Die berufliche Zukunft fest im Blick!

Die Studienlandschaft in Deutschland ist so vielfältig, dass es in Deutschland allein 19.000 verschiedene Studiengänge gibt. Aber: Welcher Studiengang passt zu mir? Wie läuft eine Vorlesung ab? Was erwartet mich?

Das alles sind gute Fragen. Antworten zu diesen Fragen erhielten unsere Schülerinnen und Schülern der 11. Klassen des Technik- und Wirtschaftszweiges vor kurzem am Studieninfotag der OTH Amberg-Weiden.

Im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung machten sich die Jugendlichen daran, beispielsweise eine Vorlesung zum Thema „Verbinde Technik und Wirtschaft – Wirtschaftsingenieurwesen“ anzuhören oder erhielten Informationen aus erster Hand zum neuen Studienangebot im Gesundheitswesen.

Besonders die Möglichkeit, Fragen direkt an die Professoren zu stellen oder sich mit Studenten zu unterhalten, zeigte, dass die OTH kein Elfenbeinturm, sondern eine ganz normale Hochschule ist.

Ein Highlight des Ausfluges nach Weiden war sicherlich auch der Blick hinter die Kulissen der Labore, in denen experimentiert bzw. die Theorie praktisch umgesetzt wird. Beispielhaft sind der Lehr- und Forschungs-OP, der sich u.a. mit der optimalen Belüftung zur Reduzierung möglicher Keime im OP-Saal beschäftigt, der Alterssimulationsanzug, der zeigt, wie schwer älteren Menschen die Bewegung fällt oder die Augendiagnose per Diagnosebrille.

Unsere Diagnose ist auf jeden Fall: Diese Exkursion war eine gute Investition in unsere berufliche Zukunft!

FW11a

 

„Druckzentrum Oberpfalz Medien“ – ein Blick hinter die Kulissen

Wie gelangen die Artikel und Bilder aus den Redaktionen zum Druck? Oder viel mehr, wie kommen die Nachrichten überhaupt auf das Papier? Wie lange dauert es, bis eine Ausgabe gedruckt ist? Und wie kommen die Prospekte und Beilagen in die Tageszeitung?

Diesen und vielen weiteren Fragen gingen die Schülerinnen und Schüler der Klassen FW11a und c der FOSBOS Amberg im Rahmen ihrer FpA-Exkursion zum „Druckzentrum Oberpfalz Medien“ in Weiden nach.

Zunächst gab uns ein kurzweiliger Unternehmensfilm einen Einblick in die Welt des Medienhauses, um dann von Frau Lang direkt zum Herzstück des Druckzentrums geführt zu werden: zur „Commander CT“, einer der modernsten Druckmaschinen ihrer Art in Europa. Sie kann in nur einer Stunde 45.000 Zeitungsexemplare zu je 48 Seiten durchgängig vierfarbig drucken. Die Commander CT, auf der "Der neue Tag", die "Sulzbach-Rosenberger Zeitung" und die "Amberger Zeitung" produziert werden, erstreckt sich über zwei Stockwerke und braucht beispielsweise für die Sulzbach-Rosenberger Ausgabe gerade einmal 15 Minuten.

Im Anschluss daran erläuterte uns Frau Lang den Einsatz und die damit verbundenen Kosten der Ctp-Druckplatten; so gibt es für eine Zeitungsseite vier Druckplatten – stets mir nur einer Farbe beschichtet (blau, gelb, rot und schwarz).

Besonders beeindruckend war aber auch das Papierlager – gefüllt mit riesigen Papierrollen, die ausgerollt einer Strecke von Weiden bis nach Nürnberg und wieder zurück entsprechen.

Ach, und das mit der Frage wie die Prospekte in die Zeitung kommen? Diese werden von der Beförderungsanlage ganz automatisch eingelegt.

Fast so automatisch wie jeden Morgen, wenn wir am Frühstückstisch sitzen, die Zeitung aufschlagen und sie lesen!

FW11a

 

"Stellt euch vor ... wir fänden uns Mittelalter wieder!"

„Stellt euch vor, es gäbe keine Handys, kein Internet, keine Elektrizität. Wir fänden uns im Mittelalter wieder.“

Mit diesem zum Nachdenken anregenden Satz wurde es dunkel im Stadttheater Amberg, während sich auf der Bühne schemenhafte Gestalten einfanden. Das anfängliche Tuscheln im Saal erstarb und alle Augen richteten sich auf die Bühne, fragend, was passieren wird, nichtahnend, wie brutal das Stück „Richard III“ aus Shakespeares Feder, eingeleitet werden würde. Kampfgeschrei durchriss die Stille, mit Pelzmänteln und schweren Lederstiefeln gekleidete Männer fielen auf der Bühne übereinander her – bis ein Kopf rollte.

