertreters zu den Krankheitsbildern wie Schizophrenie, Psychosen oder Depressivität und dem besonderen Umgang mit den Patienten auf einer geschlossenen Station folgten die Schülerinnen und Schüler mit großem Interesse. Bei einem Spaziergang über das Gelände verschafften sich die Jugendlichen einen Überblick über die weiteren Einrichtungen, wie z.B. der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, dem Zentrum für neurologische Rehabilitation und der angegliederten Forensik.

Nach den vielen tollen Eindrücken, einem gemeinsamen Gruppenfoto und mit Goodie-bags in der Hand, verabschiedeten sich die Schülerinnen und Schüler des Gesundheitszweiges von der medbo in Regensburg.

Regina Hubmann

 

Turm der Sinne

Die beiden 11. Sozialklassen der FOSBOS Amberg besuchten im Rahmen der Fachpraktischen Ausbildung den Turm der Sinne in Nürnberg, ein Museum zum „Begreifen“ unserer Wahrnehmungsfähigkeiten.

Der Turm der Sinne befindet sich in einem alten Stadtturm, in dem auf jedem Stockwerk andere Sinnesleistungen wie z.B. Sehen, Riechen bzw. Schmecken und Tasten thematisiert werden. Vor allem geht es aber um die vielfältigen Täuschungen, denen unsere menschliche Wahrnehmung unterliegt.

Die Schülerinnen und Schüler informierten sich nicht nur an den Mitmachstationen, sondern führten auch Experimente zur Wahrnehmung durch. Das gewonnene Wissen, das auch im Pädagogik/Psychologie-Unterricht angewandt wird, wurde noch durch eine sachkundige Führung ergänzt.

Schlussendlich nehmen die Jugendlichen mit, dass Wahrnehmung ein sehr subjektiver Vorgang ist, der zahlreichen Täuschungen unterliegt und man sich daher nicht immer auf seine „Fünf Sinne“ verlassen kann.

Susanne Halbhuber

 

Wenn die Freiheit fehlt - Vom Alltag hinter Gittern

Die Schülerinnen und Schüler der FOSBOS Amberg blicken im Rahmen der Fachpraktischen Ausbildung hinter die dicken Mauern der Justizvollzugsanstalt Amberg.

Die Kulisse gleicht einem Krimi im Fernsehen, aber für viele Menschen, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind, prägt dieser Ort oft für lange Jahre ihren Alltag.

Den meisten von uns bleibt der Blick hinter die dicken Mauern des Gefängnisses – zum Glück - verwehrt. Aber wie sieht der Alltag eines Gefangenen wirklich aus und wie fühlt es sich an, in einem karg ausgestatteten und trist wirkenden Haftraum gemeinsam mit anderen Insassen leben zu müssen?

Begleitet von einem überaus sympathischen Justizvollzugsbeamten und Herrn Holheimer, einem der zwei Anstaltslehrer, wagten die Schülerinnen und Schüler einen Gang über das streng bewachte und umfangreich gesicherte Areal. Beim Besuch der Stationen konnten sie zumindest erahnen, wie es sich anfühlen muss, fremdbestimmt, von der Umwelt abgeschirmt und ohne ein Recht auf Privatsphäre leben zu müssen. Die bedrückende Atmosphäre und das Gefühl der Enge begleitete uns während des gesamten Aufenthaltes.

Über 500 Strafgefangene sind derzeit in der JVA untergebracht. Hierfür stehen 339 Einzelhafträume und 250 Gemeinschaftshafträume zur Verfügung. Ein Tisch plus Stuhl, ein einfaches Bett, ein Fernseher, ein Waschbecken und eine Toilette gehören zur Grundausstattung eines Haftraumes. Der Blick aus dem Fenster geht auf den Innenhof der Anstalt.

Der Alltag läuft in geregelten Bahnen, der Tag beginnt früh. Gern nehmen die Strafgefangenen Arbeit an, um der Langeweile auf dem Haftraum zu entfliehen und sich ein Taschengeld für Besorgungen im anstaltseigenen Laden zu verdienen. Zudem wird den Insassen eine Ausbildung in unterschiedlichen Lehrberufen, u.a. Bäcker, Metzger oder Maurer ermöglicht, um den Häftlingen, nach Verbüßung ihrer Freiheitsstrafe, den Start in die Freiheit zu erleichtern.

Die verbleibende Zeit des Tages dürfen die Gefangenen, je nach Wünschen und Bedürfnissen nutzen, um sich sportlich oder kreativ zu betätigen. Zudem steht den Insassen ein umfangreiches Angebot an Behandlungen (z.B. Anti-Gewalt-Training) und die Betreuung durch ein fachlich kompetentes Team (z.B. Krisenintervention bei Suizidgefahr) zur Verfügung.

Unsere Führung endete nach zwei Stunden in der Anstaltskirche der JVA. Hier erhielten die Schülerinnen und Schüler noch einmal die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Informationen zu interessanten Karrieremöglichkeiten für FOS-Schüler in der Justizvollzug - sei es als Beamter im allgemeinen Vollzugsdienst, als Jurist, Psychologe oder Sozialpädagoge - rundeten den Anstaltsbesuch ab.

Wieder außerhalb der Gefängnismauern, genossen die Schülerinnen und Schüler als erstes die Freiheit mit ihren - auf dem Gelände der JVA streng verbotenen - Handys zu kommunizieren.

Herzlichen Dank noch einmal an Herrn Holheimer für die hochinteressante und eindrucksvolle Führung!

Annette Heinritz

 

Mit dem Zug von A(mberg) nach N(ürnberg) und zurück

Bahnhof Amberg, 8:22 Uhr: Die Fahrt mit dem Zug zum Museum der Deutschen Bahn nach Nürnberg ging endlich los.

Hier konnten wir uns nicht nur über die Geschichte der Bahn in Deutschland, sondern auch über die Entwicklung der Kommunikation informieren. Auf dem Programm standen die Uniformen der "Bahnerer" sowie ein Reaktionstest zur Überprüfung, inwieweit man einen Zug fahren dürfte.

