Projektwoche „In Bayern verwurzelt – in Europa daheim“

Die Klasse FSMT1 der Staatl. Technikerschule Amberg sowie Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse an der BOS Amberg und Kehlheim beschäftigten sich während ihres Aufenthalts im Schullandheim Gleißenberg mit dem Thema „In Bayern verwurzelt – in Europa daheim“.

Da sich alle drei teilnehmenden Klassen bislang nicht kannten, hatten sie gleich am Montag Nachmittag die Möglichkeit, an einem Bayerischen Tanzkurs teilzunehmen. Dieser Workshop, der von Anita und Alfred Merl gehalten wurde, zeigte den Jugendlichen einerseits wie viel Spaß dieses traditionelle bayerische Kulturgut macht, andererseit wurden dadurch erste Barrieren abgebaut.

Tags darauf brachte Dr. Kaspar den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in seinem Vortrag die Bairische Sprache und damit die Mundart näher. Zugleich zeigte er aber auch die Bedeutung der EU auf. Im Anschluss daran erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Gruppenarbeit die verschiedenen Aufgaben und Organe der EU und präsentierten im Anschluss daran ihre Ergebnisse.

Mitte der Woche besichtigte die Gruppe Prag, die Hauptstadt Tschechiens. In vier Stunden wurden die wichtigsten Orte und historischen Entwicklungen der letzten Jahrhunderte bzw. Jahrzehnte - vor allem in Bezug auf Europa - dargeboten.

Am Donnerstag startete ein Workshop zum Thema „Gefahren des Populismus von links und rechts in Europa“, geleitet von Herr Weizenfelder. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erarbeiteten in einer lockeren Diskussionsrunde die Unterschiede der beiden Fronten. Nachmittags begann dann der zweite Workshop des Tages mit dem Thema „Bedeutung und Rolle des Europäischen Parlaments“.

Diese kurzweilige und interessante Woche wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.

Michael Scheck und Julian Hartwich, FSMT1

 

"Die größte Erfindung aller Zeiten!"

Anfang Februar suchte der ehemalige Analyst für Qualität von Microchips und Leiterplatten, Klaus-Jürgen Schallwig, die Staatl. Technikerschule Amberg.

In seinem Vortrag, zu dem alle Jahrgangsstufen der Elektronik- und Mechatroniktechniker geladen wurden, referierte Herr Schallwig zunächst über die allgemeine Entwicklung eines technischen Produktes - von der Idee bis zur Entwicklung - und geht dabei explizit auf seine berufliche Tätigkeit ein, die er jahrelang bei der Firma ZF (vor 2008 als Cherry bekannt) in Auerbach ausübte.

Anhand der dort produzierten Halbleitertechnik (Mikrochips und Leiterplatten) bringt er - laut eigener Aussage ein „verdienter UNruheständler“ - seine Vorgehensweise bei der strukturierten Fehlersuche und -behebung detailliert näher.

Als „die größte Erfindung aller Zeiten“ aber gilt für Herrn Schallwig der Mensch, der in der Lage ist, komplexeste Dinge zu lösen oder zu verwirklichen. Durch diese Erkenntnis hat der Referent auch zum Glauben an Gott gefunden, der für ihn wiederum der Entwickler der Erfindung „Mensch“ ist.

In Kooperation mit Herrn Prölß erhielten die Schülerinnen und Schüler zum Ende des Vortrags noch eine kleine Reisebibel als Präsent. Herzlichen Dank an dieser Stelle an Herrn Schallwig!

George Jeremias, FSMT1

 

Besuch der Fachoberschule für Maschinenbau in Pilsen

Zwei Klassen der Staatl. Technikerschule Amberg und eine Klasse der Berufsschule Amberg besuchten vor kurzem die Fachoberschule für Maschinenbau in Pilsen. Der Kontakt zu der tschechischen Schule, in der insgesamt etwa 300 Schülerinnen und Schüler einen elektrischen, mechanischen bzw. mechatronischen Beruf erlernen oder eine Weiterbildung tätigen können, besteht seit mittlerweile 13 Jahren und wird Jahr für Jahr gepflegt.

Nach einer kurzen Begrüßung hatten die Gäste - begleitet von Herrn Mikuta, Herrn Koller, Herrn Kaulbach und Herrn Prölß - die Möglichkeit, in kleineren Gruppen verschiedene Aufbauten und technische Entwicklungen vor Ort zu begutachten. So konnte man beispielsweise einen Roboterarm beobachten, der über ein Transportband mit Material versorgt wurde und dieses wiederum vollautomatisch in eine Drehbank einlegte. Diese Anlage ist Bestandteil der dortigen Abschlussprüfung.

Nach der umfangreichen Führung kehrten die Gruppen zurück in den Hörsaal, in dem ein angehender Techniker der Staatl. Technikerschule Amberg seine Projektarbeit mit dem Thema „Die Implementierung eines Sensors im Netzwerk mit dem Raspberry Pi“ auf Englisch vorstellte. Der Schüler referierte über die Erfassung von Sensordaten wie die Raumtemperatur sowie über die Leistungserzeugung über Windturbinen. Zur Veranschaulichung wurde das Interface auf einem Webserver angezeigt, welcher über HTML bzw. Java programmiert wurde. Abschließend führte er noch ein Experiment vor, in dem er mittels Kältespray live die angezeigten Sensorwerte verändern konnte.

Im Anschluss daran stellten zwei Schüler der tschechischen Schule ein Projekt vor. Sie erläuterten auf Deutsch die Funktion von Roboterarmen, genauer gesagt von 6-Achs-Gelenkarmen mittels Servomotoren und deren Programmierung in „Python“ mit Raspberry Pi.