Der Protagonist Richard, gespielt von Max Tidof, stand im Rampenlicht und faszinierte von der ersten Sekunde an. Wer an diesem Charakter etwas Gutes suchte, suchte vergeblich. Richard verkörperte sämtliche Abgründe menschlichen Handels und Daseins – allen voran Habgier. Über drei Stunden hinweg spann er Intrigen, ließ jeden, der sich ihm in den Weg stellte, achtlos ermorden und verfolgte sein großes Ziel, König zu werden, ohne Rücksicht auf Verluste – bis hin zum eigenen Tod.

Gekonnt umgesetzt und mit Bravour zu betrachten war die schauspielerische Leistung jedes einzelnen Darstellers, die die Zuschauer ins Geschehen hineinzog.

Hervorzuheben ist an dieser Stelle auch die perfekt gewählte Garderobe der Schauspieler, die Elemente moderner Trends mit ledernen Elementen, die mich sofort an Steampunk denken ließen, vereinte. Die Kombination aus Mittelalter und Neuzeit, eine Mischung, die scheinbar fern liegt, aber doch erschreckende Parallelen sichtbar machte, verleitete zum Nachdenken.

Denn was wäre denn, wenn wirklich alle Technologie ausfiele? Würden Tyrannen wie Richard die Macht übernehmen oder hätten wir mehr Glück? Ich kann dazu nur eines sagen: Ich hoffe, wir werden es nie herausfinden.

Milena Felkl, FS13

 

Slavistik, Lehramt oder doch Pharmazie?

Am Regensburger Hochschulinfotag hatten alle Schülerinnen und Schüler in der 11. Klasse des Gesundheits- und Sozialzweiges die Möglichkeit, Einblick in die unterschiedlichsten Studiengänge der Universität Regensburg sowie der OTH Regensburg zu gewinnen.

Eine tolle Chance für alle Teilnehmenden - vor allem, um sich Gedanken darüber zu machen, ob sie ihren Wunschstudiengang bereits mit der Fachholschulreife nach der 12. Klasse erreichen können, oder ob doch die fachgebundene bzw. allgemeine Hochschulreife der 13. Klasse erforderlich ist.

Je nach individuellem Interesse konnten Vorträge zu den einzelnen Studiengängen gewählt werden, die über Studieninhalte, Zulassungsvoraussetzungen und Berufsaussichten informierten.

Daneben bot die Hochschule auch Veranstaltungen zur Studienfinanzierung, den Zulassungsverfahren, dem Auslandsaufenthalt oder dem Studieren mit Handicap an. An zahlreichen Informationsständen präsentierten sich zudem die verschiedenen Fakultäten und ermöglichten eine individuelle Beratung bzw. einen persönlichen Austausch.

Auf der Rückfahrt erzählten die Schülerinnen und Schüler begeistert über die neu gewonnenen Erkenntnisse. Dabei fanden klassische Studiengänge wie Psychologie, Medizin oder das Lehramt genauso Anklang wie beispielsweise Pharmazie, Slavistik oder Kunstgeschichte.

Bleibt abzuwarten, wohin der Weg jedes Einzelnen führen mag.

Regina Hubmann

 

Zwei Mannschaften - eine Prestigeangelegenheit

Es ist eine Prestigeangelegenheit, bei der alljährlichen Amberger Schul-Stadtmeisterschaft im Hallenfußball anzutreten.

Erfreulicherweise erkannten dies auch in diesem Jahr einige junge Sportlerinnen und Sportler, so dass die FOSBOS Amberg mit den Klassen FW12b, FS12b und FT12c eine Jungen- sowie eine Mädchenmannschaft stellen konnte.

Unser Mädchen-Team erzielte hierbei den dritten Platz. Ein einziges Gegentor verhinderte den Sprung auf den zweiten Podestplatz! Weitere Eindrücke erhalten Sie hier.
 
Wir danken allen beteiligten Schülerinnen und Schülern für ihr Engagement und gratulieren zu den erzielten Ergebnissen!