Wichtiger Bestandteil des Museums ist auch die Kommunikation. In einem Teil der Ausstellung konnte man mit Feder und Tinte auf Papier Botschaften schreiben und diese per Rohrpost verschicken. Weiter ging es mit den Telefonsystemen zu früheren Zeiten und dem Erkunden verschiedener Dialekte und Jungendsprachen von heute. Auch die Verständigung in der Gebärdensprache oder mit einem Scheibentelefon wurden aufgezeigt.

Im Anschluss an diesen informativen und spannenden Tag fuhren wir mit großem Dank an die Lehrer, die uns diesen schönen Tag ermöglicht hatten, wieder mit der Bahn nach Hause.

Elisabeth Engel, Stefanie Scharrer und Marey Dehling, FT11a

 

"Wieder am Bauzaun" - von Friedrich Brandl

Im Rahmen des Sozialkunde- und Geschichtsunterrichts hatten wir, die Klassen BW12a und BW12b der FOSBOS Amberg, die Möglichkeit, an einer Lesung des Amberger Autors Friedrich Brandl teilzunehmen.

Sein Buch „Wieder am Bauzaun“ handelt von der Wiederaufbereitungsanlage (WAA) für Atommüll, die in den 80er-Jahren in Wackersdorf (Landkreis Schwandorf) gebaut werden sollte. Die Bevölkerung protestierte damals massiv gegen das geplante Großprojekt.

Herr Brandl – selbst Lehrer – erzählte uns von seinen eigenen Erlebnissen auf Demonstrationen am Bauzaun. Er las dazu immer wieder passende Textpassagen aus seinem Buch „Wieder am Bauzaun“ vor, welches eine literarische Verarbeitung der Geschehnisse darstellt. Auch Originalmaterialien (Plakate, Prospekte, Bücher,…) zeigte er uns und erläuterte uns deren Inhalt im Gespräch.

In der anschließenden Gesprächsrunde konnten wir Herrn Brandl unsere Fragen stellen, die er alle ausführlich und anschaulich beantwortete. In der Unterrichtsstunde zuvor hatten wir uns mit der Thematik beschäftigt, weswegen wir uns auch gut in das Thema hineinversetzen konnten und die Chance ergriffen, einen "Augenzeugen" zu befragen.

An dieser Stelle möchten wir uns bei Herrn Brandl noch einmal recht herzlich für diese schöne und interessante Lesung bedanken!

Sandro Zweck, BW12a

 

Man muss die Vergangenheit kennen, um die Zukunft zu gestalten

Die SMV der FOSBOS Amberg lädt im Rahmen von SOR-SMC (Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage) den Zeitzeugen Thomas Lukow zu den Themen „Die MfS-Untersuchungshaftanstalt Hohenschönhausen und die operativpsychologische Bearbeitung” sowie “Das Ministerium für Staatssicherheit” ein. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler der FOSBOS und der Staatl. Technikerschule nehmen daran teil.

Für viele Jugendliche liegt es schon weit zurück und ist Geschichte von Gestern: die Teilung Deutschlands und das Nebeneinander zweier komplett unterschiedlicher politischer und gesellschaftlicher Systeme während des Kalten Krieges.

Umso wichtiger sind neben dem Geschichtsunterricht die Zeitzeugen, die über ihre Erfahrungen mit dem System der ehemaligen DDR erzählen.

Herr Lukow, Jahrgang 1959, in Potsdam und Ostberlin aufgewachsen, ist genau ein solcher Zeitzeuge. Ihm ist es wichtig, über den Sozialismus der DDR zu berichten und aufzuklären. „Nur mit Wissen kann man jeglicher Verklärung der DDR vorbeugen.“

Denn wie merkt man, dass man eigentlich in einer Diktatur lebt? In den Mathematikbüchern sind Panzer abgebildet und der Staat möchte nicht wirklich, dass man autonom und frei denkt. 

Bis zu seinem 18. Lebensjahr durchlief Herr Lukow auch den typischen – eigentlich vorgezeichneten Lebensweg – der DDR-Jugend als Jugendpionier und FDJ-Mitglied. Neben Heavys, Poppers, Tramps - wie die Anhänger diverser Musikrichtungen genannt wurden – wuchs er auf der für seinen Staat richtigen Seite des „antifaschistischen Schutzwalls“ auf. Allerdings liebte er die Musik, war Mitglied einer eigenen Band und kam aufgrund der von ihm geschriebenen Liedertexte und der dahinter vermuteten Einstellung bald in die Observation durch die Stasi. Dazu verliebte er sich in eine Frau. Das Problem: sie kam aus West-Berlin, war Israelin und durfte später nicht mehr in die DDR einreisen. Also plante er die Flucht. Herr Lukow verkaufte sein Klavier und alles andere, allerdings wurde er bereits seit längerem von „Stasi-Spitzeln“ beobachtet. Als er letztlich von Prag aus in den Westen flüchten wollte, schlug die Staatsmacht zu und er wanderte zunächst in das Untersuchungsgefängnis der Stasi in Berlin-Hohenschönhausen. Später, als er wegen versuchter Republikflucht zu 20 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden war, lernte er noch das Gefängnis Bautzen II kennen.

Im Untersuchungsgefängnis Hohenschönhausen sah er fünf Monate lang außer den vernehmenden Beamten keine anderen Menschen. Er sollte das Gefühl haben, er sei ganz alleine. Ziel war demnach die Entpersonalisierung: keiner hatte einen Namen, es gab nur eine Zellnummer, der man zugeordnet war. Auch die Verhöre waren psychologisch durchdacht. So klingelte während eines Verhörs das Telefon des Beamten, der mehrmals deutlich eine bestimmte Adresse wiederholte. Herr Lukow, der mithörte, wusste, dass dort seine Freundin wohnte. Durch diese Art der Vernehmung sollte er veranlasst werden, ein Geständnis abzulegen. Noch heute kämpfen viele ehemalige Insassen mit den psychologischen Folgen ihrer Gefangenschaft.

Herr Lukow nicht. Er kämpft vielmehr darum, die Jugendlichen über die damalige DDR-Diktatur aufzuklären und postuliert immer wieder, dass die eigene Meinungsbildung und Selbstbestimmung wesentliche Voraussetzungen von Freiheit und Demokratie seien. „Schalten Sie Ihren Verstand ein, damit nicht wie in anderen Staaten der Welt, wieder ein Unrechtsstaat an die Macht kommt. Man muss die Vergangenheit kennen, um die Zukunft zu gestalten!“ 

SMV FOSBOS

 

Die berufliche Zukunft fest im Blick!