Im Anschluss an die beiden interessanten Vorträge und den gewinnbringenden Erfahrungsaustausch war die Innenstadt Pilsens das Ziel. Weitere Bilder finden Sie hier.

Lukas Schindler, FSMT1

 

Von Graham Bells Telefonapparat bis zu Steve Jobs iPhone

Die Klasse ESY12 der Berufsschule und die Klasse FSMT1 der Staatl. Technikerschule besichtigen zusammen mit ihren Lehrkräften - Walter Häusler und Florian Koller - das Museum für Kommunikation in Nürnberg.

Dieses befindet sich mit dem Eisenbahnmuseum in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs. Im ersten der vier Ausstellungsräume erfuhren wir von den Museumsmitarbeitern viele interessante Details über die Entwicklung von Graham Bells Telefonapparat (1876) bis zu Steve Jobs erstem iPhone (2007). Der technische Fortschritt hat natürlich immer die Arbeitswelt beeinflusst: das Fräulein vom Amt wurde durch die Einführung der modernen Vermittlungsstellen (leider?) überflüssig.

In den anderen Räumen konnten wir die Entwicklung der Schrift, Methoden und Geräte zur Verschlüsselung von Nachrichten und ein vom Besucher bedienbares Rohrpostsystem bewundern.

Auch die Geschichte des Internets wurde uns anhand der vielen Exponate näher gebracht. Die ersten transatlantischen Telegraphenverbindungen bestehen bis heute in Form moderner Glasfaserkabel weiter, deren Ummantelungen stehen jedoch auf der Speisekarte gefräßiger Fische und müssen deshalb durch ein Drahtgeflecht geschützt werden.

Nach dem Museumsbesuch verbrachten alle ihre Mittagspause in Nürnbergs Innenstadt und nutzten die restliche Zeit für einen kleinen Stadtbummel.

Florian Koller

 

Besuch der SPS/IPC/Drives-Messe

Die angehenden staatlich geprüften Techniker der Klassen FSMT1 und FSET1 besichtigen mit Herrn Prölß und Herrn Koller auch in diesem Jahr wieder die SPS/IPC/Drives Messe in Nürnberg - die größte Messe für Automatisierungstechnik in Europa.

Insgesamt erstreckte sich die Messe über 136.000 qm, verteilt auf 11 Hallen. Die 1.630 Aussteller - davon 1.131 Aussteller (69,4 %) aus Deutschland und 499 Aussteller (30,6 %) aus dem Ausland - stellten ihre Produkte auf teilweise sehr ausgefallenen Messeständen zur Show.

Die Besucherzahl lag bei 65.700 - davon 47.546 Besucher (72,4 %) aus Deutschland und 18.154 Besucher (27,6 %) aus dem Ausland). Dies entspricht ca. 4.500 Besuchern weniger als im Jahr zuvor. (Quellen: www.messago.de)

Die SPS ist das Highlight der Automatisierungsbranche. Sie fungiert als Ideengeber und Innovationsplattform. Die Aussteller vor Ort präsentierten ihre Produkte in folgenden Themenbereichen:

  • Steuerungstechnik
  • IPCs
  • Elektrische Antriebstechnik
  • Bedienen und Beobachten
  • Industrielle Kommunikation
  • Software & IT in der Fertigung
  • Interfacetechnik
  • Mechanische Infrastruktur
  • Sensorik

Insgesamt war es ein sehr interessanter und informativer Ausflug, bei dem es, trotz der zahlreichen Hersteller, immer wieder etwas Einzigartiges zu entdecken gab.

Im nächsten Jahr bekommt die SPS/IPC/Drives-Messe dann übrigens einen neuen Namen, aber wir sind bestimmt wieder dort, wenn sie dann einfach SPS – Smart Production Solutions heißen wird.

Christian Schulz

 

Geodätisches Observatorium in Wettzell

Die Schüler der Klasse FSET1 der Staatl. Technikerschule Amberg besichtigten vor kurzem gemeinsam mit ihren Lehrern, Herrn Eckl und Herrn Häusler, das Geodätische Observatorium in Wettzell.

Zunächst sprach Dr. Thomas Kugel ein paar grundsätzliche Dinge über das Gelände und die verbaute Technik an.

Im dortigen geodätischen Observatorium werden Messungen zu Satelliten und Radiosternen durchgeführt, um Positionen von Punkten auf der Erde sowie die Lage und Orientierung der Erde im Weltraum permanent zu beobachten. Diese Einrichtung wird mit der Zusammenarbeit des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie (BKG) und der Technischen Universität München (TUM) betrieben.

Anschließend wurde der Leitstand für die 13 Meter Twin-Radioteleskope besichtigt, wo mit dem Verfahren der VLBI (Very Long Baseline Interferometry) Entfernungen zwischen weltweit verteilten Radioteleskopen mit etwa einem Zentimeter Genauigkeit gemessen werden können.

Auch das Gebäude mit dem 75 cm WLRS (Wettzell Laser Rating System) wurde der FSET1 ausführlich erklärt und gezeigt. Dort lernte die Klasse, dass bei diesem System auf höchste Sicherheit mit dem Laser gesetzt wird. Die große Herausforderung bei dieser Messart ist, dass ein Reflektorpunkt im Weltall mit 60 cm Genauigkeit getroffen werden muss.

Darüber hinaus bekamen die Technikerschüler u.a. noch sehr informative Einblicke in Entwicklung und Instandhaltung von Verstärkern, Dämpfern, Supraleitungen und jede Menge Messtechniken. Auch bislang unbekannte Techniken wurden der Klasse vermittelt.

Dominik Meixensberger