Klaus Prietzel

 

„Sagt mal, wer von euch hat schon mal geraucht?“

Im Rahmen des Suchtpräventionsprogramms „krass“ engagierten sich mehr als 16 Schülerinnen und Schüler des Gesundheitszweiges der FOSBOS Amberg, um an insgesamt sechs Tagen Schulklassen anderer Schulen im Jugendzentrum der Stadt Amberg über das Rauchen zu informieren, einem möglichen Nikotinkonsum vorzubeugen oder eine frühe „Rauchkarriere“ zu beenden.

Nach einer sehr guten Schulung durch die Mitarbeiterinnen der kommunalen Jugendarbeit aus Amberg und Sulzbach waren die Schülerinnen und Schüler der FOS gewappnet, die einzelnen Stationen der Wanderausstellung zu betreuen und wichtige Informationen an die Sechst- und Siebtklässler weiterzugeben.

Zentrale Themen waren dabei die Geschichte des Tabaks, der Tabakanbau und seine Folgen für die Umwelt, die Inhaltsstoffen einer Zigarette, die typische „Raucherkarriere“, das Shisha-Rauchen und die E-Zigaretten.

Sowohl für die Schulklassen, die die Ausstellung besuchten, als auch für die Schülerinnen und Schülern des Gesundheitszweiges war „krass“ ein tolles Erlebnis – der Peer-Ansatz war ein absoluter Erfolg.

Weitere Informationen zu diesem Projekt, an dem unsere Schülerinnen und Schüler des Gesundheitszweiges mitwirken durften, erhalten Sie auf OTV, in der Mittelbayerischen Zeitung und in der Amberger Zeitung.

Regina Hubmann

 

Die Natur mit anderen Augen sehen

Unter dem Motto „Die Natur mit anderen Augen sehen!“ erhielten die Schülerinnen und Schüler der Klassse FG11b der FOSBOS Amberg einen Einblick in das pharmazeutische Unternehmen Bionorica SE. Der in Neumarkt in der Oberpfalz ansässige Konzern ist weltweit führender Hersteller pflanzlicher Arzneimittel und machte für unsere Gesundheitsklasse seine sonst streng verschlossenen Türen auf.

Nach einer interessanten Unternehmensvorstellung ging es für die Klasse Richtung Produktionshallen. Eingehüllt in voller Hygienekleidung erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblick in die verschiedenen Herstellungsanlagen sowie die Blister-Verpackungsanlage.

Der Weg von der trockenen Heilpflanze, wie Enzianwurzel oder Thymian, bis hin zum Endprodukt in Gestalt der Tablette wurde Schritt für Schritt erklärt. Besonders innovativ ist die zertifizierte Technologie namens „Phytoneering“. Hinter diesem zusammengesetzten Begriff aus Phyto (Pflanze) und Engineering (technische Entwicklung) steckt die Entschlüsselung von Pflanzen und deren Wirkweisen mithilfe von modernster Technologie. Ziel ist es, die pflanzlichen Wirkweisen optimal zu nutzen und pflanzliche Arzneimittel herzustellen.

Interessant waren auch die Informationen zu möglichen Ausbildungs- und Studienrichtungen im Bereich der Pharmazie: Vom Chemielaboranten über den Pharmakanten bis hin zum Dualen Studium im Bereich Gesundheitsmanagement.

Besten Dank an Frau Hrabcik und Herrn Huyer von Bionorica SE für die tollen Einblicke hinter die Kulissen der Pflanzenpower!

Elisa-Marie Peil

 

Crêpes und Waffeln am Deutsch–Französischen Tag

Insgesamt 11 Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtfachs "Französisch Fortgeführt" an der FOSBOS Amberg erinnerten am 21. Januar in der Aula des BSZ Amberg an die Unterzeichnung des Elysée-Vertrages im Jahre 1963.

Der Andrang war groß. Vor allem aber auch wegen der leckeren Crêpes und Waffeln, die die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtfachs fleißig backten und in der Pause verkauften.

Historischer Hintergrund:

Am 22. Januar 1963 unterzeichneten der französische Staatspräsident Charles de Gaulle und der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer den Elysée-Vertrag, welcher die Grundlage der deutsch-französischen Aussöhnung darstellt. Die beiden Länder beschlossen damit eine weitreichende Zusammenarbeit in politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Angelegenheiten.