Die Studienlandschaft in Deutschland ist so vielfältig, dass es in Deutschland allein 19.000 verschiedene Studiengänge gibt. Aber: Welcher Studiengang passt zu mir? Wie läuft eine Vorlesung ab? Was erwartet mich?

Das alles sind gute Fragen. Antworten zu diesen Fragen erhielten unsere Schülerinnen und Schülern der 11. Klassen des Technik- und Wirtschaftszweiges vor kurzem am Studieninfotag der OTH Amberg-Weiden.

Im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung machten sich die Jugendlichen daran, beispielsweise eine Vorlesung zum Thema „Verbinde Technik und Wirtschaft – Wirtschaftsingenieurwesen“ anzuhören oder erhielten Informationen aus erster Hand zum neuen Studienangebot im Gesundheitswesen.

Besonders die Möglichkeit, Fragen direkt an die Professoren zu stellen oder sich mit Studenten zu unterhalten, zeigte, dass die OTH kein Elfenbeinturm, sondern eine ganz normale Hochschule ist.

Ein Highlight des Ausfluges nach Weiden war sicherlich auch der Blick hinter die Kulissen der Labore, in denen experimentiert bzw. die Theorie praktisch umgesetzt wird. Beispielhaft sind der Lehr- und Forschungs-OP, der sich u.a. mit der optimalen Belüftung zur Reduzierung möglicher Keime im OP-Saal beschäftigt, der Alterssimulationsanzug, der zeigt, wie schwer älteren Menschen die Bewegung fällt oder die Augendiagnose per Diagnosebrille.

Unsere Diagnose ist auf jeden Fall: Diese Exkursion war eine gute Investition in unsere berufliche Zukunft!

FW11a

 

„Druckzentrum Oberpfalz Medien“ – ein Blick hinter die Kulissen

Wie gelangen die Artikel und Bilder aus den Redaktionen zum Druck? Oder viel mehr, wie kommen die Nachrichten überhaupt auf das Papier? Wie lange dauert es, bis eine Ausgabe gedruckt ist? Und wie kommen die Prospekte und Beilagen in die Tageszeitung?

Diesen und vielen weiteren Fragen gingen die Schülerinnen und Schüler der Klassen FW11a und c der FOSBOS Amberg im Rahmen ihrer FpA-Exkursion zum „Druckzentrum Oberpfalz Medien“ in Weiden nach.

Zunächst gab uns ein kurzweiliger Unternehmensfilm einen Einblick in die Welt des Medienhauses, um dann von Frau Lang direkt zum Herzstück des Druckzentrums geführt zu werden: zur „Commander CT“, einer der modernsten Druckmaschinen ihrer Art in Europa. Sie kann in nur einer Stunde 45.000 Zeitungsexemplare zu je 48 Seiten durchgängig vierfarbig drucken. Die Commander CT, auf der "Der neue Tag", die "Sulzbach-Rosenberger Zeitung" und die "Amberger Zeitung" produziert werden, erstreckt sich über zwei Stockwerke und braucht beispielsweise für die Sulzbach-Rosenberger Ausgabe gerade einmal 15 Minuten.

Im Anschluss daran erläuterte uns Frau Lang den Einsatz und die damit verbundenen Kosten der Ctp-Druckplatten; so gibt es für eine Zeitungsseite vier Druckplatten – stets mir nur einer Farbe beschichtet (blau, gelb, rot und schwarz).

Besonders beeindruckend war aber auch das Papierlager – gefüllt mit riesigen Papierrollen, die ausgerollt einer Strecke von Weiden bis nach Nürnberg und wieder zurück entsprechen.

Ach, und das mit der Frage wie die Prospekte in die Zeitung kommen? Diese werden von der Beförderungsanlage ganz automatisch eingelegt.

Fast so automatisch wie jeden Morgen, wenn wir am Frühstückstisch sitzen, die Zeitung aufschlagen und sie lesen!

FW11a

 

"Stellt euch vor ... wir fänden uns im Mittelalter wieder!"

„Stellt euch vor, es gäbe keine Handys, kein Internet, keine Elektrizität. Wir fänden uns im Mittelalter wieder.“

Mit diesem zum Nachdenken anregenden Satz wurde es dunkel im Stadttheater Amberg, während sich auf der Bühne schemenhafte Gestalten einfanden. Das anfängliche Tuscheln im Saal erstarb und alle Augen richteten sich auf die Bühne, fragend, was passieren wird, nichtahnend, wie brutal das Stück „Richard III“ aus Shakespeares Feder, eingeleitet werden würde. Kampfgeschrei durchriss die Stille, mit Pelzmänteln und schweren Lederstiefeln gekleidete Männer fielen auf der Bühne übereinander her – bis ein Kopf rollte.

Der Protagonist Richard, gespielt von Max Tidof, stand im Rampenlicht und faszinierte von der ersten Sekunde an. Wer an diesem Charakter etwas Gutes suchte, suchte vergeblich. Richard verkörperte sämtliche Abgründe menschlichen Handels und Daseins – allen voran Habgier. Über drei Stunden hinweg spann er Intrigen, ließ jeden, der sich ihm in den Weg stellte, achtlos ermorden und verfolgte sein großes Ziel, König zu werden, ohne Rücksicht auf Verluste – bis hin zum eigenen Tod.

Gekonnt umgesetzt und mit Bravour zu betrachten war die schauspielerische Leistung jedes einzelnen Darstellers, die die Zuschauer ins Geschehen hineinzog.

Hervorzuheben ist an dieser Stelle auch die perfekt gewählte Garderobe der Schauspieler, die Elemente moderner Trends mit ledernen Elementen, die mich sofort an Steampunk denken ließen, vereinte. Die Kombination aus Mittelalter und Neuzeit, eine Mischung, die scheinbar fern liegt, aber doch erschreckende Parallelen sichtbar machte, verleitete zum Nachdenken.

Denn was wäre denn, wenn wirklich alle Technologie ausfiele? Würden Tyrannen wie Richard die Macht übernehmen oder hätten wir mehr Glück? Ich kann dazu nur eines sagen: Ich hoffe, wir werden es nie herausfinden.

Milena Felkl, FS13

 

Slavistik, Lehramt oder doch Pharmazie?

Am Regensburger Hochschulinfotag hatten alle Schülerinnen und Schüler in der 11. Klasse des Gesundheits- und Sozialzweiges die Möglichkeit, Einblick in die unterschiedlichsten Studiengänge der Universität Regensburg sowie der OTH Regensburg zu gewinnen.

Eine tolle Chance für alle Teilnehmenden - vor allem, um sich Gedanken darüber zu machen, ob sie ihren Wunschstudiengang bereits mit der Fachholschulreife nach der 12. Klasse erreichen können, oder ob doch die fachgebundene bzw. allgemeine Hochschulreife der 13. Klasse erforderlich ist.

Je nach individuellem Interesse konnten Vorträge zu den einzelnen Studiengängen gewählt werden, die über Studieninhalte, Zulassungsvoraussetzungen und Berufsaussichten informierten.

Daneben bot die Hochschule auch Veranstaltungen zur Studienfinanzierung, den Zulassungsverfahren, dem Auslandsaufenthalt oder dem Studieren mit Handicap an. An zahlreichen Informationsständen präsentierten sich zudem die verschiedenen Fakultäten und ermöglichten eine individuelle Beratung bzw. einen persönlichen Austausch.

Auf der Rückfahrt erzählten die Schülerinnen und Schüler begeistert über die neu gewonnenen Erkenntnisse. Dabei fanden klassische Studiengänge wie Psychologie, Medizin oder das Lehramt genauso Anklang wie beispielsweise Pharmazie, Slavistik oder Kunstgeschichte.

Bleibt abzuwarten, wohin der Weg jedes Einzelnen führen mag.

Regina Hubmann

 

Zwei Mannschaften - eine Prestigeangelegenheit

Es ist eine Prestigeangelegenheit, bei der alljährlichen Amberger Schul-Stadtmeisterschaft im Hallenfußball anzutreten.

Erfreulicherweise erkannten dies auch in diesem Jahr einige junge Sportlerinnen und Sportler, so dass die FOSBOS Amberg mit den Klassen FW12b, FS12b und FT12c eine Jungen- sowie eine Mädchenmannschaft stellen konnte.

Unser Mädchen-Team erzielte hierbei den dritten Platz. Ein einziges Gegentor verhinderte den Sprung auf den zweiten Podestplatz! Weitere Eindrücke erhalten Sie hier.
 
Wir danken allen beteiligten Schülerinnen und Schülern für ihr Engagement und gratulieren zu den erzielten Ergebnissen!

Klaus Prietzel

 

„Sagt mal, wer von euch hat schon mal geraucht?“

Im Rahmen des Suchtpräventionsprogramms „krass“ engagierten sich mehr als 16 Schülerinnen und Schüler des Gesundheitszweiges der FOSBOS Amberg, um an insgesamt sechs Tagen Schulklassen anderer Schulen im Jugendzentrum der Stadt Amberg über das Rauchen zu informieren, einem möglichen Nikotinkonsum vorzubeugen oder eine frühe „Rauchkarriere“ zu beenden.

Nach einer sehr guten Schulung durch die Mitarbeiterinnen der kommunalen Jugendarbeit aus Amberg und Sulzbach waren die Schülerinnen und Schüler der FOS gewappnet, die einzelnen Stationen der Wanderausstellung zu betreuen und wichtige Informationen an die Sechst- und Siebtklässler weiterzugeben.

Zentrale Themen waren dabei die Geschichte des Tabaks, der Tabakanbau und seine Folgen für die Umwelt, die Inhaltsstoffen einer Zigarette, die typische „Raucherkarriere“, das Shisha-Rauchen und die E-Zigaretten.

Sowohl für die Schulklassen, die die Ausstellung besuchten, als auch für die Schülerinnen und Schülern des Gesundheitszweiges war „krass“ ein tolles Erlebnis – der Peer-Ansatz war ein absoluter Erfolg.

Weitere Informationen zu diesem Projekt, an dem unsere Schülerinnen und Schüler des Gesundheitszweiges mitwirken durften, erhalten Sie auf OTV, in der Mittelbayerischen Zeitung und in der Amberger Zeitung.

Regina Hubmann

 

Die Natur mit anderen Augen sehen

Unter dem Motto „Die Natur mit anderen Augen sehen!“ erhielten die Schülerinnen und Schüler der Klassse FG11b der FOSBOS Amberg einen Einblick in das pharmazeutische Unternehmen Bionorica SE. Der in Neumarkt in der Oberpfalz ansässige Konzern ist weltweit führender Hersteller pflanzlicher Arzneimittel und machte für unsere Gesundheitsklasse seine sonst streng verschlossenen Türen auf.

Nach einer interessanten Unternehmensvorstellung ging es für die Klasse Richtung Produktionshallen. Eingehüllt in voller Hygienekleidung erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblick in die verschiedenen Herstellungsanlagen sowie die Blister-Verpackungsanlage.

Der Weg von der trockenen Heilpflanze, wie Enzianwurzel oder Thymian, bis hin zum Endprodukt in Gestalt der Tablette wurde Schritt für Schritt erklärt. Besonders innovativ ist die zertifizierte Technologie namens „Phytoneering“. Hinter diesem zusammengesetzten Begriff aus Phyto (Pflanze) und Engineering (technische Entwicklung) steckt die Entschlüsselung von Pflanzen und deren Wirkweisen mithilfe von modernster Technologie. Ziel ist es, die pflanzlichen Wirkweisen optimal zu nutzen und pflanzliche Arzneimittel herzustellen.

Interessant waren auch die Informationen zu möglichen Ausbildungs- und Studienrichtungen im Bereich der Pharmazie: Vom Chemielaboranten über den Pharmakanten bis hin zum Dualen Studium im Bereich Gesundheitsmanagement.

Besten Dank an Frau Hrabcik und Herrn Huyer von Bionorica SE für die tollen Einblicke hinter die Kulissen der Pflanzenpower!