Nach 56 Jahren erneuerten nun Bundeskanzlerin Merkel und Staatspräsident Emmanuel Macron diesen Vertrag am 22. Januar 2019 in Aachen. Sowohl Kanzlerin Merkel als auch Präsident Macron betonten dessen besondere Bedeutung in Zeiten von wachsendem Nationalismus. Dieser Vertrag ist für beide Länder ein deutliches Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft. Gerade angesichts der langen Epoche von Rivalität und Kriegen zwischen beiden Ländern ist das nicht selbstverständlich. Die deutsch-französische Freundschaft ist inzwischen tief in beiden Gesellschaften verwurzelt. Kanzlerin Merkel äußerte stolz: „Damit hat die Geschichte eine Wendung genommen, die für uns nicht glücklicher hätte sein können. Eine unendliche Bereicherung.“ Weitere Bilder von der Veranstaltung finden Sie hier.

Melanie Müller

 

Berufsbild „Banker“

Vor kurzem erhielten die Schülerinnen und Schüler der Klassen FW11a und FW11c der FOSBOS Amberg im Rahmen der Fachpraktischen Ausbildung interessante Einblicke in die vielfältigen Karrieremöglichkeiten bei der Volksbank-Raiffeisenbank Amberg.

Frau Löw, ehemalige Schülerin der FOS Amberg und heute Mitarbeiterin der Personalabteilung bei der VR-Bank, präsentierte den Schülerinnen und Schülern der beiden Klassen - gemeinsam mit Frau Lynderupova, einer Auszubildenden im 1. Lehrjahr - vielfältige Informationen rund um berufliche Entwicklungsmöglichkeiten eines besonderen Arbeitgebers unserer Region.

Wie sollte eine Bankkauffrau/ein Bankkaufmann sein, welche Aufgaben gehören zum Berufsbild eines „Bankers“ und welche Karrieremöglichkeiten stehen den Mitarbeitern offen?

Höchst anschaulich und lebendig wurden alle Fragen rund um Aus-, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der VR-Bank Amberg beantwortet. Von der klassischen kaufmännischen Ausbildung zur Bankkauffrau/zum Bankkaufmann, über das VR-Verbundstudium bis hin zu einem berufsbegleitenden Studium nach erfolgreichem Abschluss einer Ausbildung - die VR-Bank bietet interessierten FOS-Schülern eine Vielzahl interessanter beruflicher Perspektiven.

Eine Online-Abfrage mit Hilfe des Smartphones, in der die Schülerinnen und Schüler ihr Feedback abgeben konnten, bestätigte dies.

Besten Dank an Frau Löw und Frau Lynderupova für ihren abwechslungsreichen Vortrag!

Annette Heinritz

 

Mit Rollstuhl und Augenbinde durch einen Behindertenparcours

„Inklusion“ und „Behinderung“ sind ein großes Thema in unserer Gesellschaft. Für unsere Schülerinnen und Schüler im Fachbereich Sozialwesen gehört dieser Schwerpunkt u.a. zum Lehrplan der 13. Jahrgangsstufe und stellt zudem ein übergeordnetes Prinzip der fachpraktischen Vertiefung (FpV) in der 11. Klasse dar.

Denn was für Probleme und Bedürfnisse behinderte Menschen haben, können die Gesunden nicht immer nachvollziehen.

Daher nahmen unsere Schülerinnen und Schüler der 13. und 11. Klassen des Sozialzweiges an einem „Inklusionsparcours“ des Arbeitskreises der Offenen Behindertenarbeit des Heilpädagogischen Zentrums Irchenrieth (AKOBA) teil.

So stellte Frau Grüner, Sozialpädagogin und Leitung der Offenen Hilfen Irchenrieth, gemeinsam mit ihrer Stellvertreterin, Frau Gallitzendörfer, Rollstühle, extra gebaute Hindernisse sowie für einen Sinnesparcours typische Übungen zur Verfügung und führte die Schülerinnen und Schüler - gemeinsam mit vier eingewiesenen 11. Klässlern - durch die einzelnen Aufgaben.

Nach einer Einführungsrunde im Sitzkreis, bei der sich das Expertenteam vorstellte und das Thema „Behinderung“ mit den Schülerinnen und Schülern thematisiert wurde, ging es dann an die Praxis. Während eine Gruppe mit dem „Rollstuhlparcours“ beschäftigt war, begaben sich die anderen Schüler an die Tische mit den Sinnesaufgaben, an denen sie zum Beispiel Dinge erfühlen mussten, Gerüche erschnuppern sollten oder ihnen durch „Schreibübungen im Spiegel“ Wahrnehmungsstörungen erfahrbar gemacht werden sollten.

Sie navigierten sich „blind“ durch einen Zickzackkurs, überwanden Treppen und begriffen dabei durchaus, welches Gut es doch ist, mit gesunden Beinen im Leben zu stehen und die Welt mit allen Sinnen wahrnehmen zu können.