Elisa-Marie Peil

 

Crêpes und Waffeln am Deutsch–Französischen Tag

Insgesamt 11 Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtfachs "Französisch Fortgeführt" an der FOSBOS Amberg erinnerten am 21. Januar in der Aula des BSZ Amberg an die Unterzeichnung des Elysée-Vertrages im Jahre 1963.

Der Andrang war groß. Vor allem aber auch wegen der leckeren Crêpes und Waffeln, die die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtfachs fleißig backten und in der Pause verkauften.

Historischer Hintergrund:

Am 22. Januar 1963 unterzeichneten der französische Staatspräsident Charles de Gaulle und der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer den Elysée-Vertrag, welcher die Grundlage der deutsch-französischen Aussöhnung darstellt. Die beiden Länder beschlossen damit eine weitreichende Zusammenarbeit in politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Angelegenheiten.

Nach 56 Jahren erneuerten nun Bundeskanzlerin Merkel und Staatspräsident Emmanuel Macron diesen Vertrag am 22. Januar 2019 in Aachen. Sowohl Kanzlerin Merkel als auch Präsident Macron betonten dessen besondere Bedeutung in Zeiten von wachsendem Nationalismus. Dieser Vertrag ist für beide Länder ein deutliches Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft. Gerade angesichts der langen Epoche von Rivalität und Kriegen zwischen beiden Ländern ist das nicht selbstverständlich. Die deutsch-französische Freundschaft ist inzwischen tief in beiden Gesellschaften verwurzelt. Kanzlerin Merkel äußerte stolz: „Damit hat die Geschichte eine Wendung genommen, die für uns nicht glücklicher hätte sein können. Eine unendliche Bereicherung.“ Weitere Bilder von der Veranstaltung finden Sie hier.

Melanie Müller

 

Berufsbild „Banker“

Vor kurzem erhielten die Schülerinnen und Schüler der Klassen FW11a und FW11c der FOSBOS Amberg im Rahmen der Fachpraktischen Ausbildung interessante Einblicke in die vielfältigen Karrieremöglichkeiten bei der Volksbank-Raiffeisenbank Amberg.

Frau Löw, ehemalige Schülerin der FOS Amberg und heute Mitarbeiterin der Personalabteilung bei der VR-Bank, präsentierte den Schülerinnen und Schülern der beiden Klassen - gemeinsam mit Frau Lynderupova, einer Auszubildenden im 1. Lehrjahr - vielfältige Informationen rund um berufliche Entwicklungsmöglichkeiten eines besonderen Arbeitgebers unserer Region.

Wie sollte eine Bankkauffrau/ein Bankkaufmann sein, welche Aufgaben gehören zum Berufsbild eines „Bankers“ und welche Karrieremöglichkeiten stehen den Mitarbeitern offen?

Höchst anschaulich und lebendig wurden alle Fragen rund um Aus-, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der VR-Bank Amberg beantwortet. Von der klassischen kaufmännischen Ausbildung zur Bankkauffrau/zum Bankkaufmann, über das VR-Verbundstudium bis hin zu einem berufsbegleitenden Studium nach erfolgreichem Abschluss einer Ausbildung - die VR-Bank bietet interessierten FOS-Schülern eine Vielzahl interessanter beruflicher Perspektiven.

Eine Online-Abfrage mit Hilfe des Smartphones, in der die Schülerinnen und Schüler ihr Feedback abgeben konnten, bestätigte dies.

Besten Dank an Frau Löw und Frau Lynderupova für ihren abwechslungsreichen Vortrag!

Annette Heinritz

 

Mit Rollstuhl und Augenbinde durch einen Behindertenparcours

„Inklusion“ und „Behinderung“ sind ein großes Thema in unserer Gesellschaft. Für unsere Schülerinnen und Schüler im Fachbereich Sozialwesen gehört dieser Schwerpunkt u.a. zum Lehrplan der 13. Jahrgangsstufe und stellt zudem ein übergeordnetes Prinzip der fachpraktischen Vertiefung (FpV) in der 11. Klasse dar.

Denn was für Probleme und Bedürfnisse behinderte Menschen haben, können die Gesunden nicht immer nachvollziehen.

Daher nahmen unsere Schülerinnen und Schüler der 13. und 11. Klassen des Sozialzweiges an einem „Inklusionsparcours“ des Arbeitskreises der Offenen Behindertenarbeit des Heilpädagogischen Zentrums Irchenrieth (AKOBA) teil.

So stellte Frau Grüner, Sozialpädagogin und Leitung der Offenen Hilfen Irchenrieth, gemeinsam mit ihrer Stellvertreterin, Frau Gallitzendörfer, Rollstühle, extra gebaute Hindernisse sowie für einen Sinnesparcours typische Übungen zur Verfügung und führte die Schülerinnen und Schüler - gemeinsam mit vier eingewiesenen 11. Klässlern - durch die einzelnen Aufgaben.

Nach einer Einführungsrunde im Sitzkreis, bei der sich das Expertenteam vorstellte und das Thema „Behinderung“ mit den Schülerinnen und Schülern thematisiert wurde, ging es dann an die Praxis. Während eine Gruppe mit dem „Rollstuhlparcours“ beschäftigt war, begaben sich die anderen Schüler an die Tische mit den Sinnesaufgaben, an denen sie zum Beispiel Dinge erfühlen mussten, Gerüche erschnuppern sollten oder ihnen durch „Schreibübungen im Spiegel“ Wahrnehmungsstörungen erfahrbar gemacht werden sollten.

Sie navigierten sich „blind“ durch einen Zickzackkurs, überwanden Treppen und begriffen dabei durchaus, welches Gut es doch ist, mit gesunden Beinen im Leben zu stehen und die Welt mit allen Sinnen wahrnehmen zu können.

Weitere Impressionen von diesem sehr beeindruckenden Behindertenparcours finden Sie hier.

Ingrid Auer

 

Klasse(n)publikum beim „CONCERTO SCHERZettO – Comedy trifft Klassik"

Ein Konzert der etwas anderen Art erlebten am vergangenen Samstag die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „Klasse(n)publikums“ der FOSBOS Amberg beim „CONCERTO SCHERZettO – Comedy trifft Klassik“ von Jordi Purtí.