Weitere Impressionen von diesem sehr beeindruckenden Behindertenparcours finden Sie hier.

Ingrid Auer

 

Klasse(n)publikum beim „CONCERTO SCHERZettO – Comedy trifft Klassik"

Ein Konzert der etwas anderen Art erlebten am vergangenen Samstag die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „Klasse(n)publikums“ der FOSBOS Amberg beim „CONCERTO SCHERZettO – Comedy trifft Klassik“ von Jordi Purtí.

So gaben die Musiker des Orquestra de Cambra de L’Empordà im Stadttheater nicht nur ihr musikalisches Können zum Besten, sondern überzeugten auch durch ihr schauspielerisches Vermögen. Auf sehr humorvolle Art wurde diverse klassische Stücke, wie z. B. Vivaldi: Die vier Jahreszeiten, Der Frühling oder Bach, Gounod: Ave Maria und Mozart: Eine kleine Nachtmusik, Sinfonie Nr. 40, präsentiert.

Das Publikum – das mitunter auch in die Darbietung miteinbezogen wurde – zeigte sich von dieser sehr kurzweiligen Aufführung begeistert und die teils hohen Erwartungen der FOSBOS-Schülerinnen und -Schüler wurden vollends erfüllt.

Alexandra Ries

 

Miteinander und füreinander - Workshops von Schülern für Schüler

Die SMV der FOSBOS Amberg wollte dieses Jahr Weihnachten auf eine ganz besondere Art und Weise feiern und so gab es in der Woche vor den Weihnachtsferien jeden Tag in der Pause eine andere tolle Aktion:

Für den guten Zweck wurden in der Aula des BSZ Amberg u.a. Kuchen, Plätzchen, Glückslose (Hauptgewinn war ein Lehrerparkplatz für einen Monat), Waffeln und Bratwurstsemmeln an die Mitschüler verkauft. Ein Großteil des Gewinns geht demnächst an Ärzte ohne Grenzen.

Musikalisch umrahmt wurde das Ganze jeden Tag von den "hauseigenen" DJs, die aktuelle Weihnachtslieder in der Aula erklingen ließen.

Der letzte Tag vor den Weihnachtsferien sollte dann das Highlight der Woche sein. Nach der Auslosung und tollen weihnachtlichen, musikalischen Darbietungen von Schülern der Berufsschule und der FOSBOS starteten die Workshops "von Schülern für Schüler" nach dem Motto "miteinander und füreinander".

Und so gingen alle entspannt und fröhlich in die wohlverdienten Weihnachtsferien. Herzlichen Dank an alle Helferinnen und Helfer! Einhellige Meinung der FOSBOS-Schüler: "Nächstes Jahr wieder!"

Impressionen von der Weihnachtswoche erhalten Sie hier.

SMV FOSBOS

 

Industrie 4.0 am Beispiel von BMW

Der Begriff „Industrie 4.0“ ist in der Diskussion über die zukunftsweisende Gestaltung moderner industrieller Produktionsprozesse derzeit in aller Munde. Vor kurzem konnten sich die Klassen FW11a/b/c und FG11b bei einer Betriebserkundung des BMW-Werks in Regensburg mit eigenen Augen von der fortschreitenden Digitalisierung modernster Fertigungstechnologien überzeugen.

Zu Beginn der Besichtigung erhielten die Schülerinnen und Schüler eine kurze Einführung in die Entstehungsgeschichte, die Produktpalette sowie die Philosophie des Unternehmens. Anschließend konnten die Klassen die Produktion im Rahmen einer zweistündigen Führung persönlich in Augenschein nehmen.

Die gesamte Fertigung ist in Takte eingeteilt. Der Arbeitstakt eines Mitarbeiters beträgt 57 Sekunden und gibt den „Herzschlag“ des Unternehmens vor. Um den - für BMW typischen - hohen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden, lautet das Motto der Produktion: „Kein Fehler verlässt meinen Bereich!“. Grundsätzlich wird in der gesamten Fertigung großer Wert auf Genauigkeit gelegt, denn bereits ein kleiner Fehler kann große Auswirkungen haben.

Das BMW-Werk in Regensburg gliedert sich in vier Fertigungsbereiche: Presswerk, Karosseriebau, Lackiererei und Montage. Hergestellt werden weltweit bekannte Automobilfahrzeuge, wie beispielsweise die Limousine der 1er Reihe, der Gran Tourer der 2er Reihe und das Cabrio der 4er Reihe.

So erhielten die Jugendlichen einen spannenden Einblick in die moderne Fertigung und die damit verbundenen Fertigungsprozesse bzw. die bei BMW vorherrschende Fertigungsorganisation. Die Schülerinnen und Schüler des Gesundheitszweiges betrachteten das Ganze natürlich zusätzlich unter dem Aspekt der Ergonomie und Mitarbeitergesundheit.

Fazit der Betriebsbesichtigung, die mit dem Besuch der Regensburger Innenstadt abgerundet wurde: Ein toller Einblick in die Automobilwelt und in Industrie 4.0.

Annette Heinritz

 

SPS-Messe: Roboterarme machen Show mit Lichtschwertern

Elegant gekleidet stiegen die Schülerinnen und Schüler der Klasse FT11b in den Zug nach Nürnberg, um zur SPS-Messe zu gelangen. Auf der Messe waren rund 1.700 Aussteller vertreten, die den Besuchern einen einmaligen Marktüberblick über Trends, Lösungen und aktuelle Produkte im digitalen Bereich gaben. Schwerpunkt der Messe war sicherlich "Industrie 4.0".

Gleich zu Beginn gab es eine beeindruckende Lichtschwertshow mit Robotern. So kämpften augenscheinlich Roboterarme, die mit Neonröhren ausgestattet waren und Ähnlichkeit mit „Lichtschwertern“ aus der Science-Fiction Reihe Star Wars hatten, miteinander und führten einen Tanz auf.

Der für uns interessanteste Stand war der von Intel. So zeigte uns ein Mitarbeiter aus Indien auf Englisch ein System, welches Gesichter über verschiedene Kameras scannt, wiedererkennt und auf der rechten Seite des Bildschirms mit den gegebenen Daten vergleicht. Der Prozessor von Intel konnte Farben erkennen, aus welchen das Gesicht und die Umgebung bestand.

An einem weiteren Stand entdeckten wir einen Airhockey-Tisch, an dem man die Schläger per Maus steuern konnte. Dies erfolgte durch die Synchronisation zweier Motoren, welche den Schläger über die Bänder bewegen ließen.

Die Messe war durchaus interessant und endete zu unserem Bedauern sehr früh. Wir haben nicht nur viele Werbegeschenke erhalten, sondern auch viele wichtige Informationen über unsere möglicherweise zukünftigen Arbeitgeber und deren Produkte. Nicht zu vergessen ist der wertvolle Einblick in die Zukunft unserer Industrie.

Jan Rys, Artur Nonnenmacher, Niklas Windisch und Tim Niklas, FT11b

 

Ismail Ertug: "Bringt euch ein!"

Weihnachten - das Fest der Traditionen stand vor der Tür. Umso mehr freuten sich zwei Einzelhandelsklassen der 10. Jahrgangsstufe sowie eine Klasse der 12. Jahrgangsstufe der Fachoberschule, dass der Europaabgeordnete Herr Ismail Ertug sich in gewohnter Tradition Zeit nahm, um noch kurz vor den Weihnachtsferien mit den Schülerinnen und Schülern des BSZ Amberg ins Gespräch zu kommen.

Thema waren aktuelle Fragen zur Europapolitik, die der Abgeordnete fachkompetent und glaubwürdig beantwortete, wobei sich die Schülerinnen und Schüler ganz besonders für die Zukunft der Europäischen Union interessierten.

Im Anschluss an seine Ausführungen zur EU im Allgemeinen und seinen Tätigkeiten als Politiker beleuchtete Herr Ertug noch einmal die Vor- und Nachteile der Europäischen Union  für jeden einzelnen EU-Bürger und verwies dabei auf die Reisefreiheit sowie zentrale Sicherheitsaspekte. Anschließend machte er die Unterschiede zu anderen europäischen Staaten hinsichtlich des Demokratieverständnisses, der Meinungs- und Redefreiheit, des beruflichen Vorankommens sowie des Lebensstandards deutlich und appellierte, diese Privilegien nicht leichtfertig zu verspielen bzw. diese Errungenschaften bei Jugendlichen wieder mehr ins Bewusstsein zu rücken. Diese Aussagen wurden konstruktiv aber auch kontrovers über eineinhalb Stunden diskutiert.