So gaben die Musiker des Orquestra de Cambra de L’Empordà im Stadttheater nicht nur ihr musikalisches Können zum Besten, sondern überzeugten auch durch ihr schauspielerisches Vermögen. Auf sehr humorvolle Art wurde diverse klassische Stücke, wie z. B. Vivaldi: Die vier Jahreszeiten, Der Frühling oder Bach, Gounod: Ave Maria und Mozart: Eine kleine Nachtmusik, Sinfonie Nr. 40, präsentiert.

Das Publikum – das mitunter auch in die Darbietung miteinbezogen wurde – zeigte sich von dieser sehr kurzweiligen Aufführung begeistert und die teils hohen Erwartungen der FOSBOS-Schülerinnen und -Schüler wurden vollends erfüllt.

Alexandra Ries

 

Miteinander und füreinander - Workshops von Schülern für Schüler

Die SMV der FOSBOS Amberg wollte dieses Jahr Weihnachten auf eine ganz besondere Art und Weise feiern und so gab es in der Woche vor den Weihnachtsferien jeden Tag in der Pause eine andere tolle Aktion:

Für den guten Zweck wurden in der Aula des BSZ Amberg u.a. Kuchen, Plätzchen, Glückslose (Hauptgewinn war ein Lehrerparkplatz für einen Monat), Waffeln und Bratwurstsemmeln an die Mitschüler verkauft. Ein Großteil des Gewinns geht demnächst an Ärzte ohne Grenzen.

Musikalisch umrahmt wurde das Ganze jeden Tag von den "hauseigenen" DJs, die aktuelle Weihnachtslieder in der Aula erklingen ließen.

Der letzte Tag vor den Weihnachtsferien sollte dann das Highlight der Woche sein. Nach der Auslosung und tollen weihnachtlichen, musikalischen Darbietungen von Schülern der Berufsschule und der FOSBOS starteten die Workshops "von Schülern für Schüler" nach dem Motto "miteinander und füreinander".

Und so gingen alle entspannt und fröhlich in die wohlverdienten Weihnachtsferien. Herzlichen Dank an alle Helferinnen und Helfer! Einhellige Meinung der FOSBOS-Schüler: "Nächstes Jahr wieder!"

Impressionen von der Weihnachtswoche erhalten Sie hier.

SMV FOSBOS

 

Industrie 4.0 am Beispiel von BMW

Der Begriff „Industrie 4.0“ ist in der Diskussion über die zukunftsweisende Gestaltung moderner industrieller Produktionsprozesse derzeit in aller Munde. Vor kurzem konnten sich die Klassen FW11a/b/c und FG11b bei einer Betriebserkundung des BMW-Werks in Regensburg mit eigenen Augen von der fortschreitenden Digitalisierung modernster Fertigungstechnologien überzeugen.

Zu Beginn der Besichtigung erhielten die Schülerinnen und Schüler eine kurze Einführung in die Entstehungsgeschichte, die Produktpalette sowie die Philosophie des Unternehmens. Anschließend konnten die Klassen die Produktion im Rahmen einer zweistündigen Führung persönlich in Augenschein nehmen.

Die gesamte Fertigung ist in Takte eingeteilt. Der Arbeitstakt eines Mitarbeiters beträgt 57 Sekunden und gibt den „Herzschlag“ des Unternehmens vor. Um den - für BMW typischen - hohen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden, lautet das Motto der Produktion: „Kein Fehler verlässt meinen Bereich!“. Grundsätzlich wird in der gesamten Fertigung großer Wert auf Genauigkeit gelegt, denn bereits ein kleiner Fehler kann große Auswirkungen haben.

Das BMW-Werk in Regensburg gliedert sich in vier Fertigungsbereiche: Presswerk, Karosseriebau, Lackiererei und Montage. Hergestellt werden weltweit bekannte Automobilfahrzeuge, wie beispielsweise die Limousine der 1er Reihe, der Gran Tourer der 2er Reihe und das Cabrio der 4er Reihe.

So erhielten die Jugendlichen einen spannenden Einblick in die moderne Fertigung und die damit verbundenen Fertigungsprozesse bzw. die bei BMW vorherrschende Fertigungsorganisation. Die Schülerinnen und Schüler des Gesundheitszweiges betrachteten das Ganze natürlich zusätzlich unter dem Aspekt der Ergonomie und Mitarbeitergesundheit.

Fazit der Betriebsbesichtigung, die mit dem Besuch der Regensburger Innenstadt abgerundet wurde: Ein toller Einblick in die Automobilwelt und in Industrie 4.0.

Annette Heinritz

 

SPS-Messe: Roboterarme machen Show mit Lichtschwertern

Elegant gekleidet stiegen die Schülerinnen und Schüler der Klasse FT11b in den Zug nach Nürnberg, um zur SPS-Messe zu gelangen. Auf der Messe waren rund 1.700 Aussteller vertreten, die den Besuchern einen einmaligen Marktüberblick über Trends, Lösungen und aktuelle Produkte im digitalen Bereich gaben. Schwerpunkt der Messe war sicherlich "Industrie 4.0".

Gleich zu Beginn gab es eine beeindruckende Lichtschwertshow mit Robotern. So kämpften augenscheinlich Roboterarme, die mit Neonröhren ausgestattet waren und Ähnlichkeit mit „Lichtschwertern“ aus der Science-Fiction Reihe Star Wars hatten, miteinander und führten einen Tanz auf.

Der für uns interessanteste Stand war der von Intel. So zeigte uns ein Mitarbeiter aus Indien auf Englisch ein System, welches Gesichter über verschiedene Kameras scannt, wiedererkennt und auf der rechten Seite des Bildschirms mit den gegebenen Daten vergleicht. Der Prozessor von Intel konnte Farben erkennen, aus welchen das Gesicht und die Umgebung bestand.

An einem weiteren Stand entdeckten wir einen Airhockey-Tisch, an dem man die Schläger per Maus steuern konnte. Dies erfolgte durch die Synchronisation zweier Motoren, welche den Schläger über die Bänder bewegen ließen.

Die Messe war durchaus interessant und endete zu unserem Bedauern sehr früh. Wir haben nicht nur viele Werbegeschenke erhalten, sondern auch viele wichtige Informationen über unsere möglicherweise zukünftigen Arbeitgeber und deren Produkte. Nicht zu vergessen ist der wertvolle Einblick in die Zukunft unserer Industrie.