Die Arbeit als Mitglied des Europäischen Parlaments für die Region Niederbayern und Ober­pfalz bereite ihm viel Freude, so der Parlamentarier weiter. Anders als im Bundestag werde hier mangels einer europäischen Regierung nicht in Regierung und Opposition gedacht, sondern oft gebe es in Sachfragen Kompromisse, die über das Parteienspektrum reichen. Die Gestaltungsmöglichkeiten offerierten damit ein weites Feld. Die aktuellen Entwicklungen innerhalb der EU sieht der Europa-Experte skeptisch, vor allem, dass in vielen Ländern die Rechtspopulisten und Nationalisten großen Zulauf erhalten. Den Grund dafür sieht Ertug nicht darin, dass die Menschen sich von Europa abwenden würden, sondern vielmehr, dass sie mit dem aktuellen Konstrukt nicht zufrieden seien, da viele nur auf ihren eigenen Vorteile bedacht seien. „Eigene Interessen werden über eine europäische Vernetzung gestellt“, beklagte Ertug den nationalen Egoismus, der wieder in der Politik Einzug gehalten hat.

Am Ende war Herr Ertug voll des Lobes über die guten Wortbeiträge der Schülerinnen und Schüler. Der an die Schülerschaft gerichtete Appell des Abgeordneten lautete: „Bringt euch ein!“. Damit spielte MdEP Ertug vor allem auf die Bedeutung der Wahlbeteiligung von jungen Menschen an. Als mahnendes Beispiel führte der Politiker die Entscheidung zum Brexit an. Wären dort in der Altersgruppe der 18- bis 30-Jährigen prozentual gesehen so viele Menschen zur Wahl gegangen wie bei den älteren Wählern, so hätte der Brexit wohl abgewendet werden können.

Ein Schüler der Fachoberschule fasste die Problematik der Europäischen Union mit einem Satz nochmals zusammen und legte damit gleichzeitig uns allen ein Bestreben nahe:

„Man schätzt leider nur das wert, was man verloren hat!“

Daniel Hagn, Niels John und Johannes Mehringer

 

FIT für die Pflege

Wenn es um die Pflege erkrankter, alter oder behinderter Menschen geht, sind neben einem hohen Maß an Engagement und sozialer Kompetenz auch spezifische Fachkenntnisse erforderlich. Hierfür wurden 117 Schülerinnen und Schüler der Ausbildungsrichtungen Gesundheit und Sozialwesen im Rahmen ihrer Fachpraktischen Ausbildung in der 11. Klasse intensiv vorbereitet.

Um die Schülerinnen und Schüler der elften Klassen für ihr Pflege-Praktikum „fit“ zu machen, fanden insgesamt vier Erste-Hilfe- und Pflegehelfer-Kurse in Kooperation mit dem Malteser Hilfsdienst e.V. und der Johanniter-Unfallhilfe e.V. aus Amberg statt. Der Unterricht dauerte insgesamt eine Woche und umfasste sowohl theoretische Inhalte als auch praktische Übungen.

Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich dabei u.a. mit den Aufgaben der Pflege und deren rechtlichen Rahmenbedingungen, dem Betten und Lagern eines Kranken, der Hygiene am Krankenbett, dem Umgang mit Demenz sowie dem Beobachten und Überwachen eines Kranken. Kenntnisse, die nicht nur für das anstehende Pflegepraktikum von Bedeutung sind, sondern oftmals auch in der Familie oder im künftigen Beruf benötigt werden.

Zum Abschluss ihrer Ausbildung mussten die Praktikanten ihr Wissen in einer schriftlichen Prüfung unter Beweis stellen. Alle Schülerinnen und Schüler dieses Jahrgangs haben den Test mit Bravour gemeistert und erhielten ein Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme.

Unser besonderer Dank gilt an dieser Stelle allen Referentinnen und Referenten sowie Frau Bösl (Ausbildungsleiterin des Malteser Hilfsdienstes) und Frau Schäffer (Ausbildungsleiterin der Johanniter Unfall-Hilfe) für die hervorragende Organisation der Kurse. Weitere Bilder finden Sie hier.

Annette Heinritz

 

Wild Shamrock Touring Theatre - Delightful Dublin

Wie bringt man deutschen Schülern Dublin und somit Irland ein Stück näher?

Das fragten sich die drei Schauspieler des Wilde Shamrock Touring Theatre in ihrem neuen Stück "Delightful Dublin", welches sie den Schülerinnen und Schülern der 12. und 13. Klassen der FOSBOS Amberg in zwei Vorstellungen eindrucksvoll auf humorvolle und musikalische Weise darboten.

Kuriositäten der irischen Geschichte als auch irische Stereotypen wurden hinterfragt: es ging von der Nicht-Besiedlung Irlands durch die Römer, denen es wohl zu kalt war, zu den Wikingern, und danach zu den Briten: die Gründung des Trinity Colleges geschah durch eine Frau; es ließ jedoch keine Frauen bis ins 19. Jahrhundert an der Institution zu.

Weiter ging es um das katholische Irland, dessen berühmteste Kirchen, die Christchurch und die St. Patrick Cathedral, die potestantisch/anglikanisch sind. Des Weiteren wurde die Legende um den Schutzpatron der Insel, St. Patrick, gelüftet: so hieß er ursprünglich weder Patrick - wohl eher Maewyn - noch war er ein Ire - vermutlich war er ein Waliser - und er war auch kein Heiliger, denn er wurde nie von einem Papst heilig gesprochen.

Und natürlich durften die irischen Schriftsteller wie Oscar Wilde, William Butler Yeates und James Joyce nicht fehlen. Irische Musik mit Gesang und Gitarre setzte darüber hinaus vereinzelt Akzente zwischen den Sprechrollen.

Am Schluss heizten die irischen Musiker und Schauspieler den Schülerinnen und Schülern noch einmal kräftig mit bekannten irischen Volksliedern ein, zu denen begeistert mitgeklatscht und mitgesungen wurde.

Vincent Moran, der Regisseur der Truppe, schreibt gerade an einem neuen Stück. Er hat uns verraten, es gehe um Social Media.

Weitere Bilder von der Vorstellung finden Sie hier. Wir sind gespannt und freuen uns schon jetzt auf den Besuch im nächsten Schuljahr!

Tanja Stiegler und Andrea Wittmann

 

Exkursion ins All

 

Im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung besuchten wir, die Klasse FT11a, das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) in Oberpfaffenhofen. Die FOS Amberg wurde mittlerweile bereits zum 14. Mal im DLR_School_Lab freudig empfangen.

Durch Experimente und Versuche wurden uns Schülern die Arbeitsbereiche des DLR anschaulich vorgestellt. Zur Auswahl standen vier Experimente, die wir unter Anleitung von Studenten durchführen durften. Wir hatten die Wahl zwischen MoRaBa (Mobile Raketenbasis), Robotik, Infrarottechnik und FTS (Flugteam Simulator). Jeder konnte sich jeweils für zwei Experimente entscheiden.

Rund die Hälfte unserer Klasse entschied sich Vormittags für den Versuch MoRaBa. Zur Einführung erklärte uns die betreuende Studentin die physikalischen Vorgänge des Raketenstarts und informierte uns, wo sich die größten Raketenbahnhöfe der führenden Raumfahrtnationen befinden. Anschließend gingen wir nach draußen, um mit Hilfe von Wasser und Druckluft kleine Flaschenraketen starten zu lassen und herauszufinden, in welchem Verhältnis Wasser und Druckluft stehen müssen, damit unsere Raketen möglichst lange in der Luft bleiben.

In der Infrarottechnik wurden die Eigenschaften und Funktionsweisen der Infrarotwellen besprochen. Um dies zu veranschaulichen, stellte ein Physikstudent uns eine Infrarotkamera, heißes Wasser und ein Kältespray zur Verfügung. Anschließend konnten wir auf dem Parkplatz des DLR herausfinden, dass schwarze Autos mehr Wärme absorbieren als weiße Autos.

Die Robotik-Gruppe lötete einen Roboter Bausatz (Asuro) und programmierte anschließend den dazugehörigen Mikrocontroller. Die Gruppe der Flugzeugtechnik durfte in einem Flugsimulator ausprobieren, wie sich ein Flugzeug verhält.

Am Ende des Tages wurden wir durch das GSOC (German Space Operations Center) geführt, welches den Deutschen Kontakt zur ISS und unbemannten Satelliten darstellt. So gibt es alle zehn Minuten eine Liveübertragung aus der ISS zur Erde, welche dort empfangen wird.Ein Hightlight war sicher auch, die exakte Kopie der deutschen Kapsel Columbus betreten zu dürfen.

Es war ein Tag mit so vielen beeindruckenden Momenten, dass sich einige von uns nun sogar überlegen, im DLR ein Studium zu beginnen und später dort zu arbeiten. Weitere Bilder von der Vorstellung finden Sie hier.
 
Marey Dehling, Elisabeth Engel, Lisa Götz,
Julia Beer und Stefanie Scharrer, FT11a