Jan Rys, Artur Nonnenmacher, Niklas Windisch und Tim Niklas, FT11b

 

Ismail Ertug: "Bringt euch ein!"

Weihnachten - das Fest der Traditionen stand vor der Tür. Umso mehr freuten sich zwei Einzelhandelsklassen der 10. Jahrgangsstufe sowie eine Klasse der 12. Jahrgangsstufe der Fachoberschule, dass der Europaabgeordnete Herr Ismail Ertug sich in gewohnter Tradition Zeit nahm, um noch kurz vor den Weihnachtsferien mit den Schülerinnen und Schülern des BSZ Amberg ins Gespräch zu kommen.

Thema waren aktuelle Fragen zur Europapolitik, die der Abgeordnete fachkompetent und glaubwürdig beantwortete, wobei sich die Schülerinnen und Schüler ganz besonders für die Zukunft der Europäischen Union interessierten.

Im Anschluss an seine Ausführungen zur EU im Allgemeinen und seinen Tätigkeiten als Politiker beleuchtete Herr Ertug noch einmal die Vor- und Nachteile der Europäischen Union  für jeden einzelnen EU-Bürger und verwies dabei auf die Reisefreiheit sowie zentrale Sicherheitsaspekte. Anschließend machte er die Unterschiede zu anderen europäischen Staaten hinsichtlich des Demokratieverständnisses, der Meinungs- und Redefreiheit, des beruflichen Vorankommens sowie des Lebensstandards deutlich und appellierte, diese Privilegien nicht leichtfertig zu verspielen bzw. diese Errungenschaften bei Jugendlichen wieder mehr ins Bewusstsein zu rücken. Diese Aussagen wurden konstruktiv aber auch kontrovers über eineinhalb Stunden diskutiert.

Die Arbeit als Mitglied des Europäischen Parlaments für die Region Niederbayern und Ober­pfalz bereite ihm viel Freude, so der Parlamentarier weiter. Anders als im Bundestag werde hier mangels einer europäischen Regierung nicht in Regierung und Opposition gedacht, sondern oft gebe es in Sachfragen Kompromisse, die über das Parteienspektrum reichen. Die Gestaltungsmöglichkeiten offerierten damit ein weites Feld. Die aktuellen Entwicklungen innerhalb der EU sieht der Europa-Experte skeptisch, vor allem, dass in vielen Ländern die Rechtspopulisten und Nationalisten großen Zulauf erhalten. Den Grund dafür sieht Ertug nicht darin, dass die Menschen sich von Europa abwenden würden, sondern vielmehr, dass sie mit dem aktuellen Konstrukt nicht zufrieden seien, da viele nur auf ihren eigenen Vorteile bedacht seien. „Eigene Interessen werden über eine europäische Vernetzung gestellt“, beklagte Ertug den nationalen Egoismus, der wieder in der Politik Einzug gehalten hat.

Am Ende war Herr Ertug voll des Lobes über die guten Wortbeiträge der Schülerinnen und Schüler. Der an die Schülerschaft gerichtete Appell des Abgeordneten lautete: „Bringt euch ein!“. Damit spielte MdEP Ertug vor allem auf die Bedeutung der Wahlbeteiligung von jungen Menschen an. Als mahnendes Beispiel führte der Politiker die Entscheidung zum Brexit an. Wären dort in der Altersgruppe der 18- bis 30-Jährigen prozentual gesehen so viele Menschen zur Wahl gegangen wie bei den älteren Wählern, so hätte der Brexit wohl abgewendet werden können.

Ein Schüler der Fachoberschule fasste die Problematik der Europäischen Union mit einem Satz nochmals zusammen und legte damit gleichzeitig uns allen ein Bestreben nahe:

„Man schätzt leider nur das wert, was man verloren hat!“

Daniel Hagn, Niels John und Johannes Mehringer

 

Theaterstück „Hier stinkt´s – Wie ein Schüler Mobbing erlebt“

Die beiden 11. Klassen des Sozialzweiges an der FOSBOS Amberg besuchen im Rahmen der Fachpraktischen Ausbildung im JUZ das Theaterstück „Hier stinkt´s – Wie ein Schüler Mobbing erlebt“.

Das Stück des „ue-Theaters“ handelt von einem Schüler, welcher regelmäßig gemobbt und fertig gemacht wird. Dieser Schüler heißt Marco und besucht mit Tine eine Klasse. Marco steht im Visier von Tine, welche jede ach so kleine Möglichkeit nutzt, um auf Marco rumzuhacken oder über ihn zu spotten. Das geht so weit, dass Marco daran förmlich kaputt geht und sogar mit Suizidgedanken spielt. Letztendlich stellt sich aber heraus, dass sich Tine zuhause selbst mit einer Hand voll Probleme bezüglich Schule und Familie herumschlagen muss, welche sie durch das Mobbing versucht, zu verarbeiten und zu vergessen.

Am Ende des Stücks diskutierten die beiden Schauspieler mit dem Publikum über das Problemthema „Mobbing“ und im Zusammenhang mit ihrer Darstellung wurde aufgezeigt, dass dies jeden treffen kann.

Zusammenfassend war dies eine wertvolle Vorstellung, welche einem zur Problematik „Mobbing“ die Augen öffnete.

Susanne Halbhuber

 

FIT für die Pflege

Wenn es um die Pflege erkrankter, alter oder behinderter Menschen geht, sind neben einem hohen Maß an Engagement und sozialer Kompetenz auch spezifische Fachkenntnisse erforderlich. Hierfür wurden 117 Schülerinnen und Schüler der Ausbildungsrichtungen Gesundheit und Sozialwesen im Rahmen ihrer Fachpraktischen Ausbildung in der 11. Klasse intensiv vorbereitet.

Um die Schülerinnen und Schüler der elften Klassen für ihr Pflege-Praktikum „fit“ zu machen, fanden insgesamt vier Erste-Hilfe- und Pflegehelfer-Kurse in Kooperation mit dem Malteser Hilfsdienst e.V. und der Johanniter-Unfallhilfe e.V. aus Amberg statt. Der Unterricht dauerte insgesamt eine Woche und umfasste sowohl theoretische Inhalte als auch praktische Übungen.

Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich dabei u.a. mit den Aufgaben der Pflege und deren rechtlichen Rahmenbedingungen, dem Betten und Lagern eines Kranken, der Hygiene am Krankenbett, dem Umgang mit Demenz sowie dem Beobachten und Überwachen eines Kranken. Kenntnisse, die nicht nur für das anstehende Pflegepraktikum von Bedeutung sind, sondern oftmals auch in der Familie oder im künftigen Beruf benötigt werden.

Zum Abschluss ihrer Ausbildung mussten die Praktikanten ihr Wissen in einer schriftlichen Prüfung unter Beweis stellen. Alle Schülerinnen und Schüler dieses Jahrgangs haben den Test mit Bravour gemeistert und erhielten ein Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme.

Unser besonderer Dank gilt an dieser Stelle allen Referentinnen und Referenten sowie Frau Bösl (Ausbildungsleiterin des Malteser Hilfsdienstes) und Frau Schäffer (Ausbildungsleiterin der Johanniter Unfall-Hilfe) für die hervorragende Organisation der Kurse. Weitere Bilder finden Sie hier.

Annette Heinritz

 

Wild Shamrock Touring Theatre - Delightful Dublin

Wie bringt man deutschen Schülern Dublin und somit Irland ein Stück näher?

Das fragten sich die drei Schauspieler des Wilde Shamrock Touring Theatre in ihrem neuen Stück "Delightful Dublin", welches sie den Schülerinnen und Schülern der 12. und 13. Klassen der FOSBOS Amberg in zwei Vorstellungen eindrucksvoll auf humorvolle und musikalische Weise darboten.

Kuriositäten der irischen Geschichte als auch irische Stereotypen wurden hinterfragt: es ging von der Nicht-Besiedlung Irlands durch die Römer, denen es wohl zu kalt war, zu den Wikingern, und danach zu den Briten: die Gründung des Trinity Colleges geschah durch eine Frau; es ließ jedoch keine Frauen bis ins 19. Jahrhundert an der Institution zu.

Weiter ging es um das katholische Irland, dessen berühmteste Kirchen, die Christchurch und die St. Patrick Cathedral, die potestantisch/anglikanisch sind. Des Weiteren wurde die Legende um den Schutzpatron der Insel, St. Patrick, gelüftet: so hieß er ursprünglich weder Patrick - wohl eher Maewyn - noch war er ein Ire - vermutlich war er ein Waliser - und er war auch kein Heiliger, denn er wurde nie von einem Papst heilig gesprochen.

Und natürlich durften die irischen Schriftsteller wie Oscar Wilde, William Butler Yeates und James Joyce nicht fehlen. Irische Musik mit Gesang und Gitarre setzte darüber hinaus vereinzelt Akzente zwischen den Sprechrollen.

Am Schluss heizten die irischen Musiker und Schauspieler den Schülerinnen und Schülern noch einmal kräftig mit bekannten irischen Volksliedern ein, zu denen begeistert mitgeklatscht und mitgesungen wurde.

Vincent Moran, der Regisseur der Truppe, schreibt gerade an einem neuen Stück. Er hat uns verraten, es gehe um Social Media.

Weitere Bilder von der Vorstellung finden Sie hier. Wir sind gespannt und freuen uns schon jetzt auf den Besuch im nächsten Schuljahr!

Tanja Stiegler und Andrea Wittmann

 

Exkursion ins All

 

Im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung besuchten wir, die Klasse FT11a, das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) in Oberpfaffenhofen. Die FOS Amberg wurde mittlerweile bereits zum 14. Mal im DLR_School_Lab freudig empfangen.

Durch Experimente und Versuche wurden uns Schülern die Arbeitsbereiche des DLR anschaulich vorgestellt. Zur Auswahl standen vier Experimente, die wir unter Anleitung von Studenten durchführen durften. Wir hatten die Wahl zwischen MoRaBa (Mobile Raketenbasis), Robotik, Infrarottechnik und FTS (Flugteam Simulator). Jeder konnte sich jeweils für zwei Experimente entscheiden.

Rund die Hälfte unserer Klasse entschied sich Vormittags für den Versuch MoRaBa. Zur Einführung erklärte uns die betreuende Studentin die physikalischen Vorgänge des Raketenstarts und informierte uns, wo sich die größten Raketenbahnhöfe der führenden Raumfahrtnationen befinden. Anschließend gingen wir nach draußen, um mit Hilfe von Wasser und Druckluft kleine Flaschenraketen starten zu lassen und herauszufinden, in welchem Verhältnis Wasser und Druckluft stehen müssen, damit unsere Raketen möglichst lange in der Luft bleiben.

In der Infrarottechnik wurden die Eigenschaften und Funktionsweisen der Infrarotwellen besprochen. Um dies zu veranschaulichen, stellte ein Physikstudent uns eine Infrarotkamera, heißes Wasser und ein Kältespray zur Verfügung. Anschließend konnten wir auf dem Parkplatz des DLR herausfinden, dass schwarze Autos mehr Wärme absorbieren als weiße Autos.

Die Robotik-Gruppe lötete einen Roboter Bausatz (Asuro) und programmierte anschließend den dazugehörigen Mikrocontroller. Die Gruppe der Flugzeugtechnik durfte in einem Flugsimulator ausprobieren, wie sich ein Flugzeug verhält.

Am Ende des Tages wurden wir durch das GSOC (German Space Operations Center) geführt, welches den Deutschen Kontakt zur ISS und unbemannten Satelliten darstellt. So gibt es alle zehn Minuten eine Liveübertragung aus der ISS zur Erde, welche dort empfangen wird.Ein Hightlight war sicher auch, die exakte Kopie der deutschen Kapsel Columbus betreten zu dürfen.

Es war ein Tag mit so vielen beeindruckenden Momenten, dass sich einige von uns nun sogar überlegen, im DLR ein Studium zu beginnen und später dort zu arbeiten. Weitere Bilder von der Vorstellung finden Sie hier.
 
Marey Dehling, Elisabeth Engel, Lisa Götz,
Julia Beer und Stefanie Scharrer, FT11a